HERA LIND

Leserstimmen

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Weitere Lesermeinungen

Kuckucksnest

Magische Farbwelt

06. Dezember 2016

Aus klein wird groß

Auch mit diesem Roman, der einer wahren Geschichte nacherzählt ist, hat Hera Lind mich komplett in den Bann gezogen – ich kenne bereits schon einige Bücher der Autorin. Das Buch erzählt von soviel Liebe und Führsorge, Ängsten und auch Wut, dass ich vollkommen mitfühlen konnte. Die Geschichte ist leicht und verständlich geschrieben, sodass das Lesen wie von selbst ging. Auch wenn ich niemals eine solche Begebenheit durchlebt habe: Ich konnte mich sowohl in die Adoptiveltern als auch in die Kinder hineinversetzen, auch wenn es hier und da etwas schmerzlich wurde. Das Buch schreibt kapitelweise abwechselnd aus der Sicht der beiden Zwillingsschwestern Senta und Sonja. Und manchmal wusste ich dann auch gar nicht mehr so genau, bei welcher Schwester ich gerade zu Hause bin. Aber das ist auch nicht so schlimm, denn die beiden Adoptivfamilien sind zu einer großen Familie verschmolzen. Jeder ist für den anderen da. Und das macht doch auch das Glück aus, was Leben heißt, oder? Hera Lind hat mir mit ihrem Roman „Kuckucksnest“ gezeigt, wie viel wert die kleinen Dinge des Lebens sind, um daraus etwas Großes wachsen zu lassen.


Die Sehnsuchtsfalle

Floh

02. Dezember 2016

Titel, Cover und Inhalt bilden einen Kontext. Sehr schön umgesetzt.

Einen gesellschaftskritischen und sozialkritischen Tatsachenbericht in Romanform nach einer wahren Begebenheit zu schreiben, das ist etwas was selbst eine routinierte und erfahrene Autorin vor einer großen Herausforderung stellt. Die erfolgreiche Romanautorin Hera Lind greift eine sehr ergreifende und erschütterliche Geschichte in ihrem aktuellen Buch „Sehnsuchtsfalle“ auf. Ich kenne bisher noch keines der Bücher und Romane dieser Autorin, da ehr selten Frauenromane, Liebesromane oder Schicksalsromane lese und dieses Genre erst seit einigen Monaten für mich erkunde. Doch um mich zu einem solchen Buch zu bewegen, braucht es einen guten Grund. Ein ansprechendes Thema, ein einladendes Cover, vorangegangene empfehlende Rezensionen, ein vielversprechender Klapptext, Lobeshymnen, kritische Blickwinkel und / oder ein gewissen Etwas. In diesem neuen Buch habe ich einiges gefunden, was meine Aufmerksamkeit erweckt hat und zu dem Buch verleitet hat. In „Sehnsuchtsfalle“ beschreibt die Autorin Hera Lind eine wahre Geschichte, die jedoch nicht ausschließlich wie zitiert passiert ist, sondern auch schrifstellerische Freiheiten birgt. Hera Lind beschreibt das Leben einer Protagonistin, Rita, die fast im selben Jahr geboren wurde wie ich und wir die gleichen Jahrzehnte mit unserer Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden verbracht haben. Aber zwei gänzlich unterschiedliche Leben geführt haben. Aus der Ich-Perspektive geschildert fühlt es sich jedoch an, als würde ich ihr Leben leben und die Ereignisse selsbt rekapitulieren. Sehr intensiv, sehr nah, sehr bewegend. Wenn es einer Autorin gelingt, den Grat zwischen Romancharakter, Vergangenheit, Biografische Einblicke und tragischer Erlebnisse und die nagende Situation im Schatten eines Komplotts in einem fremden Land unter fremder Sonne und das gnadenlose Regime dort in einem Buch zu vereinen, dann ist es die gefühlvolle und ambitionierte Autorin Hera Lind
Erschienen im Diana Verlag (https://www.randomhouse.de/Verlag/Diana-Verlag/31000.rhd)

