HERA LIND

Leserstimmen

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Weitere Lesermeinungen

Mein Mann, seine Frauen und ich

Diane Jordan

15. Mai 2017

Himmlische Ehe

Fremde Kulturen, Sitten, Gebräuche, der Blick hinter diese Kulissen ist reizvoll. Also, jedenfalls für mich und ich möchte „Multikulti“ gerne verstehen und auch ein wenig diese Kulturen in mein eignes Leben einbauen. Vielleicht nicht gleich wie im vorliegenden Buch „Mein Mann, seine Frauen und ich“ von Hera Lind, die Vielehe. Da bin ich eher altmodisch und zudem rasend eifersüchtig. Meinen Mann möchte ich für mich alleine und nicht mit anderen Frauen teilen ;-). Aber Urlaube, Kochrezepte, Tänze, Lieder, Sagen und Märchen, da bin ich gerne dabei und nutze diese Anregungen. Der gebundene Roman ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben und das merkt man ihm an. Das hat Hera Lind super umgesetzt. Meiner Meinung nach ist er gerade darum so packend, berührend und unter die Haut gehend. Emotional und eindrücklich geschildert erlebt man als Leser alle Höhen und Tiefen dieser „multikulturellen“ Verbindung. Man taucht ein in muslimische Welten und blickt als Kleinstädter etwas rat- und fassungslos auf die besonderen Umstände, in die die Protagonistin Nadia immer mehr gerät. Im ersten Moment habe ich noch gedacht, warum tut sie sich das an und haut nicht ab. Aber Seite um Seite wurde ich mehr in den Bann gezogen und musste erkennen, dass es noch mehr zwischen Himmel und Erde gibt. Und wie meine Oma schon sagte: „Die Liebe geht seltsame Pfade“ und ist wohl auch eine „Himmelsmacht“. Kicher, trotzdem würde ich die Flucht ergreifen und so etwas nicht mit mir machen lassen! Egal, wie nett und charmant der Mann auch wäre. Da würde ich kein Pardon kennen! Viel Spass ☺ beim Lesen.

Inhalt:
Nach ihrer Scheidung genießt Nadia Schäfer die Unabhängigkeit. So lernt sie Karim kennen, einen gläubigen und gebildeten Moslem. Sie lässt sich auf ihn ein, heiratet ihn sogar, weil der Islam Liebe ohne Trauschein verbietet. Dass Karim bereits Frau und Kinder hat und die Ehe fortbesteht, nimmt sie in Kauf, denn er trägt Nadia auf Händen. Sie ziehen in den Oman, wo Nadia nur tief verschleiert aus dem Haus gehen darf. Sie tut es für Karim – ein fürsorglicher Ehemann, der sich auch noch um seine erste Frau kümmert. Bis er eines Tages Ehefrau Nummer drei mit nach Hause bringt …





Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von "Die Champagner-Diät" und "Verwechseljahre" bis "Eine Handvoll Heldinnen" sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen "Kuckucksnest", "Die Frau, die zu sehr liebte" und "Die Sehnsuchtsfalle" eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.


Weitere Bücher:
Die Sehnsuchtsfalle, Tausendundein Tag, Kuckucksnest,


Fazit: 5 Sterne**** Lesetipp ☺ „Hera, ich hab dich wieder lieb“, dein Schreibstil nach einer wahren Begebenheit gefällt mir wieder ausnehmend gut und das Buch empfinde ich als gelungen, wenn ich auch nicht mit allem einverstanden bin, was dort berichtet und geschrieben steht.
„Mein Mann, seine Frauen und ich“ ist im Diana Verlag erschienen. Es hat 400 Seiten und kostet 19,99 Euro.



Drei Männer und kein Halleluja

Bibo

23. April 2017

Nichts Neues

Ich habe immer gern Hera Lind gelesen. Bei diesem Buch jedoch hat man beim Lesen das Gefühl: Das ist alles schon mal dagewesen: Eine Sängerin weiß nicht, von wem sie schwanger ist. Auch die Namen „Mörsenbroich“, „Pauline“ und „Kleinehellefort“ tauchten in vergangenen Büchern schon mal auf. Ansonsten ist die Geschichte ganz nett, aber eben nicht neu. Natürlich spielt sich die Handlung wieder in Salzburg ab, wie auch schon einige andere. Liebe Hera Lind, auch wenn man in Salzburg lebt und es dort herrlich findet, kann man ja auch mal Bremen, Hamburg, Erfurt oder Dresden zum Mittelpunkt einer Geschichte werden lassen.


