HERA LIND

Leserstimmen

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Weitere Lesermeinungen

Tausendundein Tag

The Booklettes

6. November 2018

Durchweg spannend!

In "Tausendundein Tag" wird die Geschichte von der 17 jährigen Katharina erzählt, die im Jahre 1974 mit ihren Eltern nach Kalifornien, zu ihrem Bruder Thaddäus, seiner Frau und seinen Kindern, auswandert. Als sie in dem Flugzeug nach Kalifornien sitzt, lernt sie den ziemlich gutaussehenden und deutlich älteren Lufthansa Piloten, Falk kennen. Als sie in Kalifornien ankommen, verabschieden sie sich auf nimmer Wiedersehen. Zwei Jahre später, reisen Katharinas Eltern nach Argentinien und kommen unglücklicherweise bei einem Unfall ums Leben. Als Thaddäus nach der Beerdigung in Argentinien, nach Kalifornien zurückkehrt, bringt er einen Überraschungsgast mit, den Lufthansa Piloten Falk.

Falk hatte auf der Passagierliste den Familiennamen "Schenke" entdeckt und so den Kontakt zu Thaddäus und somit zu Katharina gesucht. Ab da an begann die Geschichte zwischen Katharina und Falk. Jedoch bringt die Beziehung viele Überraschungen und Wendungen mit sich. Eine Auf- und Abfahrt wie nur das echte Leben schreiben kann.

Rezension

Die Geschichte von Katharina wurde durchweg spannend erzählt. In keinem Punkt des Buches hätte ich mir eine andere Wendung oder mehr Abwechslung gewünscht. Um ehrlich zu sein, konnte ich das Buch kaum weg legen. Bereits ab der ersten Seite hatte mich Katharinas Leben gepackt und mitgerissen. Ich wusste schnell, dass ich das Buch lieben würde und so kam es auch. Ich kann dieses Buch wirklich jedem weiterempfehlen und bin mir sicher, dass es nicht enttäuschen wird. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.


Die Sehnsuchtsfalle

Birgit Bataineh

29. Oktober 2018

Man kann es nicht mehr weglegen.

Ich habe dieses Buch in nicht einmal zwei Tagen durchgelesen.
Es ist der absolute Wahnsinn, was diese Frau erleiden musste, nur weil sie einen Mann sehr liebte.
Das Buch ist so fesselnd, dass man es nicht mehr weglegen kann.
Und Frau Hera Lind ist mit Abstand die beste, und authentischste Autorin überhaupt. Ich habe im letzten Monat alleine 4 Bücher von ihr gelesen!!!!


Mein Mann, seine Frauen und ich

Jeannine

11. Oktober 2018

Mitreissend geschrieben

Dieses Buch ist einfach unglaublich interessant geschrieben. Ich kann es fast nicht mehr ablegen, es reißt mich richtig mit, ich kann die Emotionen spüren.
Eine traurige Wahrheit, wie sich zwei Welten leider nicht miteinander verbinden können.
Schon lange her, dass mich ein Buch so mitgerissen hat und ich mich frage, wie es weitergeht, wenn ich es endlich ablegen kann.


Mein Mann, seine Frauen und ich

Petra Radtke

9. Oktober 2018

Entscheidung aus Liebe

Ich lese gern die Bücher von Hera Lind. Besonders gefallen mir die Geschichten, die sie nach Erzählungen von Betroffenen schreibt - also direkt aus dem Leben gegriffen. So ist es auch hier in diesem Roman. Nadia Schäfer begegnet Karim, einen gläubigen Moslem aus dem Irak, der erfolgreich in seinem Beruf ist, aber leider unglücklich verheiratet ist. Seine Ehefrau wurde von seinen Eltern ausgesucht, wie es heute noch oft in den arabischen Ländern Sitte ist. Was bewegt eine Frau aus Bayern, einen Mann als Zweitfrau zu heiraten, den sie nur einige Tage kennt, zum Glauben des Islam zu wechseln und sich den Traditionen dieser für sie fremden Welt zu unterwerfen ? In dieser sehr unterhaltsam geschriebenen Geschichte taucht man ein in diese Welt, lernt tiefer die Rolle der Frau in einer islamischen Familie kennen und erfährt mehr über Gefühle und das Leben in dieser Welt. Ich habe das Buch in wenigen Tagen mit großem Interesse gelesen. Das Fazit ist, dass Liebe wohl alles möglich macht. Oft möchte man Nadia warnen, vor Entscheidungen, deren Abgründe schon vorprogrammiert sind. Ich habe mit ihr mitgebangt und gehofft...Auch die Liebe ihrer eigenen Familie, die sie in der Heimat zurücklässt und die immer zu ihr stehen, auch wenn manche ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar sind, wird sehr berührend dargestellt. Der Kampf von Nadia um ihre Ehe mit Karim - aber auch der kulturelle Druck, dem sich Karim ausgesetzt sieht, zeigt wie schwer es ist mit der Annäherung verschiedener Kulturen - auch wenn die Liebe alles zuerst im rosaroten Licht erscheinen lässt. Diese Geschichte gibt einem tiefere Einblicke in die islamische Kultur und räumt auch mit einigen Vorurteilen gegenüber dieser Lebensweise auf.
Ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser.