Inhalt:
„Als Rita kurz vor dem Abi den aus Ghana stammenden Studenten Tony kennenlernt, ist es die große Liebe. Sie wird schwanger, doch Tony muss zurück in seine Heimat. Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen. Rita kann ihr Glück kaum fassen, aber es ist nur von kurzer Dauer. Tony stirbt bei einem Autounfall. Und weil sie blind vor Kummer ist, wird sie in Brasilien in eine Falle gelockt: Man erwischt sie mit einer großen Menge Kokain und verhaftet sie. Damit gerät Rita in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt …“

Schreibstil:
Der rückblickend anmutende und dennoch moderne Schreibstil der Autorin fällt sofort auf. Da ich ihre anderen Romane leider nicht kenne, und dieses Buch mein erstes Buch von Hera Lind ist, kann ich keine Vergleiche zu ihren üblichen Werken anstellen. Denn dieses Buch scheint etwas Besonderes zu sein, auch für die schriftstellerische Arbeit der Autorin. Denn sie schreibt hier einen gesellschaftskritischen und sozialkritischen Roman mit politischen Einflüssen und vielen autobiografischen Elementen, die auf einer wahren Begebenheit und einem wahren Schicksal beruhen. Hera Lind besitzt hier in ihrem neuen Roman die Gabe, einen mahnenden, erzählenden und beklemmenden Roman über das Leben einer jungen Frau in den 80igern bis in das Jahr 2012 in einer sehr anrührenden Ich-Erzählperspektive miterleben zu lassen. Trotz der Schwere der Ereignisse und der Handlung, schafft sie es, Passagen und Erlebtes angenehm und frisch zu untermalen, sodass man das Buch trotzdem gern liest und auch schöne Momente erleben kann. Besonders der geschickte Aufbau des Romans, bei dem zwischen den Jahren und Jahrzehnten gewechselt wird, bringt Abwechslung und Auflockerung und der Leser wird nicht müde, immer weiter zu lesen. Durch Gedanken, Erzählungen, Protokolle und Sinnbilder wird diese Geschichte aus Ritas Sicht erzählt. Dieser Schachzug der Autorin Hera Lind erzeugt absolute Nähe und Verbundenheit zur Tragik und Dramaturgie dieser unmöglichen Liebe und der Hoffnung, dass Tony noch am Leben ist um festzustellen, ganz entsetzlich ausgenutzt worden zu sein und für den Drogenhandel gefährlicher Banden und Organisationen einzustehen.