Drei Männer und kein Halleluja

Gudrun

16. April 2017

Die Autorin ist mit diesem Roman wieder in das frühere Genre Frauenroman abgedriftet und hat hier ein amüsantes Buch geschrieben, dass mich allerdings nicht ganz vom Hocker gerissen hat

Habe bereits mehrere Bücher von Hera Lind gelesen und weil ich den locker-legeren Schreibstil so gerne mag, habe ich auch dieses hier gelesen.

Aber, jetzt rollen wir die Sache nicht von hinten auf, sondern beginnen beim Cover.

Durch die Farbgebung und die Abbildungen lässt sich hier schon richtig vermuten, dass es sich um einen Frauenroman "für nebenbei" handelt.

Mit dieser Vermutung liegt man auch ganz richtig. Als ich nur den Namen der Autorin gelesen habe, bin ich zuerst davon ausgegangen, dass es sich, wie bei ihrem Roman "Die Sehnsuchtsfalle", den ich zuletzt von ihr gelesen habe, um einen Tatsachenroman handelt, der dann doch intensiver in die Tiefe geht und auch aufwühlend ist und zum Nachdenken anregt.



Mit diesem Frauenroman der etwas leichteren Art ist die Autorin in ihr früheres Genre Frauenroman zurückgedriftet. Also, dieser Roman eignet sich gut, wenn man einfach nur abschalten und die Seele baumeln lassen will. Hier wird das Leben mal nicht so ernst genommen. Der Schreibstil ist locker-leger und flüssig, wobei ich die ersten 100 Seiten doch eher eine Einlesephase benötigte. Irgendwie hat mir hier zu Beginn der Schmiss gefehlt und dadurch war ich nicht so ganz vom Geschehen mitgerissen, sondern bin immer mal wieder abgedriftet.

Manchmal wurden die Pointen auch etwas zu heftig übertrieben, wie beispielsweise auch die Namensgebungen, die zwar durch die Vorstellung der Charaktere passend und witzig anmuten sollen, aber, dies hat mich nur teilweise zum Schmunzeln gebracht. Hier hatte ich doch eher das Gefühl, dass hier gewaltsam ein Gag gezaubert werden sollte.

Aber, nichtsdestotrotz ist der Frauenroman gut zu lesen und einige amüsante Anekdoten lassen sich immer wieder finden.



Das Buch handelt von Wanda, die am Beginn ihrer Berufslaufbahn zur Sängerin oder Lehrerin oder oder oder steht....Schon bald stellen sich die Weichen in eine bestimmte Richtung und sie findet eine Anstellung im TV-Fernsehchor. Das Leben als Chormitglied ist durch die unterschiedlichen Charaktere, die nicht immer ganz ohne sind, sehr abwechslungsreich und stellt doch so einige Hürden auf. Eine turbulente Zeit beginnt.



Mein Fazit: Die Autorin ist mit diesem Roman wieder in das frühere Genre Frauenroman abgedriftet und hat hier ein amüsantes Buch geschrieben, dass mich allerdings nicht ganz vom Hocker gerissen hat


Drei Männer und kein Halleluja

zauberblume

10. April 2017

Nette Unterhaltung

Der neueste Roman von Hera Lind "Drei Männer und kein Halleluja" ist ein nette Unterhaltungslektüre für zwischendurch.

Unsere Protagonistin ist die 24jährige Wanda. Wanda hat eine wunderbare Stimme und nimmt auch fleißig Gesangsunterricht. Doch eine Operndiva wird sie nicht werden, denn sie hat einfach viel zu viel Lampenfieber. Deshalb entschließt sich Wanda, Lehrerin zu werden und unwilligen Schüler einfach Gesangsstücke beizubringen. Doch das Schicksal meint es gut mit ihr, sie wird in des Esemble des Klassisch-TV Senders aufgenommen. Ein wahrer Glückgriff für Wanda. Und in dem Esemble sorgt Wanda für einigen Wirbel. Doch dann wird Wanda schwanger und es kommen gleich drei Väter in Frage. Aber Wanda nimmt alles eigentlich sehr gelassen ......

