HERA LIND

Leserstimmen

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Weitere Lesermeinungen

Die Sehnsuchtsfalle

Bianca Märten

25. Juli 2018

Die Sehnsuchtsfalle

Respekt für dieses Buch. Ich habe es in 2 Tagen gelesen. Es ist sehr fesselnd. Dennoch bin ich schockiert über "Rita" .... wie kann man so "männerblind" sein, wenn man ein kleines Kind hat? Diese vielen verlorenen Jahre, in denen sie nichts von ihrem Sohn hatte. Mit nichts kann man diese Zeit "nachholen" ... unfassbar, was diese Frau versäumt hat ...


Hinter den Türen

Sissy0302

16. Juli 2018

Eine dramatische Geschichte

Die Sozialpädagogin Juliane lebt in einer perfekten Welt - sie hat einen liebevollen Ehemann, zwei wundervolle (perfekte) Kinder, ein schönes Haus und einen Job, den sie liebt. Eines Tages sieht sie in der Zeitung, das Pflegeeltern für drei Kinder gesucht werden und überlegt, ob sie ihr Glück nicht teilen sollten. Sie kämpft darum, Pflegemutter der Kinder werden zu dürfen. Und damit fängt ihr Kampf überhaupt erst an, denn zu ihnen ziehen drei traumatisierte Kinder. Und vor allem die Älteste fordert alle heraus.

Anfangs habe ich schwer in das Buch hineingefunden. Mir war die Welt von Juliane zu perfekt - vor allem ihre Kinder. So perfekt, das kann doch nicht sein, ging mir immer wieder durch den Kopf. Wobei ich mir dann schon überlegte, ob das einfach etwas überspitzt erzählt wurde, um die ganze Dramatik richtig aufzuzeichnen. Auch mit Juliane tat ich mir anfangs etwas schwer. Ihr Engagement war bewundernswert, aber immer wieder habe ich mich gefragt, wie eine Sozialpädagogin dermaßen naiv an die ganze Sache herangehen kann. Aber nachdem sie sich das später selber fragte, wurde ich dann doch versöhnt.

Alles in allem ist das Buch sehr gut geschrieben. Man leidet mit, fiebert mit, schüttelt den Kopf, ist entsetzt. Einige Dinge wurden eher oberflächlich erzählt, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Allerdings denke ich, dieses Buch soll einfach nur aufrütteln.

Auf jeden Fall kann ich diese Geschichte empfehlen. Zum einen erzählt sie den schweren Weg als Pflegemutter und das man sich immer erstmal gut mit der Frage auseinandersetzen sollte. Und sie zeigt auch auf wie sehr man auf ein gutes Miteinander mit den bürokratischen Stellen angewiesen ist (wobei ich in diesem Buch wirklich entsetzt war, ob dieses Ausmaß wirklich möglich sein kann???). Und vor allem finde ich an diesem Buch gut, die Gesellschaft aufzurütteln, wie schlimm es manchen Kindern ergeht.


Hinter den Türen

Birgit

7. Juli 2018

Sehr berührend

Ich habe gerade ihr Buch als Hörbuch gehört und bin noch ganz ergriffen. Ich bin Erzieherin und Kinder sind mir sehr wichtig. Ihr Roman nach einer wahren Begebenheit ist sehr erschütternd. War aber sehr schön zu hören. Machen Sie weiter so bitte. Ich bin ein großer Fan von Ihnen.


Hinter den Türen

Erika Mühleis

1. Juli 2018

UNGLAUBLICH !!!

Zu erst einmal mein Kompliment an Frau Lind, dass sie sich zur Aufgabe gemacht hat, Lebensberichte zu sammeln und Romane daraus zu machen. Das finde ich ganz toll, denn ich glaube, es gibt ganz viele Leben, die es verdient haben aufgeschrieben und veröffentlicht zu werden.
Das Buch habe ich in zwei Tagen gelesen - sogar neben einem WM-Spiel. Es ist "wundervoll" geschrieben, obwohl dieses Wort nicht zum Inhalt passt. Der ist einfach nur erschreckend!
Aber es ist meiner Meinung nach richtig, auch diese Themen so zu schildern, wie sie wirklich sind:
Das Schöne und das Schwere, wenn man Pflegekinder aufnimmt; die Tragik bei vernachlässigten Kindern und den zermürbenden Umgang mit Behörden.
Auch die Ehrlichkeit der Pflegemutter, die ihre Zweifel und auch ihre ehelichen Probleme nicht verschweigt, sind bewundernswert.
Ich werde noch viele Bücher aus dieser Reihe lesen.