Meinung / Eindrücke:
Das Buch hat mich auf besondere Weise begeistert, aber auch an einigen Punkten sehr kritisch hinblicken lassen. Ich hatte sehr hohe Erwartungen und fühlte mich besonders davon angesprochen, dass dieser Roman auf wahren Säulen und Begebenheiten beruht. Bevor ich dieses Buch entdeckt habe, war mir Hera Lind zwar ein geläufiger Begriff, aber ihre Bücher hatten es bisher noch nicht in meine engere Buchauswahl geschafft. Das Buch besitzt autobiografische Züge, doch schnell zeigt sich auch, dass Ritas Leben eher im Romancharakter niedergeschrieben wird. Aus Ritas Perspektive wird der Roman erzählt und so bekommen wir tiefe Eindrücke und Einblicke ihres Lebens und der Bekanntschaft mit dem Studenten Tony. Trotz der Wichtigkeit seiner Person bleibt er doch irgendwo nur Randfigur. Das Buch ist definitiv kein reißerischer oder lebhafter Roman, es ist ein Werk der ruhigeren Töne, der großen Emotionen und der beschatteten Ereignisse. Dennoch ist es ein Buch, das sehr laut ausruft und signalisiert. Es gibt wenige Höhen und Tiefen im Erzählstil, dieser biografische Roman ist recht gleichförmig geschrieben und liest sich daher stellenweise mit Langatmigkeit. Wir Leser lernen viele intensiv skizzierte Charaktere und Personen kennen, die dann aber leider im Laufe des Romans verloren gehen und scheinbar keine wichtige Rolle im Geschehen tragen. Warum die Autorin diese Nebenfiguren geschaffen hat oder diese Nebenhandlungen einbringt erschließt sich mir nicht ganz. Die Autorin H. Lind hat für einen Roman keine leichte Kombination gewählt. Da diese Geschichte auf wahrem Grund beruht muss sie natürlich intensiv recherchieren und kann ihren eigenen Gedanken und Wünschen zum Verlauf der Handlung und zum Ausgang der Geschichte nicht allzu große eigene Wünsche und Phantasien beimessen. Das stelle ich mir sehr schwierig vor, da ich als Leser allein schon beim Lesen dieser Geschichte mit Wünschen und Hoffnungen konfrontiert bin, dessen Ausgang keine andere Möglichkeit lässt, als es das wahre Leben bereits beschlossen hat. Vielleicht hat sie sich daher für einige Nebenhandlungen entschieden? Dieser Schritt ist der Autorin dennoch gut gelungen, auch wenn mich dieses tolle und sehr lohnende Werk nicht ganz in allen Punkten zufriedenstellen konnte. Ich habe doch einige Kritik, die mich zum Sternabzug veranlasst hat, auch wenn es mir aufgrund der Faszination für dieses wunderbare Buch sehr schwer fällt. Meiner Meinung nach stellt dieser Roman ein berührendes und zugleich erschreckendes Portrait einer zum Scheitern verurteilten Liebe dar, und eine Mahnung an ein gnadenloses Rechtssystem.

Kritikpunkte:
• Da dieser Roman von einer Liebe spricht, für die die Protagonistin fast alles gibt, ihre Familie verlässt, sich beleidigen lassen muss, ein Kind (Benni) allein groß zieht und ihre kurze Zeit mit Tony nie vergessen kann und sie geprägt wurde, hätte ich mir gerade hier etwas mehr Tiefe und Verlangen zueinander gewünscht. Öffentlich und gesellschaftlich war diese Liebe verrufen, aber dennoch gab es diese Anziehung zueinander scheinbar. Doch diese Gefühle und der Wunsch zueinander bleiben leider etwas schwach oder nur einseitig von Rita ausgehend. Schade, hier hätte ich mir gern mehr Intensität vorstellen können. So wirkt Rita stellenweise auf mich sehr naiv.
• Die Autorin Hera Lind skizziert und zeichnet sehr intensive und sehr gravierend aussagende Gesellschaftskritik. Angefangen von der kleinen Familie in Höxter, bis hin zu einem unmenschlichen brasilianischen Rechtssystems. Dazu die stimmigen Charaktere und Charakterstudien. Diese besondere Gabe weckt beim Leser sofort Sympathien und Empathien und macht ihn sehr neugierig auf die Tiefe dieser Personen. Leider verlieren diese Charaktere im Laufe der Geschichte ihre Wichtigkeit. So bleiben sie trotz des prägenden Einflusses für Rita und ihr Leben nur Randfigur und Nebenrolle. Man wird sich fragen was aus Ritas Familie in Höxter wurde, aus ihren Geschwistern und Freunden. Dank der einzigartigen Formulierungen und Details habe ich sehr schnell Bezug zu einzelnen Charakteren bekommen und konnte mich mit einigen Charakterstudien identifizieren, leider bleibt die Neugier auf diese Nebenrollen dann doch unbefriedigt und wird kaum weiter ausgeführt. Sehr schade und ein großes Manko für mich.
• Rita wirkte auf mich manchmal einfach nicht authentisch genug. Ich fand sie stets etwas haltlos und nicht griffig. Eher naiv und fast blind. Dadurch dass wir auch ihre Kindheit erleben, erfahren wir schon früh über ihre Enttäuschungen und Schlüsselmomente, die sie so haben werden lassen, wie sie später ist. Das Hin und Her war mir dann doch etwas zu geballt und mit dem Fokus auf ihre alleinige Person schon arg krass und geballt.