Es ist wirklich eine wunderbare Unterhaltungslektüre und Wanda mischt den Chor ja mächtig auf. Und wie sollte es anders sein, gibt es auch hier Intrigen, Neid und vieles mehr. Wanda ist ein gute Laune Mensch, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Und dann ihre ganzen Verehrer, das wird von einigen Chormitglieder nicht so gern gesehen. Es es gibt einigen Tumult. Aber Wanda ist ja die Ruhe selbst , meint man zumindest. Es gibt ja auch einiges zum Schmunzeln. Ich habe mit dem Buch einen kurzweiligen Lesenachmittag verbracht. Doch irgendwie hat diesesmal eine klitze Kleinigkeit gefehlt.

Eine unterhaltsame Geschichte, die uns in die Welt der Musik entführt und für gute Unterhaltung sorgt. Gerne vergebe ich 4 Sterne.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die frischen Farben sind ein echter Hingucker.


Drei Männer und kein Halleluja

Diane Jordan

3. April 2017

Klamauk ...

Drei Männer und kein Halleluja

Rezension Diane Jordan

Schade, schade …. Irgendwie scheinen meiner Lieblingsautorin die Ideen auszugehen. Die Handlungsstränge scheinen irgendwie schon einmal dagewesen zu sein und alles wirkt grotesk und unglaubwürdig. Klamauk vom Lande würde meine Oma sagen und ich muss ihr Recht geben. Im Theater oder TV gibt es leider schon zu viel von dieser Machart und der Taschenbuch-Roman „Drei Männer und kein Halleluja“ von Hera Lind wirkt dadurch meines Erachtens sehr, sehr albern. Weniger wäre hier mehr gewesen, da bin ich mir sicher! Es scheint der Autorin auch nicht so gut zu gelingen die Situationskomik an die Leser weiterzugeben und dadurch bekommt der Plot eine Schieflage und wirkt unglaubwürdig. Die Protagonistin Wanda, die Männer und das ganze Drumherum lassen mich innerlich rebellieren und aufschreien: “Hera, dass kannst du besser, denn ich habe schon richtig witzige Bücher von dir gelesen!“

Inhalt:

Wanda sollte eigentlich Lehrerin werden – und sieht sich schon mit unwilligen Schülern „Danke für meine Arbeitsstelle“ zur Gitarre singen. Da gelingt ihr der Sprung in einen Fernsehchor. Plötzlich ist sie die Neue, viel Umworbene und wirbelt mit ihrer Lebensfreude alles durcheinander. Klar, dass die Platzhirsche Anspruch auf die fröhliche Frau zu haben glauben. Neid, Intrigen und Chaos sind die Folgen. Und als Wanda schließlich schwanger wird, kommen gleich drei Väter infrage, die aber auf keinen Fall enttarnt werden wollen. Wanda nimmt es gelassen, bis sich die Situation zuspitzt …

Die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie gleich mit ihren ersten Romanen „Ein Mann für jede Tonart“ und „Das Superweib“ sensationellen Erfolg hatte. Mit „Die Champagner-Diät“ stand sie erneut wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, es folgten „Schleuderprogramm“, „Herzgesteuert“ und der zuletzt erschienene Roman „Die Erfolgsmasche“. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Fazit: 2 Sterne** für diese platte Komik und den ganzen Wirbel um Wanda und ihre Männer. Manche Bücher muss man einfach nicht lesen und dieses gehört definitiv dazu.

„Drei Männer und kein Halleluja“ ist im Diana Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.