Hinter den Türen

Susanne Neumann

15. Juni 2018

Mich hat es umgehauen

Als ich heute morgen die letzten Zeilen Ihres Buches gelesen habe, habe ich nur noch geweint, so sehr hat es mich mitgenommen.
Als ich meinem Mann davon erzählen wollte, versagte mir ständig die Stimme.
Vor allem das Ende und das Schicksal aller drei Kinder, ganz Besonders natürlich Malies, haben mich sehr berührt.
Man kann sich gar nicht vorstellen, dass Kinder in Deutschland in der heutigen Zeit solche Einzelschicksale zu verarbeiten haben.
Es öffnet einem regelrecht die Augen.
Ich fand das Buch sehr, sehr schön. Ich war mittendrin mit Herz und Verstand , habe gelacht und geweint.
Der Abschlußsatz "Malie habe ich in Wahrheit nie wiedergesehen" ging mir besonders nahe.
Was ist nur aus ihr geworden? Hat sie als erwachsene Frau nie den Kontakt zu ihrer einstigen Pflegefamlie und ihren Geschwistern gesucht?
Hat sie noch die richtige Spur gefunden? ... Oder war es bereits zu spät?
Diese Fragen stelle ich mir.....
Ob ich wohl eine Antwort bekomme?
....und Frau Lind....SIE sind etwas ganz BESONDERES!!!


Kuckucksnest

Gabriela Thira

11. Juni 2018

Wundervolles Buch

Diese wahre Geschichte der Zwillingsschwestern Sonja und Senta, welchen der eigene Kunderwunsch verwehrt blieb,weshalb beide die Hürden der Adoption von Kindern, verschiedener Nationen, in Kauf nehmen, ist mitreißend, humorvoll und so liebenswert geschrieben, dass man sich letztendlich als Freundin der Familien fühlt.
Kurzweiliges, empfehlenswertes, humorvolles Buch über die Höhen und Tiefen zweier Familie, welche sich einer nicht alltäglichen Herausforderung stellen.


Die Sehnsuchtsfalle

Gabriela Thira

11. Juni 2018

Verständnislos

Dieser Hera Lind Roman liest sich fast wie ein Krimi.
Die Tatsache, dass es sich hier um einen Tatsachen-Roman handelt, in dem eine Frau blind vor Liebe und Verantwortungslosigkeit ihr Kind um seine Kindheit bringt und ihr Leben ruiniert, erschüttert.
Der Geschichte sorgte bei mir für viel Kopfschütteln, sie zog sich etwas in die Länge, trotzdem ist das Buch lesenswert, wenn es auch nicht das mitreißenste Buch von Hera Lind ist.


Verwandt in alle Ewigkeit

Gabriela Thira

11. Juni 2018

Nicht ausgelesen

Normalerweise bin ich ein Fan von Hera Linds Schreibweise.
Dieses Buch hat toll begonnen, gefiel mir gut durch dieses einbauen der Vergangenheitsgeschichte von Uschi.
Leider wird das Thema Alzheimer und Demenz hier nicht wirklich analysiert, der Satz "Acht Pfund, und sieben obendrein", welcher das Geburtsgewicht der Zwillingskinder von Uschi, bei jeder Gelegenheit preisgeben wird,ist irgendwann nerventötend.
Außerdem zieht sich das Buch unsagbar, ich habe nach 250 Seiten es nur noch überlesen, und irgendwann 50 Seiten vor Schluss aufgehört.
Hier hatte ich das Gefühl, man wollte mit Gewalt, 430 Seiten ausfüllen.
Für mich einer der langweiligsten Romane von Hera Lind.


Mein Mann, seine Frauen und ich

Sylvia Schmidt

2. Juni 2018

Ich hab das Buch echt verschlungen, die Geschichte ist echt brutal, aber super gut geschrieben, meinen Respekt Frau Lind.


Mein Mann, seine Frauen und ich

Eifel Bücherwurm

25. Mai 2018

Unglaublich

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: 19,99 € [D]
Verlag: Diana
Seiten: 400
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 09.05.2018

Inhalt:

Nach ihrer Scheidung genießt Nadia Schäfer die Unabhängigkeit. So lernt sie Karim kennen, einen gläubigen und gebildeten Moslem. Sie lässt sich auf ihn ein, heiratet ihn sogar, weil der Islam Liebe ohne Trauschein verbietet. Dass Karim bereits Frau und Kinder hat und die Ehe fortbesteht, nimmt sie in Kauf, denn er trägt Nadia auf Händen. Sie ziehen in den Oman, wo Nadia nur tief verschleiert aus dem Haus gehen darf. Sie tut es für Karim – ein fürsorglicher Ehemann, der sich auch noch um seine erste Frau kümmert. Bis er eines Tages Ehefrau Nummer drei mit nach Hause bringt …

Design:

Das Cover ist schön orientalisch. Die kräftigen Farben und verspielten Muster sind so, wie ich es mir vorstellen würde. Nur das Blau ist etwas kühl, da wäre eine Farbe wie Gelb, Orange oder Rot wärmer und passender gewesen.
Das Gelb des Titels ist sehr pastellig, passt aber gut ins Gesamtbild. Der Einband des Buches unter dem Schutzumschlag ist auch gelb, allerdings etwas kräftiger als die Schrift. Das ist eine ungewöhnliche Farbe für ein Buch, an die ich mich zunächst gewöhnen musste.

