HERA LIND

Leserstimmen

Haben Sie einen Roman von Hera Lind gelesen? Wir sind sehr gespannt auf Ihre Meinung!
Nutzen Sie hierzu bitte das Rezensionsformular.

Weitere Lesermeinungen

Drei Männer und kein Halleluja

Diane Jordan

03. April 2017

Klamauk ...

Drei Männer und kein Halleluja

Rezension Diane Jordan

Schade, schade …. Irgendwie scheinen meiner Lieblingsautorin die Ideen auszugehen. Die Handlungsstränge scheinen irgendwie schon einmal dagewesen zu sein und alles wirkt grotesk und unglaubwürdig. Klamauk vom Lande würde meine Oma sagen und ich muss ihr Recht geben. Im Theater oder TV gibt es leider schon zu viel von dieser Machart und der Taschenbuch-Roman „Drei Männer und kein Halleluja“ von Hera Lind wirkt dadurch meines Erachtens sehr, sehr albern. Weniger wäre hier mehr gewesen, da bin ich mir sicher! Es scheint der Autorin auch nicht so gut zu gelingen die Situationskomik an die Leser weiterzugeben und dadurch bekommt der Plot eine Schieflage und wirkt unglaubwürdig. Die Protagonistin Wanda, die Männer und das ganze Drumherum lassen mich innerlich rebellieren und aufschreien: “Hera, dass kannst du besser, denn ich habe schon richtig witzige Bücher von dir gelesen!“

Inhalt:

Wanda sollte eigentlich Lehrerin werden – und sieht sich schon mit unwilligen Schülern „Danke für meine Arbeitsstelle“ zur Gitarre singen. Da gelingt ihr der Sprung in einen Fernsehchor. Plötzlich ist sie die Neue, viel Umworbene und wirbelt mit ihrer Lebensfreude alles durcheinander. Klar, dass die Platzhirsche Anspruch auf die fröhliche Frau zu haben glauben. Neid, Intrigen und Chaos sind die Folgen. Und als Wanda schließlich schwanger wird, kommen gleich drei Väter infrage, die aber auf keinen Fall enttarnt werden wollen. Wanda nimmt es gelassen, bis sich die Situation zuspitzt …

Die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie gleich mit ihren ersten Romanen „Ein Mann für jede Tonart“ und „Das Superweib“ sensationellen Erfolg hatte. Mit „Die Champagner-Diät“ stand sie erneut wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, es folgten „Schleuderprogramm“, „Herzgesteuert“ und der zuletzt erschienene Roman „Die Erfolgsmasche“. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Fazit: 2 Sterne** für diese platte Komik und den ganzen Wirbel um Wanda und ihre Männer. Manche Bücher muss man einfach nicht lesen und dieses gehört definitiv dazu.

„Drei Männer und kein Halleluja“ ist im Diana Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 400 Seiten und kostet 9,99 Euro.




Eine Handvoll Heldinnen

Blog-a-holic

19. März 2017

Leider übers Ziel hinausgeschossen

Zum Inhalt:

AUGEN ZU UND DEM HERZEN FOLGEN

Katja lebt nur für Mann, Tochter, Hund und Haushalt, und einen Job wuppt sie auch noch nebenbei. Alle halten das für selbstverständlich, und keiner dankt es ihr. Erst die originelle Nachtclubbesitzerin Erna zeigt ihr, dass man für Dienstleistungen jeder Art auch Anerkennung erwarten kann. Und so ist Erna eine von fünf Heldinnen, durch die sich Katjas Leben plötzlich ändert …



Über die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von "Die Champagner-Diät" und "Verwechseljahre" bis "Eine Handvoll Heldinnen" sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen "Der Mann, der wirklich liebte", "Die Frau, die zu sehr liebte" und "Kuckucksnest" eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.