Eine Handvoll Heldinnen

Blog-a-holic

19. März 2017

Leider übers Ziel hinausgeschossen

Zum Inhalt:

AUGEN ZU UND DEM HERZEN FOLGEN

Katja lebt nur für Mann, Tochter, Hund und Haushalt, und einen Job wuppt sie auch noch nebenbei. Alle halten das für selbstverständlich, und keiner dankt es ihr. Erst die originelle Nachtclubbesitzerin Erna zeigt ihr, dass man für Dienstleistungen jeder Art auch Anerkennung erwarten kann. Und so ist Erna eine von fünf Heldinnen, durch die sich Katjas Leben plötzlich ändert …



Über die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von "Die Champagner-Diät" und "Verwechseljahre" bis "Eine Handvoll Heldinnen" sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen "Der Mann, der wirklich liebte", "Die Frau, die zu sehr liebte" und "Kuckucksnest" eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.



Mein Fazit und meine Rezension:

Was habe ich mich mal wieder gefreut ein Buch von Hera Lind in den Händen zu halten (und auch zu verschlingen!), wie ich es von ihr gewohnt bin! Die neuen Geschichten auf wahren Begebenheiten sind zwar interessant, aber DAS HIER ist Hera Lind wie sie leibt und lebt - immer mit einem "kleinen" Hang zur Übertreibung ;)

In diesem Buch treffen wir auf wahre Heldinnen:

Zum einen auf Katja, die einen wahren Macho zum Ehemann hat und ihm tatsächlich unterwürfig begegnet. Auch mit ihrer 19-jährigen Tochter kommt Katja auf keinen grünen Zweig. Höchste Zeit aus dem Alltag auszubrechen und sein Leben in die Hand zu nehmen. Auf diesem "Ausbruch" begegnet Katja verschiedenen Frauen, allesamt starke Charaktere, die ihre eigene Geschichte haben - auf ihre Art und Weise "Heldinnen" sind - und die letzten Endes auch Katjas Leben beeinflussen. Da haben wir zum Beispiel die Berliner Bordellbesitzerin, bei der Katja kurzer Hand als Domina aushilft und dabei auf ihren Ex-Chef trifft ... ob es Katja aber gelingt, aus ihrem alten Leben auszubrechen und endlich ein Leben zu führen, das ihr zusagt, fernab von ihrem Mann und ihrer selbstsüchtigen Tochter, das müsst ihr selbst herausfinden.

Ich habe bewusst nicht allzu viel über die Geschichte geschrieben, sonst wäre das ganze Buch schon verraten. Hera Lind ist zurück in ihrem alten Metier, doch leider trieft dieser Roman nahezu vor lauter Geschichten und Schicksalen, die interessant sein sollen, den Leser aufwühlen und gleichermaßen unterhalten sollen, es aber nicht so ganz hinbekommen - da es entweder zu exotisch oder aber einfach zu unrealistisch (und übertrieben) ist! Ich könnte euch jetzt einige Beispiele aufzählen, nur dann erzähle ich hier wirklich alles! Da muss ich mich doch glatt beherrschen.

Mir sind einige Romane von Hera Lind bekannt und ich kenne und liebe ihren Schreibstil, doch mit diesem Roman hat sie sich wirklich ein Buch geleistet, das ich einfach nicht einsortieren kann. Es sind viele Geschichten aneinandergereiht, jede soll berühren, den Leser bewegen und doch noch humorvoll sein - doch klappt es dieses Mal nicht so ganz.

Bleiben wir einfach mal bei dem Hauptcharakter Katja: eine Hausfrau, die sich von ihrem Ehemann unterbuttern lässt, der nicht nur als Macho, sondern vielmehr als Tyrann auftritt und sie - als armes Frauchen - leistet keine Gegenwehr. Dann haben wir da noch ihre Tochter, 19 Jahre alt, die von ihrer Mutter abgöttisch geliebt wird, die ihre Mutter selbst aber wie Dreck behandelt. Erst gegen Ende kommen sich Mutter und Tochter (sowie Enkeltochter) näher - allerdings in einer Umgebung, in der man es nicht erwartet hätte (Hape Kerkeling lässt grüßen!) und in der ein Säugling absolut nichts zu suchen hat.

Alles in einem kann ich sagen: Hera Lind ist mit diesem Buch wieder weg von den Romanen, die auf einer wahren Begebenheit beruhen, hat aber hier viel zu viel Anlauf genommen, um im alten Genre zu landen und ist damit übers Ziel hinausgeschossen. Weniger (Drama) ist manchmal mehr (Geschichte) ;) Trotz allem bin ich gespannt auf ihre nächsten Romane!