Die Charaktere:
Die Autorin eine sowohl starke als auch vielschichtige Hauptfigur als Erzählerin gewählt, deren Leben zu einem Roman wird.


Die Schauplätze:
Da dieser Roman nicht nur in Deutschland spielt, sondern auch in Afrika, Spanien und Brasilien, ist er von vielen Einflüssen geprägt und gezeichnet. Der Aufhänger in diesem Buch, und dass, was diesen Roman wirklich herausragend macht, sind die skrupellosen und ungefilterten Einblicke in die brasilianische Gefangenschaft und die Machtgefüge und Korruptionen dort. Hier hat die Autorin einen bemerkenswerten ehrlichen, mahnenden und erschütternden Rahmen für diesen Roman und seiner Darstellung geliefert. Großes Lob!


Die Autorin:
„Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von "Die Champagner-Diät" und "Verwechseljahre" bis "Eine Handvoll Heldinnen" sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen "Der Mann, der wirklich liebte", "Die Frau, die zu sehr liebte" und "Kuckucksnest" eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.“

Das Cover:
Eine junge Frau mit scheuem Seitenblick aber viel Hoffnung in ihren Zügen. Dieses Cover ist sehr stimmig zum Titel und zum Inhalt gewählt.

Fazit:
Ein sehr emotionales, leises und bestimmtes Buch. Die Autorin Hera Lind hat Wiedererkennungswert und setzt sich auch mit ihrem autobiografischen Roman „Die Sehnsuchtsfalle“ ein Mal. Eine 3,5 Sterne Leseempfehlung, gern hätte ich 5 Sterne vergeben, doch leider habe ich auch ein wenig Kritik an dem Buch.


Die Sehnsuchtsfalle

Diane Jordan

29. November 2016

Zwischen Hoffen und Bangen

Rezension von Diane Jordan

Sehnsüchtig habe ich auf dieses Buch gewartet, denn ich liebe die Bücher von Hera Lind. Der neue Tatsachen-Taschenbuch-Roman „Die Sehnsuchtsfalle“ ist recht aufwühlend, soviel kann ich euch verraten. Das innige Verlangen der Protagonistin Rita, das immer wieder mit schmerzhaften Gefühlen verbunden ist, weil sie das Objekt ihrer Begierde Tony verliert. So nah und doch so fern.... Hera Linds Schreibstil ist flüssig und die Bilder die sie sprachlich aufbaut, tauchen vor meinem geistigen Auge auf. Ich bin fasziniert vom Aufdröseln der Zeitstränge und von der Beschreibung Höxters, denn dort in der Nähe habe ich selbst einmal gewohnt und so kommt mir alles ein wenig bekannt vor. Das bilde ich mir zumindest ein ;-). Der Leser fiebert und leidet mit, mir ging es zumindest so. Wenn ich es auch ein wenig kritisch sehe, denn immer alles auf das Elternhaus, die Erziehung und/ oder die Gesellschaft zu schieben, ist in meinen Augen nicht richtig.
Aber lest selber ☺, es lohnt sich und wer mag, kann mir gerne mal schreiben, wie ihm das Buch gefallen hat.
Zum Inhalt:
Als Rita kurz vor dem Abi den aus Ghana stammenden Studenten Tony kennenlernt, ist es die große Liebe. Sie wird schwanger, doch Tony muss zurück in seine Heimat. Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen. Rita kann ihr Glück kaum fassen, aber es ist nur von kurzer Dauer. Tony stirbt bei einem Autounfall. Und weil sie blind vor Kummer ist, wird sie in Brasilien in eine Falle gelockt: Man erwischt sie mit einer großen Menge Kokain und verhaftet sie. Damit gerät Rita in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt …


Die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie gleich mit ihren ersten Romanen "Ein Mann für jede Tonart" und "Das Superweib“ sensationellen Erfolg hatte. Mit "Die Champagner-Diät" stand sie erneut wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, es folgten „Schleuderprogramm“, "Herzgesteuert" und der zuletzt erschienene Roman „Die Erfolgsmasche“. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Fazit: 4 Sterne****

Das Taschenbuch „Die Sehnsuchtsfalle“ ist im Diana Verlag erschienen. Der Roman hat 416 Seiten und kostet 9,99 Euro.
Ich habe es zur Rezension kostenlos erhalten, dass hat aber keinerlei Einfluss auf meine ehrliche und faire Bewertung.