Mein Fazit und meine Rezension:

Was habe ich mich mal wieder gefreut ein Buch von Hera Lind in den Händen zu halten (und auch zu verschlingen!), wie ich es von ihr gewohnt bin! Die neuen Geschichten auf wahren Begebenheiten sind zwar interessant, aber DAS HIER ist Hera Lind wie sie leibt und lebt - immer mit einem "kleinen" Hang zur Übertreibung ;)

In diesem Buch treffen wir auf wahre Heldinnen:

Zum einen auf Katja, die einen wahren Macho zum Ehemann hat und ihm tatsächlich unterwürfig begegnet. Auch mit ihrer 19-jährigen Tochter kommt Katja auf keinen grünen Zweig. Höchste Zeit aus dem Alltag auszubrechen und sein Leben in die Hand zu nehmen. Auf diesem "Ausbruch" begegnet Katja verschiedenen Frauen, allesamt starke Charaktere, die ihre eigene Geschichte haben - auf ihre Art und Weise "Heldinnen" sind - und die letzten Endes auch Katjas Leben beeinflussen. Da haben wir zum Beispiel die Berliner Bordellbesitzerin, bei der Katja kurzer Hand als Domina aushilft und dabei auf ihren Ex-Chef trifft ... ob es Katja aber gelingt, aus ihrem alten Leben auszubrechen und endlich ein Leben zu führen, das ihr zusagt, fernab von ihrem Mann und ihrer selbstsüchtigen Tochter, das müsst ihr selbst herausfinden.

Ich habe bewusst nicht allzu viel über die Geschichte geschrieben, sonst wäre das ganze Buch schon verraten. Hera Lind ist zurück in ihrem alten Metier, doch leider trieft dieser Roman nahezu vor lauter Geschichten und Schicksalen, die interessant sein sollen, den Leser aufwühlen und gleichermaßen unterhalten sollen, es aber nicht so ganz hinbekommen - da es entweder zu exotisch oder aber einfach zu unrealistisch (und übertrieben) ist! Ich könnte euch jetzt einige Beispiele aufzählen, nur dann erzähle ich hier wirklich alles! Da muss ich mich doch glatt beherrschen.

Mir sind einige Romane von Hera Lind bekannt und ich kenne und liebe ihren Schreibstil, doch mit diesem Roman hat sie sich wirklich ein Buch geleistet, das ich einfach nicht einsortieren kann. Es sind viele Geschichten aneinandergereiht, jede soll berühren, den Leser bewegen und doch noch humorvoll sein - doch klappt es dieses Mal nicht so ganz.

Bleiben wir einfach mal bei dem Hauptcharakter Katja: eine Hausfrau, die sich von ihrem Ehemann unterbuttern lässt, der nicht nur als Macho, sondern vielmehr als Tyrann auftritt und sie - als armes Frauchen - leistet keine Gegenwehr. Dann haben wir da noch ihre Tochter, 19 Jahre alt, die von ihrer Mutter abgöttisch geliebt wird, die ihre Mutter selbst aber wie Dreck behandelt. Erst gegen Ende kommen sich Mutter und Tochter (sowie Enkeltochter) näher - allerdings in einer Umgebung, in der man es nicht erwartet hätte (Hape Kerkeling lässt grüßen!) und in der ein Säugling absolut nichts zu suchen hat.

Alles in einem kann ich sagen: Hera Lind ist mit diesem Buch wieder weg von den Romanen, die auf einer wahren Begebenheit beruhen, hat aber hier viel zu viel Anlauf genommen, um im alten Genre zu landen und ist damit übers Ziel hinausgeschossen. Weniger (Drama) ist manchmal mehr (Geschichte) ;) Trotz allem bin ich gespannt auf ihre nächsten Romane!


