HERA LIND

Leserstimmen

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Weitere Lesermeinungen

Die Frau, die frei sein wollte

emmy

15. Dezember 2018

Sehr bewegend

"Selmas langer Weg in die Freiheit" hat mich sehr berührt und mitgenommen, da es sich bei der Geschichte um einen sehr bewegenden Tatsachenroman handelt. Sehr intensiv und eindringlich wird die Geschichte der Protagonistin erzählt, die Anfang der 60er Jahre als Gastarbeiterkind nach Deutschland kommt.


Die Frau, die frei sein wollte

Silvia B.

13. Dezember 2018

Liest sich gut

Es ist toll geschrieben, dass man unbedingt weiter lesen möchte - auch wenn man aufgrund einer anderen Kultur manches nicht nachvollziehen kann. Bewundernswerte frau, was sie alles ausgehalten hat und dann noch erreicht hat.


Hinter den Türen

Patricia Scheffold

12. Dezember 2018

Ich liebe Ihre Bücher

Liebe Frau Lind, ich habe ALLE Tatsachenbücher von Ihnen gelesen...und muss jetzt wohl bis Mai 19 warten, bis das nächste rauskommt ...vielen Dank für die Bücher: ich kann da immer nicht mehr aufhören und finde diese Schicksale so interessant. Großes Lob an Sie!! Und an die Menschen, die ihre Geschichten erzählen. DANKE!!!!


Die Frau, die frei sein wollte

Verena

11. Dezember 2018

Ein Roman mit Nachklang

Der Roman „Die Frau, die frei sein wollte“ hat mich beeindruckt. Hera Lind beschreibt hier die wahre Geschichte einer jungen Deutsch-Türkin, die in einem stark patriarchisch geprägten Umfeld aufwächst. Immer wieder fügt sie sich ihrem vermeintlichen Schicksal, dass ihr einen gewalttätigen Ehemann zur Seite gestellt hat. Hilfe kann sie kaum erwarten, da Ehre und Stolz der Familie beschmutzt werden könnten.
Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, warum die Protagonistin sich über so eine lange Zeit diesem Martyrium aussetzt, wieso sie nicht aufbegehrt und sich aus ihren Fesseln löst. Sie möchte frei sein, kann sich aber aufgrund ihre indoktrinierten Erziehung nicht aus ihrer Situation lösen.
Das Buch steht meiner Meinung exemplarisch dafür, wie sehr Erziehung bzw. erlernte gesellschaftliche Konventionen einen Menschen prägen können. In diesem Fall fast bis zur Selbstaufgabe. Umso stärker, dass die Hauptperson es schafft, sich letztendlich doch zu befreien und ein neues Leben zu beginnen. Ein Vorbild für Frauen in der gleichen oder ähnlichen Position! Deshalb lesenswert!
Einzig und allein der Schreibstil war nicht so mein Fall. Zwischendurch zog sich das Buch etwas und die Schreibweise war teilweise etwas „platt“.


Die Frau, die frei sein wollte

Kiki

11. Dezember 2018

Die Frau, die frei sein wollte

Die junge Türkin Selma wächst in Deutschland in relativ modernen Verhältnissen auf. Sie will ihr Abitur machen und den Medizinstudenten Ismet heiraten. Eines Tages steigt sie zu Orhan, einem Bekannten, der sie nach Hause fahren will, ins Auto. Er bringt sie jedoch zu seiner Familie, dort wird Selma geschlagen und eingesperrt, bis sie einwilligt, Orhan zu heiraten. Dieser schlägt und demütigt sie über Jahre, und sie lässt alles über sich ergehen, denn er droht damit, sie und ihre Familie zu töten. Erst als sie eine Tochter bekommt, beginnt sie langsam sich zu wehren. Mit Hilfe ihrer Familie, die lange nur teilnahmslos zugeschaut hat, gelingt es ihr sich zu befreien und ein "normales" Leben zu führen.


Die Frau, die frei sein wollte

Elke König

10. Dezember 2018

Bewegend und nachdenklich stimmend.

Inhaltsangabe:

Ruhrgebiet 1979: Selma, 17 Jahre alt und Türkin mit Herz und Seele, steht kurz vor ihrer ersehnten Hochzeit mit Ismet, als ihr Leben aus den Fugen gerät. Orhan, Sohn von entlassenen Mitarbeitern ihres Vaters, kann sie in einem unverfänglichen Moment entführen und raubt ihr die Ehre, ihre Fröhlichkeit und die Lust zum Leben.