Die Sehnsuchtsfalle

Gudrun

21. November 2016

beschreibt gekonnt eine Suche nach Halt und Liebe

Der Titel "Die Sehnsuchtsfalle" könnte nicht besser gewählt werden, denn das Thema zieht sich wie ein roter Faden hindurch.



Die Autorin weist zu Beginn explizit darauf hin, dass die Geschichte zwar teilweise auf einer wahren Begebenheit beruht, jedoch die Mitwirkenden und auch Geschehnisse der künstlerischen Freiheit zugrunde liegen.

Hera Lind´s Schreibstil ist eingängig und flüssig und führt den Leser direkt mit ins Geschehen. Aufgrund dessen, ist der Leser bewegt, ergriffen, mitgerissen, gespannt, aufgewühlt und oftmals auch verärgert über die Vorkommnisse und Reaktionen, bzw. Handlungsweisen.



In sehr emotionalen Bildern wird das Leben der Protagonistin durch Zeitsprünge zwischen den Jahren 1982 bis 2012 aufgerollt, die als Gedankensprünge derselbigen dargestellt werden.

Hier wurde auf Details wert gelegt. Dazu nur ein Beispiel: bei den regelmäßigen Zeitsprüngen, die sich durch das ganze Buch hindurchziehen, endeten, bzw. begannen die Übergänge jeweils mit dem gleichen Satz oder aber mit dem selben Thema. Dies schafft eine ideale Verbindung der Vorgänge.

So erhält der Leser ein umfassendes Bild, da sich die Geschichte dadurch Stück für Stück annähert bis sich die Zeitstränge treffen.



Die Handlung dreht sich um Rita, die mit Anfang Dreißig in einen Sog von üblen Machenschaften gerät und sich deshalb im Gefängnis von Brasilien wiederfindet. Die knallharten Ereignisse und Gegebenheiten, die sie dort erleben muss, lassen sie gedanklich oftmals in ihre Vergangenheit fliehen, die nicht sehr rosig war.



Mein Fazit: beschreibt gekonnt eine Suche nach Halt und Liebe


Kuckucksnest

Sabana

08. November 2016

Toller und humorvoller Einblick in eine wundervolle Familie

Zu erst möchte ich mich bei der Verlagsgruppe Random House GmbH bedanken, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

*Schreibstil*
Hera Lind besitzt einen ganz eigenen Schreibstil, der mich immer wieder in den Bann zieht. Ich mag das Buch dann ungern aus der Hand legen. Sie erzählt die Geschichten so detailreich und mit Humor, dass man direkt eintaucht und das Gefühl hat daneben zu stehen. Auch wenn es schon lange her ist, dass ich ein Buch von ihr gelesen habe, so bin ich immer wieder begeistert, wie locker und leicht diese Bücher zu lesen sind. Auch ernste Themen verpackt sie, so dass man sie einfach lesen muss.

*Meine Meinung*
Das Buch beschreibt das Leben zweier Familien, die Kinder adoptieren und vielen anderen Mut machen. Da es auf einer realen Geschichte basiert, bekommt dieser Roman noch einmal einen ganz anderen Charakter. Es gibt Hoffnung, dass auch in Deutschland (Beamtenstadt) alles möglich ist. Die Art und Weise der Nacherzählung der Geschichte ist nicht nur für Leser, die dieses Thema näher betrifft spannend, sondern lässt sich auch als Stimmungsaufheller lesen.