Die Sehnsuchtsfalle

Sonjas Bücherinfos

4. März 2017

Lässt mich ratlos zurück

Als ich angefangen habe zu lesen, dachte ich mir erst es ist alles sehr überspitzt und übertrieben. Rita trauert um ihren geliebten Tony, aber vergisst dabei ganz ihren Sohn. Ich persönlich weiß nicht was ich von Rita halten soll, denn sie trifft Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen kann und ich glaube jede Mutter würde das so sehen. Es kommt für mich so rüber, als wie wenn sie sehr egoistisch durchs Leben geht. Klar sie hatte es nicht immer leicht, aber das ist noch lange kein Grund sich so gehen zu lassen, denn sie hat schließlich noch Verantwortung. Rita ist unglaublich naiv und ich glaube selbst eine 15 Jährige, die frisch verliebt ist, wäre vernünftiger. Sie macht nach der Verhaftung eine schlimme Zeit durch, aber die Reue kommt da leider etwas zu spät.

Die weiteren Protagonisten konnten mich da schon etwas mehr überzeugen. Ritas Sohn tut mir unglaublich leid und ich an seiner Stelle, hätte mich wohl für meine Mutter geschämt. Alle anderen Charaktere haben ihr eigene Last zu tragen und gerade vor den Frauen im Gefängnis hatte ich den allergrößten Respekt.

Die Umgebungsbeschreibungen sind natürlich sehr authentisch und detailreich. Da musste ich wirklich schlucken, denn so etwas wünscht man nicht mal seinem schlimmsten Feind. Rita musste da viel erleben und wirklich durch die Hölle gehen. Ich war zum Teil wie gefangen in der Geschichte, weil ich das alles gar nicht richtig glauben konnte. Aber natürlich gab es auch ein paar schöne Orte, die man sich bildlich vorstellen konnte und auch etwas glücklicher wirkten.

Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und so kann man das Buch kaum noch zur Seite legen, auch wenn man manche Dinge einfach nicht versteht. Die Autorin erzählt mit viel Offenheit Ritas Geschichte und lässt nichts aus. Ich konnte mir selber ein Bild von den ganzen Umständen machen und war wie in einem Bann. Einerseits passiert viel in Ritas Leben, andererseits dreht sich aber auch immer wieder alles um dasselbe. Das Ende kam mir persönlich etwas zu schnell und zu perfekt. Klar es ist eine wahre Geschichte, aber ich denke zwischendurch sind dann schon noch andere Dinge vorgefallen, die gar nicht erzählt wurden.


Fazit
Alles in allem habe ich diese wahre Geschichte gerne gelesen, dennoch bleiben viele Fragen offen, was sich Rita in bestimmten Situationen gedacht hat. Es war durchaus spannend und gefühlvoll, trotzdem lässt mich das Buch etwas ratlos zurück.


Die Sehnsuchtsfalle

BookEmotions

26. Februar 2017

Rezension: Die Sehnsuchtsfalle


Meine Meinung:
Wie alle Bücher von Hera Lind hat mir auch das Buch wieder super gefallen ich habe es an einem Tag durch gelesen. Es hat meine Erwartungen übertroffen.
Die Spannung ist bis zum Ende da und der Schreibstyle ist wie gewohnt super.
Nur zu empfehlen.

Ich gebe dem Buch: 5 Sterne


Die Sehnsuchtsfalle

Fadentante

31. Januar 2017

E-Book : Die Sehnsuchtsfalle

Als Rita kurz vor dem Abi den aus Ghana stammenden Studenten Tony kennenlernt, ist es die große Liebe. Sie wird schwanger, doch Tony muss zurück in seine Heimat. Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen. Rita kann ihr Glück kaum fassen, aber es ist nur von kurzer Dauer. Tony stirbt bei einem Autounfall. Und weil sie blind vor Kummer ist, wird sie in Brasilien in eine Falle gelockt: Man erwischt sie mit einer großen Menge Kokain und verhaftet sie. Damit gerät Rita in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt …

Das war bereits wieder so ein Roman nach einer wahren Geschichte von Hera Lind, bei dem man das Buch einfach nicht zur Seite legen kann.