Verwandt in alle Ewigkeit

Wilma Steinkellner

29. September 2018

Sehr amüsant und unterhaltsam

Das Hin- und Herswitchen zwischen den Zeiten der 60er Jahre und der Gegenwart hat mir sehr gefallen, ich hab mich köstlich amüsiert, bin ich doch auch aus dieser Zeit ...


Mein Mann, seine Frauen und ich

Elke König

27. September 2018

Bewegend und nachdenklich stimmend!

Inhaltsangabe:

Fürth 1995: Nadia Schäfer steht in der Blüte ihres Lebens, hat gerade eine Scheidung hinter sich und die erwachsene Tochter studiert. Aus heiterem Himmel erhält sie einen Anruf von einem gewissen Karim, den sie noch nie zuvor gesehen hat.

Obwohl Karim sie völlig überrumpelt, verliebt sie sich sofort in ihn und seine braunen Augen. Sie hat keine Ahnung, was ihn als tiefgläubigen Moslem ausmacht und doch heiraten sie bereits beim zweiten Treffen in Amsterdam vor einem Imam.

Er hat schon eine Frau und drei Kinder, doch die Ehe besteht laut seiner Aussage nur noch auf dem Papier. Das frisch verliebte Paar schmiedet Pläne, in den Oman zu ziehen und sich dort ein neues Leben aufzubauen.

Nadia verliebt sich an Anhieb in das Land, das auf sie eine besondere Wirkung ausübt. Aber der konservative Islam verlangt einiges von ihr ab. Am meisten jedoch verlangt die Viel-Ehe alles ab, denn Karim lernt eine weitere Frau kennen, die er gedenkt zu ehelichen.

Mein Fazit:

Hera Lind kann wirklich wunderbare Geschichten schreiben. Locker und flüssig geht es schon gleich los mit der ersten Bekanntschaft zwischen Nadia und Karim.

Beim Lesen musste ich manchmal ungläubig den Kopf schütteln. Wie kann man als gestandene Frau so ein Wagnis eingehen? Wie kann man dazu verführt werden, seine eigene Identität und Kultur zu leugnen? Nadia selbst erfuhr in ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis ähnliche Reaktionen. Dennoch hielt sie an diesem Mann fest, der ihr trotz aller Unterschiede auch sehr viel Liebe und Geborgenheit gab. Auch wenn ich Nadias nahezu blinde Verliebtheit nicht nachvollziehen kann, so ist durchaus zu lesen, dass der Islam auch positive Aspekte hat, zumindest dann, wenn die Menschen sich daran halten.

Ich hätte es nicht ausgehalten, wenn ich ganz ehrlich bin. So ganz allein in einem fremden Land, fremde Kulturen, ja, man versteht die Sprache ja noch nicht einmal. Und dann muss Frau sich auch noch verhüllen und darf noch nicht mal allein das Haus verlassen, geschweige denn, mit fremden Männern reden. So eine Kultur ist für mich sehr schwierig zu verstehen. Akzeptieren? Nur in engen Grenzen. Da prallten tatsächlich zwei verschiedene Kulturen aufeinander und wie Nadia das gemeistert hat, ist schon sehr bewundernswert.

Ein Buch, das mich sehr bewegt hat, aber auch sehr nachdenklich stimmte. Ich bewerte es mit fünf Sternen und einer klaren Lese-Empfehlung.