Die Sehnsuchtsfalle

Sonjas Bücherinfos

04. März 2017

Lässt mich ratlos zurück

Als ich angefangen habe zu lesen, dachte ich mir erst es ist alles sehr überspitzt und übertrieben. Rita trauert um ihren geliebten Tony, aber vergisst dabei ganz ihren Sohn. Ich persönlich weiß nicht was ich von Rita halten soll, denn sie trifft Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen kann und ich glaube jede Mutter würde das so sehen. Es kommt für mich so rüber, als wie wenn sie sehr egoistisch durchs Leben geht. Klar sie hatte es nicht immer leicht, aber das ist noch lange kein Grund sich so gehen zu lassen, denn sie hat schließlich noch Verantwortung. Rita ist unglaublich naiv und ich glaube selbst eine 15 Jährige, die frisch verliebt ist, wäre vernünftiger. Sie macht nach der Verhaftung eine schlimme Zeit durch, aber die Reue kommt da leider etwas zu spät.

Die weiteren Protagonisten konnten mich da schon etwas mehr überzeugen. Ritas Sohn tut mir unglaublich leid und ich an seiner Stelle, hätte mich wohl für meine Mutter geschämt. Alle anderen Charaktere haben ihr eigene Last zu tragen und gerade vor den Frauen im Gefängnis hatte ich den allergrößten Respekt.

Die Umgebungsbeschreibungen sind natürlich sehr authentisch und detailreich. Da musste ich wirklich schlucken, denn so etwas wünscht man nicht mal seinem schlimmsten Feind. Rita musste da viel erleben und wirklich durch die Hölle gehen. Ich war zum Teil wie gefangen in der Geschichte, weil ich das alles gar nicht richtig glauben konnte. Aber natürlich gab es auch ein paar schöne Orte, die man sich bildlich vorstellen konnte und auch etwas glücklicher wirkten.

Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und so kann man das Buch kaum noch zur Seite legen, auch wenn man manche Dinge einfach nicht versteht. Die Autorin erzählt mit viel Offenheit Ritas Geschichte und lässt nichts aus. Ich konnte mir selber ein Bild von den ganzen Umständen machen und war wie in einem Bann. Einerseits passiert viel in Ritas Leben, andererseits dreht sich aber auch immer wieder alles um dasselbe. Das Ende kam mir persönlich etwas zu schnell und zu perfekt. Klar es ist eine wahre Geschichte, aber ich denke zwischendurch sind dann schon noch andere Dinge vorgefallen, die gar nicht erzählt wurden.


Fazit
Alles in allem habe ich diese wahre Geschichte gerne gelesen, dennoch bleiben viele Fragen offen, was sich Rita in bestimmten Situationen gedacht hat. Es war durchaus spannend und gefühlvoll, trotzdem lässt mich das Buch etwas ratlos zurück.


Die Sehnsuchtsfalle

BookEmotions

26. Februar 2017

Rezension: Die Sehnsuchtsfalle


Meine Meinung:
Wie alle Bücher von Hera Lind hat mir auch das Buch wieder super gefallen ich habe es an einem Tag durch gelesen. Es hat meine Erwartungen übertroffen.
Die Spannung ist bis zum Ende da und der Schreibstyle ist wie gewohnt super.
Nur zu empfehlen.

Ich gebe dem Buch: 5 Sterne


Kuckucksnest

Gisela Simak

21. Februar 2017

Mama, wer sind eigentlich meine richtigen Eltern?

Meine Meinung

Hera Lind konnte mich mit dieser warmherzigen, wahren Geschichte überzeugen. Die Thematik ist ernst; jedoch hat die Autorin der Geschichte gekonnt ihren Stempel aufgedrückt. Der Wortwitz von Hera ist einfach unschlagbar. Namen, die sie den Protagonisten verpasst hat, werden wir wahrscheinlich vergeblich im Telefonbuch suchen. Trotz des humorvollen Schreibstil ist die nötige Ernsthaftigkeit gegeben.