Ok, beim Lesen habe ich mir oft die Frage gestellt, wie ein einzelner Mensch, wie eben diese Rita, so naiv und blind sein kann. Rita, die vor lauter Sehnsucht, ihrem Sohn einen Vater zu geben, immer wieder an die "falschen" Männer gerät. Immer auf der Suche, dem Sohn, dessen Vater ein Schwarzer ist, einen ebenfalls dunkelhäutigen Mann als Vaterfigur zur Seite zu geben, verwickelt Rita immer wieder, kaum dass sie ihr Leben geregelt hat, in eine Katastrophe nach der anderen. Und so geschieht es auch, dass sie unter dem Vorwand, den Vater ihres Sohnes in Brasilien zu finden, nach Brasilien fliegt und dort als Drogenkurier missbraucht wird. Natürlich wird sie verhaftet und kommt in ein brasilianisches Gefängnis. Dort erlebt sie die Hölle auf Erden, so dass sie manchmal bereits mit ihrem Leben abschließt, abschließt mit dem Gedanken, ihr Kind niemals mehr wiedersehen zu können. Der geliebte Sohn, von dem sie nicht weiss, wo er während ihres Gefängnisaufenthaltes lebt und wie es ihm geht. Fast nicht vorstellbar, wie es einer Mutter so gehen kann !

Na ja, am Ende wird Rita entlassen, kann genug Geld in Brasilien sparen, um wieder nach Deutschland zu kommen, findet auch ihren Sohn wieder, aber die Gefängniszeit hat Rita doch verändert. Sie hat Schwierigkeiten, in Deutschland zurecht zu kommen. Nur ihr Sohn und ein kleiner Straßenjunge, den Rita nach ihrer Haft aufgenommen hat, sind die Lichtblicke in ihrem Leben. Die Geschichte hat zwar ein Happy End, aber so richtig glücklich kann man mit dem Ende nicht sein, eben eine Geschichte, die das Leben schrieb, ohne Himmel hoch jauchzendes Glück am Ende, sondern eben das stille kleine Glück, das man auch schätzen und lieben lernen kann.

Dieses Buch hat wieder einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, nicht nur, dass ich das Buch wieder in kürzester Zeit gelesen habe, sondern auch, dass es mich noch Tage, nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, beschäftigt, was für eine Geschichte !

Meine Bewertung :
5 von 5 möglichen Punkten

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag bedanken, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Jedoch möchte ich ebenso betonen, dass es sich bei meiner Rezension um meine eigene Meinung handelt.


Die Sehnsuchtsfalle

Blog-a-holic

30. Januar 2017

Hera Lind - wann kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück?

Zum Inhalt:

Als Rita kurz vor dem Abi den aus Ghana stammenden Studenten Tony kennenlernt, ist es die große Liebe. Sie wird schwanger, doch Tony muss zurück in seine Heimat. Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen. Rita kann ihr Glück kaum fassen, aber es ist nur von kurzer Dauer. Tony stirbt bei einem Autounfall. Und weil sie blind vor Kummer ist, wird sie in Brasilien in eine Falle gelockt: Man erwischt sie mit einer großen Menge Kokain und verhaftet sie. Damit gerät Rita in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt …



Über die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von "Die Champagner-Diät" und "Verwechseljahre" bis "Eine Handvoll Heldinnen" sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen "Der Mann, der wirklich liebte", "Die Frau, die zu sehr liebte" und "Kuckucksnest" eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.



Mein Fazit und meine Rezension:

Hera Lind ist eine Bestsellerautorin und nicht nur mir, sondern auch vielen anderen treuen LeserInnen bekannt aus dem Romantik-Genre. Wie gerne habe ich ihre Bücher gelesen und später dann auch meiner Mutter gegeben, denn auch sie ist ein begeisterter Hera Lind-Fan.