Mit Gewalt herrscht er über sie, hält sie in der Wohnung gefangen und manipuliert sie in jeder Sekunde. Den Kontakt zu ihrer Familie lässt er nicht zu. Als sie ihre Tochter zur Welt bringt, weiß sie, dass sie handeln muss. Doch sie braucht dazu Hilfe.

Mein Fazit:

Meine Eltern haben früher nicht mit Geschichten gespart, wenn es um die türkischen Gastarbeiter ging. Sehr viele Vorurteile wurden geschürrt, aber vieles stimmte auch einfach – so im Nachhinein betrachtet.

Inzwischen bin ich erwachsen und habe mir schon mein eigenes Bild über meine Mitmenschen gemacht, die türkische Wurzeln haben. Es sind durchweg positive Erfahrungen gewesen, dennoch ist immer ein Rest Vorsicht geblieben.

Das, was Selma in ihrer Geschichte schildert, hätte aber durchaus auch jedem deutschen Mädchen passieren können, wenn es in einer ähnlichen Familienstruktur aufgewachsen wäre. Jungs durften alles und die Mädchen mussten ihre Tugend bis aufs Blut verteidigen. Welche zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, die dort immer wieder geschildert wird und die Selma für sich auch so verinnerlicht hat.

Die Geschichte ist bewegend, bestätigt das eine oder andere Klischee und Vorurteil, doch offenbahrt sich an manchen Stellen, das auch in anderen Kulturen nicht alles gedulded wird. Doch der Preis scheint dafür oftmals sehr hoch zu sein.

Ich habe mit Selma gelitten, mich mit ihr gefreut und sie für ihren Mut und ihren Kampfeswillen bewundert. Es ist schon fast unmenschlich, was sie geleistet hat. Aber sie hat sich vom Schicksal nicht klein kriegen lassen. Es soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mehr als nur schwer ist, aus so einer Situation auszubrechen.

Mit überzeugten und nachdenklichen fünf Sternen kann ich das Buch sehr empfehlen.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.


Die Frau, die frei sein wollte

Janesway

10. Dezember 2018

Sehr bewegend

Alte türkische Vorstellungen von Ehre und Verpflichtung bestimmen Selmas Leben. Glücklicher Weise kommt sie mit ihrer Familie bei der Wahl ihres zukünftigen Ehemannes überein. Doch dann steigt sie zu Orhan ins Auto. Ab diesem Moment gibt es kein Zurück. Denn Orhan wird sie nicht freigeben.

Wie eine einzige Entscheidung im Leben alles umwerfen und auf den kompletten weiteren Lebensweg Einfluss haben kann, dessen wird man hier auf äußerst erschreckende Weise gewahr. Selmas Los wünscht man wahrhaftig niemandem und ihre Verzweiflung in ihrer ausweglosen Lage ist so greifbar, dass ich manche mitfühlende Träne ließ.

Schon nach wenigen Seiten sind wir auf dem Stand, den uns der Buchrücken vorgibt und damit mit dem bereits zu erwartenden Handlungsverlauf am Ende. Was danach kommt, trifft ganz unvorbereitet, aber zielsicher. Es ist eine Erzählung von schrecklicher Ungerechtigkeit, Machtlosigkeit und körperlichem sowie seelischem Leid. Aber auch von dem Recht auf ein unbeschwertes Leben, dem Wunsch nach Selbstbestimmung und von dem Versuch einer Blume, sich trotz grauer Wolken Richtung Sonne zu strecken.

Selma macht charakterlich viele Entwicklungen durch: mal ist sie stolz, mal voller Trauer, mal sehnsüchtig, dann ängstlich…sie ist sehr facettenreich. Und sie zu begleiten, war mir ein echtes Erlebnis. Zeitsprünge in Selmas Kindheit brachten nochmal ganz andere Seiten von ihr zum Vorschein oder erklärten Hintergründe und Beweggründe, auch wenn ich am liebsten bei der Haupthandlung blieb.