Meine Meinung:

Nadia Schäfer hat eine Scheidung hinter sich und will ihr Leben genießen. Sie macht einen Urlaub in der Türkei und besucht danach unterschiedliche Kurse, wie zum Beispiel einen orientalischen Kochkurs und einen Bauchtanzkurz. Nachdem sie mit ihrem Volkshochschullehrer Ali seine Verwandten in Holland besucht hat, ruft sie plötzlich ein unbekannter Araber namens Karim an und bestellt sie zum Bahnhof, um ihn abzuholen. Sie verfällt seinem Charme und willigt ein seine Frau zu werden. Von Fürth in Deutschland über Amsterdam, Salalah, La Palma, Ajman und Ras al Khaimah erlebt sie eine unglaubliche Geschichte. Sie wird seine Zweitfrau und muss sich mit den Sitten und Gebräuchen einer anderen Kultur auseinandersetzen.

Mich hat das Buch besonders fasziniert, da es auf einer wahren Geschichte beruht. Es gibt ein Nachwort der Autorin und der Protagonistin. Hätte Frau Lind sich das alles ausgedacht, hätte ich an sehr vielen Stellen die Augen verdreht und gedacht, dass das nun wirklich unglaubwürdig ist. Aber da es tatsächlich so passiert ist, hat es mich eher erstaunt.

Allein mit welcher Selbstverständlichkeit Karim schon von Anfang an Nadia herumkommandiert und absolut klarstellt, dass er das Sagen hat, ist für uns westliche, modern geprägte Frauen absolut unverständlich. Das Buch beginnt zwar im Oktober 1995, also vor über 20 Jahren, aber auch damals waren die Frauen in Deutschland schon aufgeklärt und freiheitsliebend. Die Autorin geht direkt richtig in die Vollen. Bereits in Kapitel 2 wird über die Hochzeit gesprochen. Dabei kennt die Protagonistin den Mann zu diesem Zeitpunkt erst vier Stunden lang.

Sie hat vom Islam überhaupt keine Ahnung und lässt sich trotzdem durch ihn in eine Heirat geradezu zwingen und konvertiert für ihn. Mehrfach habe ich mich gefragt, wie man als gestandene Frau nur so dumm sein kann? Selbst blind vor Liebe müssten einen die vielen Warenzeichen vorab hellhörig werden lassen. Dieses Zitat zeigt ganz gut ihre große Verliebtheit:

"Wie ferngesteuert setzte ich meine Unterschrift dorthin, wo das Kreuzchen war. Meine Finger zitterten. Ich hatte keine Ahnung, welche Folgen des haben sollte. Ich war einfach nur grenzenlos verliebt und vertraute Karim blind." Seite 77

Natürlich kommt es im Laufe des Buches immer mehr und mehr zu Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten. Karim legt dabei den Koran und seine Religion immer so aus, wie es ihm gerade passt. Diese Doppelmoral hat mich noch am meisten gestört. Dafür war es für mich wirklich bewundernswert, wie lange und ausdauernd Nadia um ihre Liebe kämpft. Aber sie ergibt sich auch nicht komplett in ihr Schicksal und kämpft im Laufe der Zeit ebenso für ihre Identität.

Innerhalb von zwei Tagen habe ich das Buch ausgelesen. Der Schreibstil war in den ersten beiden Kapiteln noch etwas gewöhnungsbedürftig und fast hölzern, aber dann fand ich schnell in die Geschichte hinein. Vielleicht war es auch eher so, dass sich die Ereignisse direkt überschlugen und ich noch nicht damit gerechnet hatte, dass es so schnell losgeht.

Im Nachwort der Protagonistin steht:

"Ja, es ist für eine westlich geprägte, emanzipierte Frau nicht leicht, meine Geschichte zu verstehen. Die muslimische Welt ist ganz anders, man kann sie nicht mit unserer vergleichen!" Seite 395

Fremde Kulturen haben mich schon immer interessiert und fasziniert. Die Autorin hat es geschafft den Zauber einzufangen und neutral, ohne Wertung, über die Ereignisse zu berichten. Das wird sicher nicht mein letztes Buch von ihr gewesen sein. Die anderen Romane nach wahren Geschichten von ihr werde ich mir nach dieser Lektüre auch einmal ansehen.

Fazit:

Auch wenn ich Nadia in vielen Dingen nicht nachvollziehen konnte, so hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Es ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte die alles bietet: Liebe und Hoffnung, Vertrauen und Misstrauen, das Morgen- und Abendland, ein ewiges Hin und Her zwischen Licht und Schatten. Faszinierend und erschreckend gleichermaßen, vergebe ich für dieses Buch fünf Sterne.