Bereits mit dem letzten Buch "Kuckucksnest" hat die Autorin bewiesen, dass sie nicht nur im Romantik-Genre Zuhause ist, sondern auch Geschichten schreiben kann bzw. erzählen kann, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Und auch dieses Mal ist es wieder so weit:

Hera Lind erzählt die Geschichte von Rita Rosario, einer Frau, die einige Schicksalsschläge im Leben mitgemacht hat, zuletzt den plötzlichen Unfalltod ihres geliebten Mannes. So gut es geht macht sie weiter, auch im Hinblick auf ihren Sohn. Doch wie soll eine vom Leben gezeichnete Frau mit der Nachricht umgehen, dass ihr Mann bei dem Unfall doch nicht umgekommen ist? Dass er noch lebt? Und dass er sich in einem fremden Land aufhält und dort ein neues Leben führt? Rita ist geschockt und wird zugleich von einer unbändigen Kraft gepackt: sie will ihren Mann finden!

Mit Hilfe ihres Nachbars findet sie den jetzigen Aufenthaltsort heraus und begibt sich auf die Reise, hin zu ihrem tot geglaubten Ehemann. Doch leider ist der so nette Nachbar nicht der freundliche und hilfsbereite Mensch, der er vorgibt zu sein: in Brasilien wird Rita von der Polizei verhaftet, da man bei ihr eine große Menge Kokain findet und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf ... Rita kommt ins brasilianische Gefängnis ohne Aussicht auf ein glückliches Ende.

Hera Lind weiß, wie sie ihre Leser fesselt. Ihr Schreibstil ist einfach prägnant und gerade in dieser Geschichte hat es sich von neuem gezeigt: die Autorin ist kein Neuling auf ihrem Gebiet! Rita Rosario, die Protagonistin, wurde von Hera Lind interviewt, sie hat ihre Tagebücher erhalten, die sie in der Gefangenschaft verfasst hat und daraus eine Geschichte "zusammengekürzt". Leider fällt gerade dieser Aspekt sehr ins Auge! Die Geschichte von Rita ist an einigen Stellen zu kurz, zu zusammengefasst und Leser-gerecht-in-Häppchen-geschrieben. Mir kam es manchmal so vor, als ob man an den falschen Stellen gekürzt hat!

Auch mit Rita bin ich absolut nicht warm geworden. Sie stellt sich selbst als Opfer in der gesamten Geschichte dar, doch dass sie auch eine Mitschuld an dem Erlebten trägt, will sie nicht einsehen! Ich finde ihr Verhalten meist naiv, wenn nicht sogar fahrlässig! Auf kurz oder lang war klar, dass etwas derartiges passiert! Ich weiß nicht, ob Rita wirklich diesen Charakter hat, wie er im Buch beschrieben wurde oder aber ob hier auch gekürzt wurde, aber genau so, kann man sie als Leser nicht für voll nehmen. Meines Erachtens ist sie kopflos in ein Abenteuer gestürzt, was sie selbst zu verantworten hat. Dem toten Ehemann in ein fremdes Land "nachjagen", regelrecht einem Hirngespinst folgen, dabei das Kind in der Obhut eines Mannes lassen, der wohl der Drahtzieher hinter dem Kokainschmuggel war und die mitgenommene Ware noch nicht mal inspizieren oder hinterfragen?! Dann zum toten Ehemann: hat es keine Beerdigung gegeben? Hat sie nicht Abschied nehmen können? Fragen über Fragen, die Geschichte ist sehr obstrus und wird durch die vielen Rückblenden in die Vergangenheit auch nicht besser - eher fragwürdiger.

Zu guter letzt: der Schluss! Nein, ich verrate nicht, wie es ausgeht - obwohl in einigen anderen Rezensionen gespoilert wird - nur soviel: mir ging es einfach zu schnell! Auch hier war wohl wieder ein dicker Rotstift am Werk, den man etwas im Zaum hätte halten müssen.

Alles in einem entspricht dieses Buch nicht den Anforderungen, die ich persönlich an Hera Lind stelle. Natürlich ist es nicht ihre Geschichte, doch hat sie wohl genau dieses Schicksal ausgewählt, um es dem Leser zu erzählen. Ich hoffe auf das nächste Buch! Vielleicht auch wieder mal vom "alten Schlag".