Sonja und Senta verdienen allen Respekt der Welt. Beide mussten lernen, mit ihrer Unfruchtbarkeit klar zu kommen.
Beide haben jedoch Männer, die wie ein Fels in der Brandung anmuten.
Sonja und Paul haben als erstes Glück mit einer Adoption. Frau "Hohlweide-Dellbrück!" vom Jugendamt vermittelt ihnen den kleinen Normen. Er wird umgetauft zu Moritz. Er ist das erste von 10 Kindern, welches bei den Schwestern und ihren Männern ein harmonisches Zuhause findet.

Sehr ausführlich werden die Ängste und Hoffnungen aufgeführt, die eine Adoption mit sich bringt. Hoffnungen, die der Schwangerschaftstest nicht erfüllen konnte, werden nun in seiner vollen Gänze auf Adoptionswünsche projiziert.

Senta und Markus erstes Adoptivkind ist ein kleines Mädchen, welches den Namen Felicitas von ihnen bekommt.
Sentas Ehe mit dem Musiker Markus geht in die Brüche. In dem geschiedenen Steffen findet sie einen neuen Ehemann, der mit ihr am gleichen Strang zieht.

Wie begleiten die beiden Familien zu den Ämtern. Wir erleben ihre Hoffnungen und Ängste mit.
Wir sehen 10 Kinder aufwachsen, von denen jedes ein traumatisches Erlebnis aus frühester Kindheit in sich trägt.

Ich musste die beiden Familien um ihre Geduld beneiden. Wartezeiten auf eine Adoption und die dazugehörigen Besuche vom Amt im trauten Heim, gehören zum Standard.
Kleine Kinder- kleine Sorgen. Große Kinder- große Sorgen.
Dieser Ausspruch findet in dieser Geschichte besondere Gültigkeit.

Jedes Kind hat seine Erbanlagen. Man weiß nie, was ein adoptiertes Kind in sich trägt.
Sonja und Senta halten zusammen wie Pech und Schwefel. Nehmen ihre Kinder an, wie sie sind.
Beide ermöglichen ihren Kindern, Kontakt mit den leiblichen Eltern aufzunehmen. Die Kinder haben ein Recht, ihre wahren Wurzeln kennen zu lernen. Den Zwillingsschwestern ist keine Mühe zu groß, ihren Schützlingen das zu ermöglichen.

Fazit

Mama. wer sind denn eigentlich meine richtigen Eltern?
Diese Frage wird in diesem Buch mit viel Liebe und Aufrichtigkeit behandelt.
Ich kenne eine Frau, der man Informationen auf ihre Herkunft verweigern wollte. Die Auswirkungen waren alles andere als positiv.

Mit viel Herzblut hat sich Hera dem Thema Kinderlosigkeit und Adoption gewidmet. Dies stets mit einem lachenden- und einem weinenden Auge.


Für mich ist das Kuckucksnest ein Buch, welches jedes Ehepaar lesen sollte, das ein Kind adoptieren will. Es handelt sich hier um keinen seichten Roman! Hier haben zwei Frauen ihr Herz geöffnet. Hier haben zwei Frauen positive- sowie negative Erfahrungen mit uns geteilt.
Für die einen wird diese Geschichte ein Roman sein. Eine Geschichte die emotional und sehr humorvoll ist.
Für die anderen könnte es sogar ein Ratgeber sein. Ein Ratgeber der mit Liebe und viel Erfahrung geschrieben wurde.

Ich liebe die Geschichten von Hera Lind. Ein Mann für jede Tonart war mein erstes Buch von ihr! Ich mag die Frau.

Danke Sonja und Senta

Danke, liebe Hera Lind


Der Überraschungsmann

Claudia U.

15. Februar 2017

Schönes Buch

Ich lese gerne Bücher von Ihnen, Frau Lind. Auch dieses Buch "Der Überraschungsmann" hat mich sofort in meinen Bann gezogen. Es war vom Anfang bis zum Schluss so spannend, dass ich es kaum schaffte, das Buch aus der Hand zu legen. Ich wollte unbedingt erfahren, was steckt wirklich hinter der Nachbarin und ihrem Kapitän. Ich hatte eine Ahnung, aber ging die in die richtige Richtung? Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und danke Ihnen, Frau Lind, für die angenehmen Stunden.