Auch die Probleme werden hier mit Humor genommen und detailreich beschrieben. Da es sich ja um eine wahre Begebenheit handelt, haben diese beiden Familien nicht nur Glück bei der Adoption, sondern in fast allen Lebenslagen. Das Durchsetzungsvermögen der Schwestern und die Höhen und Tiefen in ihrem Leben lassen einen mitfiebern.

*Fazit*
Immer wieder gerne ein Hera Lind Roman. Diesen kann ich nur empfehlen. Es ist eine wundervoll, humorvolle mit viel Gefühl erzählte reale Geschichte aus dem Leben rund um das Thema Adoption.


Kuckucksnest

Eden

19. Oktober 2016

Rezension: Hera Lind - Kuckucksnest

Rezension: Hera Lind - Kuckucksnest
Rezension: Hera Lind - Kuckucksnest
Ein Buch, das mich meine Zukunft planen ließ... (Achtung Spoiler!)
Wer Adoption sagt, muss auch B sagen.
Die Zwillinge Sonja und Senta fallen aus allen Wolken, als sie erfahren, dass sie beide unfruchtbar sind. Doch dank ihrer Männer stehen sie den endlosen Adoptionsmarathon durch, und so finden nach und nach zehn Kinder zu ihnen.
Jedes hat einen anderen erschütternden Hintergund - traumatisierte Kinderseelen, die Halt durch Liebe brauchen. Die Zillingen öffnen Haus und Herz, lieben bedingungslos und gründen eine turbulente Großfamilie, die start genug ist, alle zehn Kinder aufzufangen...
Eine berührende Geschichte voller Mut und Konsequenz und dem unerschütterlichen Glauben an die Kraft der Famile.
Nach einer wahren Geschichte.

Das Buch kam an, ich betrachtete es und sein wunderschönes Cover und exakt zwei Tage später hatte ich es durchgelesen!
Was mich neugierig gemacht hat, war, dass ich wissen wollte, was für Hintergründe diese Kinder haben, die die beiden aufnehmen und welche Rolle diese Hintergründe in ihrer Zukunft einnehmen.
Großfamilie. Dabei habe ich immer eine Bekannte meiner Mutter im Kopf, die mit ihren drei kleinen Kindern vollkommen überfordert ist.
So also entstand die Neugier, die jedes Buch erzeugen muss, das gerne von mir gelesen werden will.
Ich begann zu lesen und alles war so durcheinander. Die Sichtweise der Zwillinge wechselte und es kamen immer mehr Kinder dazu, die ich nicht auseinander halten konnte. Einerseits war dieses Durcheinander realistisch und passend für die Geschichte, andererseits hätte ich mir gewünschte, diese Liste, die hinten im Buch steht, worauf jeder Zwilling mit seinen Kindern verwiesen ist, diese direkt am Anfang zu haben.
Jedoch hat es mich begeistert, wie sich alle Schwierigkeiten aufgebaut haben und als ich dann auch noch erfahren habe, dass es eine wahre Geschichte ist, war ich durch und duch begeistert von diesem Buch. Besonders toll fand ich die Notiz der beiden echten Schwestern Sonja und Senta hinten, in der sie von der momentanen Lage ihrer Kinder erzählen.
Was mich ein bisschen gestört hat, war Sentas Hochzeit. Sie hat erfahren, dass man für eine Adoption verheiratet sein muss und hat schnell mal eben ihren Mann geheiratet. Diese Shotgun-Hochzeit hat mich ein wenig gestört, weil es schien, als würde sie es nur für ihre zukünftigen Adoptivkinder tun und nicht aus Liebe.
Auch der Sichtwechsel war zu Anfang sehr verwirrend, doch das legte sich mit der Zeit.

Alles in allem bin ich trotz der kleinen Mängel sehr zufrieden mit diesem Buch. Es war spannend und vielleicht konnte ich auch etwas daraus für meine Zukunft lernen, wenn es ums Kindererziehen geht.

Ich würde diesem Buch 5/5 Sterne geben.