Das Buch habe ich regelrecht verschlungen, wie es mir schon ewig nicht mehr passiert ist. Hera Linds schonungslose Beschreibungen verfehlen ihre Wirkung nicht. Mit dem Wissen darum, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, prägen sich die Ereignisse sehr ein.

Ich wünsche dir, „Selma“, weiterhin viel Stärke im Kampf gegen deine Dämonen aus der Vergangenheit. So viele Jahre, in der deine Geschichte verschlossen in dir ruhte…jetzt wird sie hinausgetragen in die Welt, auf dass das Leid und das Unrecht Gehör finden und dein Mut andere ansteckt, sich nicht in ihr vermeintliches Schicksal zu ergeben.

„Sobald der erste Schritt getan ist, kann es nur noch vorwärts gehen.“
(Hera Lind: Die Frau, die frei sein wollte. Diana Verlag)


Die Frau, die frei sein wollte

Janesway

10. Dezember 2018

Sehr bewegend

Alte türkische Vorstellungen von Ehre und Verpflichtung bestimmen Selmas Leben. Glücklicher Weise kommt sie mit ihrer Familie bei der Wahl ihres zukünftigen Ehemannes überein. Doch dann steigt sie zu Orhan ins Auto. Ab diesem Moment gibt es kein Zurück. Denn Orhan wird sie nicht freigeben.

Wie eine einzige Entscheidung im Leben alles umwerfen und auf den kompletten weiteren Lebensweg Einfluss haben kann, dessen wird man hier auf äußerst erschreckende Weise gewahr. Selmas Los wünscht man wahrhaftig niemandem und ihre Verzweiflung in ihrer ausweglosen Lage ist so greifbar, dass ich manche mitfühlende Träne ließ.

Schon nach wenigen Seiten sind wir auf dem Stand, den uns der Buchrücken vorgibt und damit mit dem bereits zu erwartenden Handlungsverlauf am Ende. Was danach kommt, trifft ganz unvorbereitet, aber zielsicher. Es ist eine Erzählung von schrecklicher Ungerechtigkeit, Machtlosigkeit und körperlichem sowie seelischem Leid. Aber auch von dem Recht auf ein unbeschwertes Leben, dem Wunsch nach Selbstbestimmung und von dem Versuch einer Blume, sich trotz grauer Wolken Richtung Sonne zu strecken.

Selma macht charakterlich viele Entwicklungen durch: mal ist sie stolz, mal voller Trauer, mal sehnsüchtig, dann ängstlich…sie ist sehr facettenreich. Und sie zu begleiten, war mir ein echtes Erlebnis. Zeitsprünge in Selmas Kindheit brachten nochmal ganz andere Seiten von ihr zum Vorschein oder erklärten Hintergründe und Beweggründe, auch wenn ich am liebsten bei der Haupthandlung blieb.

Das Buch habe ich regelrecht verschlungen, wie es mir schon ewig nicht mehr passiert ist. Hera Linds schonungslose Beschreibungen verfehlen ihre Wirkung nicht. Mit dem Wissen darum, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, prägen sich die Ereignisse sehr ein.

Ich wünsche dir, „Selma“, weiterhin viel Stärke im Kampf gegen deine Dämonen aus der Vergangenheit. So viele Jahre, in der deine Geschichte verschlossen in dir ruhte…jetzt wird sie hinausgetragen in die Welt, auf dass das Leid und das Unrecht Gehör finden und dein Mut andere ansteckt, sich nicht in ihr vermeintliches Schicksal zu ergeben.

„Sobald der erste Schritt getan ist, kann es nur noch vorwärts gehen.“


Die Frau, die frei sein wollte

Anja

9. Dezember 2018

Tolles Buch!

Mir hat das Buch sehr gefallen.
Es war sehr bewegend, die Geschichte von Selma zu verfolgen, wie sie als Opfer um ihre Freiheit und Selbstständigkeit kämpft!
Leider ist dieses Thema Gewalt in der Ehe weit verbreitet.
Es rüttelt einen wach, mal genauer hin zu sehen. Wer weiß, wie vielen Frauen in der Nachbarschaft es so geht?


Die Frau, die frei sein wollte

Biggi

5. Dezember 2018

Lesenswert

Die Geschichte ist tragisch, man kann sich kaum vorstellen, was die junge Frau erdulden musste! Sehr gutes Buch!