Die Sehnsuchtsfalle

Blog-a-holic

30. Januar 2017

Hera Lind - wann kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück?

Zum Inhalt:

Als Rita kurz vor dem Abi den aus Ghana stammenden Studenten Tony kennenlernt, ist es die große Liebe. Sie wird schwanger, doch Tony muss zurück in seine Heimat. Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen. Rita kann ihr Glück kaum fassen, aber es ist nur von kurzer Dauer. Tony stirbt bei einem Autounfall. Und weil sie blind vor Kummer ist, wird sie in Brasilien in eine Falle gelockt: Man erwischt sie mit einer großen Menge Kokain und verhaftet sie. Damit gerät Rita in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt …



Über die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von "Die Champagner-Diät" und "Verwechseljahre" bis "Eine Handvoll Heldinnen" sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen "Der Mann, der wirklich liebte", "Die Frau, die zu sehr liebte" und "Kuckucksnest" eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.



Mein Fazit und meine Rezension:

Hera Lind ist eine Bestsellerautorin und nicht nur mir, sondern auch vielen anderen treuen LeserInnen bekannt aus dem Romantik-Genre. Wie gerne habe ich ihre Bücher gelesen und später dann auch meiner Mutter gegeben, denn auch sie ist ein begeisterter Hera Lind-Fan.

Bereits mit dem letzten Buch "Kuckucksnest" hat die Autorin bewiesen, dass sie nicht nur im Romantik-Genre Zuhause ist, sondern auch Geschichten schreiben kann bzw. erzählen kann, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Und auch dieses Mal ist es wieder so weit:

Hera Lind erzählt die Geschichte von Rita Rosario, einer Frau, die einige Schicksalsschläge im Leben mitgemacht hat, zuletzt den plötzlichen Unfalltod ihres geliebten Mannes. So gut es geht macht sie weiter, auch im Hinblick auf ihren Sohn. Doch wie soll eine vom Leben gezeichnete Frau mit der Nachricht umgehen, dass ihr Mann bei dem Unfall doch nicht umgekommen ist? Dass er noch lebt? Und dass er sich in einem fremden Land aufhält und dort ein neues Leben führt? Rita ist geschockt und wird zugleich von einer unbändigen Kraft gepackt: sie will ihren Mann finden!

Mit Hilfe ihres Nachbars findet sie den jetzigen Aufenthaltsort heraus und begibt sich auf die Reise, hin zu ihrem tot geglaubten Ehemann. Doch leider ist der so nette Nachbar nicht der freundliche und hilfsbereite Mensch, der er vorgibt zu sein: in Brasilien wird Rita von der Polizei verhaftet, da man bei ihr eine große Menge Kokain findet und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf ... Rita kommt ins brasilianische Gefängnis ohne Aussicht auf ein glückliches Ende.

Hera Lind weiß, wie sie ihre Leser fesselt. Ihr Schreibstil ist einfach prägnant und gerade in dieser Geschichte hat es sich von neuem gezeigt: die Autorin ist kein Neuling auf ihrem Gebiet! Rita Rosario, die Protagonistin, wurde von Hera Lind interviewt, sie hat ihre Tagebücher erhalten, die sie in der Gefangenschaft verfasst hat und daraus eine Geschichte "zusammengekürzt". Leider fällt gerade dieser Aspekt sehr ins Auge! Die Geschichte von Rita ist an einigen Stellen zu kurz, zu zusammengefasst und Leser-gerecht-in-Häppchen-geschrieben. Mir kam es manchmal so vor, als ob man an den falschen Stellen gekürzt hat!