Verwandt in alle Ewigkeit

Iris Schumann

26. September 2018

Ich bin auf allen Seiten mit Spannung dabei geblieben, alles war stimmig und großartig recherchiert. Da ich Vorträge halte über die Schicksale der Kriegskinder und die Auswirkungen auf unsere Generation, bin ich irgendwann auch auf die Zusammenhänge mit der heutigen “Demenz-Welle” gestoßen.
Aus einigen Quellen habe ich etwas Interessantes herausgelesen und dann beobachtet: der Demente braucht noch etwas, was ihm fehlte.
Sein Trauma in jungen Jahren führt ihn zurück. Er sucht! Dass die liebe Hauptdarstellerin in ihrer Demenz in dieser jugendlichen Art steckt, passt also genau zu ihrem “Mauerbau-Trauma”.
Dass es ihre Mutter nicht trifft, passt natürlich auch.
Wenn mir jemand GÄNSEHAUT machen kann, während ich lese, dann ist dieser Jemand ein GENIE! Danke dafür!


Die Sehnsuchtsfalle

Bianca Märten

25. Juli 2018

Die Sehnsuchtsfalle

Respekt für dieses Buch. Ich habe es in 2 Tagen gelesen. Es ist sehr fesselnd. Dennoch bin ich schockiert über "Rita" .... wie kann man so "männerblind" sein, wenn man ein kleines Kind hat? Diese vielen verlorenen Jahre, in denen sie nichts von ihrem Sohn hatte. Mit nichts kann man diese Zeit "nachholen" ... unfassbar, was diese Frau versäumt hat ...


Hinter den Türen

Sissy0302

16. Juli 2018

Eine dramatische Geschichte

Die Sozialpädagogin Juliane lebt in einer perfekten Welt - sie hat einen liebevollen Ehemann, zwei wundervolle (perfekte) Kinder, ein schönes Haus und einen Job, den sie liebt. Eines Tages sieht sie in der Zeitung, das Pflegeeltern für drei Kinder gesucht werden und überlegt, ob sie ihr Glück nicht teilen sollten. Sie kämpft darum, Pflegemutter der Kinder werden zu dürfen. Und damit fängt ihr Kampf überhaupt erst an, denn zu ihnen ziehen drei traumatisierte Kinder. Und vor allem die Älteste fordert alle heraus.

Anfangs habe ich schwer in das Buch hineingefunden. Mir war die Welt von Juliane zu perfekt - vor allem ihre Kinder. So perfekt, das kann doch nicht sein, ging mir immer wieder durch den Kopf. Wobei ich mir dann schon überlegte, ob das einfach etwas überspitzt erzählt wurde, um die ganze Dramatik richtig aufzuzeichnen. Auch mit Juliane tat ich mir anfangs etwas schwer. Ihr Engagement war bewundernswert, aber immer wieder habe ich mich gefragt, wie eine Sozialpädagogin dermaßen naiv an die ganze Sache herangehen kann. Aber nachdem sie sich das später selber fragte, wurde ich dann doch versöhnt.

Alles in allem ist das Buch sehr gut geschrieben. Man leidet mit, fiebert mit, schüttelt den Kopf, ist entsetzt. Einige Dinge wurden eher oberflächlich erzählt, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Allerdings denke ich, dieses Buch soll einfach nur aufrütteln.

Auf jeden Fall kann ich diese Geschichte empfehlen. Zum einen erzählt sie den schweren Weg als Pflegemutter und das man sich immer erstmal gut mit der Frage auseinandersetzen sollte. Und sie zeigt auch auf wie sehr man auf ein gutes Miteinander mit den bürokratischen Stellen angewiesen ist (wobei ich in diesem Buch wirklich entsetzt war, ob dieses Ausmaß wirklich möglich sein kann???). Und vor allem finde ich an diesem Buch gut, die Gesellschaft aufzurütteln, wie schlimm es manchen Kindern ergeht.


Hinter den Türen

Birgit

7. Juli 2018

Sehr berührend

Ich habe gerade ihr Buch als Hörbuch gehört und bin noch ganz ergriffen. Ich bin Erzieherin und Kinder sind mir sehr wichtig. Ihr Roman nach einer wahren Begebenheit ist sehr erschütternd. War aber sehr schön zu hören. Machen Sie weiter so bitte. Ich bin ein großer Fan von Ihnen.