Kuckucksnest

Birgit

16. Oktober 2016

Einfach fantastisch

Dieses Buch habe ich innerhalb einer Woche gelesen. Ich fand es einfach toll mich in diese Geschichte hinein zugeben. Es war wieder toll ein Buch von ihnen zu lesen. Sie schreiben einfach toll. Ich konnte mich gut in die Protagonistinnen einfühlen. Es war herzerfrischend dieses Buch zu lesen. Wie die beiden Zwillinge ihren Alltag mit den vielen Kindern geschafft haben. Wie das Leben der beiden verlaufen ist. Was sie alles erlebt haben. Die Höhen und Tiefen.


Die Frau, die zu sehr liebte

Petra Radtke

08. Oktober 2016

Spannend und gefühlvoll

Hera Lind erzählt eine wahre Geschichte, die sie gemeinsam mit der Hauptheldin zu einem gefühlvollen und spannenden Roman entwickelt hat.
Erzählt wird von der 47 Jahre alten Linda Albrecht, die mit ihrem Ehemann Jochen und den gemeinsamen Kindern Patti und Simon ein sorgenfreies Leben im Taunus verbringt. Doch bei all der Arbeit als erfolgreicher Dermatologe bleibt bei Lindas Ehemann das Gefühl zu ihr auf der Strecke. Ihr fehlt seine Aufmerksamkeit... Die Begegnung mit Frank, dem Nachbarn ihrer Freundin, selbst verheiratet und stolzer Vater, dazu ein erfolgreicher Bankdirektor in Frankfurt/Main, bleibt nicht ohne Folgen. Sie spürt wieder Schmetterlinge im Bauch und stürzt sich mit ihm in eine heiße Affäre, die sie beide nicht lange vor den Ehepartnern verheimlichen können. Als eine Traumvilla gefunden wird, ziehen beide mit den Kindern ein und es scheint, als hätte Linda ihren Traummann gefunden... Doch leider bröckelt das Traumbild von ihrem so geliebten Frank sehr schnell und es beginnt für Linda ein Albtraum...
Mir gefällt Hera Linds Schreibweise sehr gut und ihre neue Reihe von Tatsachenromanen ist voller Lebensgeschichten, die den Leser ergreifen und fesseln.
Dieser Roman zeigt, wie schwer es ist, im Leben den richtigen Partner zu finden. Auch die Partnerschaft lebendig zu halten und nicht die Liebe durch alltägliche Probleme zu verlieren, ist keine leichte Aufgabe und verlangt von beiden viel Einfühlungsvermögen.
Diesen Roman vergisst man nicht so schnell und er lässt einen über sein eigenes Leben und seine Partnerschaft nachdenken.
Ich kann ihn sehr empfehlen.


Die Frau, die zu sehr liebte

Blankenburg

04. Oktober 2016

Fesselnd. Von Anfang an. Ich bin erstaunt und gleichzeitig fassungslos. Die besten Geschichten schreibt wohl tatsächlich das Leben selbst.
Danke für dieses Buch.

Mariana Blankenburg


Die Frau, die zu sehr liebte

Chantal Wenig

12. August 2016

Ein fesselnder Roman

Ich als faule Leserin muss echt mal sagen, dass ich alle Romane von Hera Lind immer bis zum Ende lese, weil Sie einfach mega spannend sind. Diesmal muss ich sagen, dass dieser Roman zum fesseln war... ich konnte nicht aufhören zu lesen, da ich unbedingt wissen musste, wie es endet. Innerhalb von ein paar Tagen habe ich diesen Roman verschlungen und ich habe mich die ganze Zeit während des Lesens immer gefragt, ob es wirklich so passiert ist, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass Frauen sich so von ihrer Liebe blenden lassen. Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, dass Linda endlich mal zur Ruhe kommt und glücklich wird. Ich freu mich schon auf den Weg zur Buchhandlung, um den nächsten Roman von Hera Lind zu kaufen. Dank ihr bin ich nun verrückt nach Lesen :D