Auch mit Rita bin ich absolut nicht warm geworden. Sie stellt sich selbst als Opfer in der gesamten Geschichte dar, doch dass sie auch eine Mitschuld an dem Erlebten trägt, will sie nicht einsehen! Ich finde ihr Verhalten meist naiv, wenn nicht sogar fahrlässig! Auf kurz oder lang war klar, dass etwas derartiges passiert! Ich weiß nicht, ob Rita wirklich diesen Charakter hat, wie er im Buch beschrieben wurde oder aber ob hier auch gekürzt wurde, aber genau so, kann man sie als Leser nicht für voll nehmen. Meines Erachtens ist sie kopflos in ein Abenteuer gestürzt, was sie selbst zu verantworten hat. Dem toten Ehemann in ein fremdes Land "nachjagen", regelrecht einem Hirngespinst folgen, dabei das Kind in der Obhut eines Mannes lassen, der wohl der Drahtzieher hinter dem Kokainschmuggel war und die mitgenommene Ware noch nicht mal inspizieren oder hinterfragen?! Dann zum toten Ehemann: hat es keine Beerdigung gegeben? Hat sie nicht Abschied nehmen können? Fragen über Fragen, die Geschichte ist sehr obstrus und wird durch die vielen Rückblenden in die Vergangenheit auch nicht besser - eher fragwürdiger.

Zu guter letzt: der Schluss! Nein, ich verrate nicht, wie es ausgeht - obwohl in einigen anderen Rezensionen gespoilert wird - nur soviel: mir ging es einfach zu schnell! Auch hier war wohl wieder ein dicker Rotstift am Werk, den man etwas im Zaum hätte halten müssen.

Alles in einem entspricht dieses Buch nicht den Anforderungen, die ich persönlich an Hera Lind stelle. Natürlich ist es nicht ihre Geschichte, doch hat sie wohl genau dieses Schicksal ausgewählt, um es dem Leser zu erzählen. Ich hoffe auf das nächste Buch! Vielleicht auch wieder mal vom "alten Schlag".


Die Frau, die zu sehr liebte

Lisanne Lisanne

29. Januar 2017

Nicht überzeugend!

Aus meiner Sicht ist das Buch nicht besonders anspruchsvoll. Zwar klingt der Buchrücken spannend, jedoch ist die sprachliche Ausdrucksform nicht besonders gut und die Charaktere und Figuren sind platt und flach beschrieben. Mir fehlt es vor allem an ehrlicher Tiefe und auch an Authentizität (z.B. wird es so dargestellt, wie wenn keines der Kinder unter der Trennung von dem anderen Elternteil leiden würde, was ich für sehr unrealistisch halte, selbst wenn die Beziehung zu diesem nicht besonders gut ist). Meiner Ansicht nach also nicht empfehlenswert, sofern man auf ein bisschen Anspruch, emotionale Tiefe und psychologisch überzeugende Charaktere aus ist.


Die Frau, die zu sehr liebte

kristin heinemann-wocadlo

15. Januar 2017

Da Geschichten, die auf wahren Ereignisse gründen, immer eine gewisse Faszination ausstrahlen, habe ich mir dieses Buch zugelegt. Doch die sprachliche Gestaltung hat mich so enttäuscht, dass ich das Lesen abbrechen musste. Nachdem ich auf S.47 zweimal das Wort "Scheiße" ("Wenn man beziehungstechnisch Scheiße baut/ hatte ich Scheiße gebaut") und auf der gleichen Seite auch zweimal "Oh Gott" ("Oh Gott. Hatte Barabara etwa nach mir gefragt?/Oh Gott. Hatte sie was mitgekriegt") lesen musste, habe ich das Buch zur Seite gelegt. Aus meiner Sicht nicht empfehlenswert. Mich wundert, dass die Autorin Germanistik und Theologie studiert haben soll. Hat auch kein Lektor über das Manuskript geschaut?


Die Frau, die zu sehr liebte

Sabrina

15. Januar 2017

Ein Wahnsinns-Roman

Dieses Buch war der Hammer!
Obwohl ich keine große Leserin bin, fesselte es mich sehr.