Mit dem Rücken zur Wand

Roman nach einer wahren Geschichte

Sara ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder. Als sie überraschend das Haus ihrer Großmutter erbt, könnte sie aufatmen, wäre da nicht ihr Vater im Nachbarhaus, der ihre Kindheit zur Hölle werden ließ. Er war gewalttätig. Gegen Sara und ihre Mutter. Jahre sind seitdem vergangen, und weil es finanziell eng ist, bezieht Sara mit ihrer Familie das Haus. Doch der Vater nebenan wird wieder zur Gefahr. Diesmal lässt Sara sich seine Attacken aber nicht mehr gefallen. Sie ist erwachsen. Und sie hat einen Plan ...

Leserstimmen

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  • Erschreckend, packend, lesenswert!

    Von: gaby2707 Datum: 6. April 2022

    Sara Müller hat vor einem Jahr nicht nur ihre Mutter an den Krebs verloren. Ihr Mann kam bei einem Autounfall ums Leben. Nun ist auch noch ihre geliebte Großmutter verstorben. Die hat Sara ihr Haus in Pützleinsdorf vererbt. Aber dieses Haus grenzt an das Haus ihres Vaters Heinz, ihr Elternhaus, aus dem sie vor vielen Jahren geflohen ist. Soll sie nun dort neben am Mann, der sie gedemütigt und verprügelt hat, so lange sie zurück denken kann, mit ihren beiden kleinen Kindern einziehen? In der Hoffnung, dass sich ihr Vater vielleicht im Laufe der Jahre geändert hat, wagt sie den Umzug. Aber sie hat sich schwer getäuscht.

    In den vergangenen Wochen habe ich die Autorin Hera Lind immer mal wieder in Talkshows gesehen und über ihr neues Buch reden hören. Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Und ich habe es nicht bereut.

    Gerade in Zeiten von Corona liest man immer wieder Artikel über häusliche Gewalt. Es aber hier von einer direkt Betroffenen zu lesen ist nochmal grausamer und erschreckender. Weil ich fast mittendrin bin und nicht nur als Zuschauer am Zaun stehe.

    Was ich bei den Schilderungen von Sara aus ihrer Kindheit und auch als sie mit ihren Kindern im Haus ihrer Oma lebt zu lesen bekomme ist schon extrem hart und kaum zu glauben. Was für mich auch so schwer zu begreifen ist, dass ihr Vater, von dem die meisten Dorfbewohner wissen, wie er tickt, mit allem durchkommt; sie von niemandem Hilfe zu erwarten hat. Sogar die Polizei, bei der ihr Vater durch verschiedenste Delikte aktenkundig ist, macht ihr keine Hoffnung. Das hat mich beim Lesen immer wieder fassungslos werden und an unserem Rechtssystem zweifeln lassen.
    Da kann ich Sara sehr gut verstehen, dass sie selbst handelt, einen Plan schmiedet, wie sie dem Monster nebenan entkommen kann – und dafür dann vor Gericht gestellt wird.

    Die Geschichte, die Sara erlebt hat, braucht keine Spannung erzeugenden Zusätze. Sie ist an sich so spannend und aufwühlend, dass ich hier und da mal eine Pause machen musste, um das alles zu verdauen.

    Auch das Nachwort der Autorin und der Protagonistin Sara finde ich sehr interessant und aufschlussreich. Beide Darstellungen runden den Roman sehr gut ab.

    Eine Geschichte, die zeigt, mit wie viel Angst, Verzweiflung, Demütigung, Zorn und Wut diese junge Frau umgehen musste. Bis zu dem Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens -
    versuchter Mord bzw. Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung. Wie es dazu kommt und wie es ausgeht, lest ihr hier in diesem packenden Roman von Hera Lind.

    Ich möchte diesen Roman absolut empfehlen.

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  • Erschütternd

    Von: Sarah Datum: 21. März 2022

    Sara’s Kindheit ist von Gewalt geprägt. Mir 13 schafft sie es, sich daraus zu befreien. Jahre später ist sie selbst Mutter, verliert innerhalb kürzester Zeit ihren Mann, die Mutter, sowie die Großmutter und zieht auf Grund finanzieller Probleme in das Haus ihrer Oma, welches sich genau neben dem ihres Vaters befindet. Alsbald beginnt der Vater sie wieder, erst verbal, später auch körperlich anzugreifen. Die Auseinandersetzung schaukelt sich hoch und Sara wehrt sich, auf eine sehr unkonventionelle Weise.
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    Die Geschichte um Sara hat mich sehr mitgenommen. Die Schilderungen ihrer Missgandlungen durch den Vater sind sehr detailliert und man fragt sich oft, wieso ein Mensch dies seiner eigenen Tochter antun kann, aber auch, wieso sie sich alles, vor allem als Erwachsene gefallen lassen hat.
    Es ist beängstigend, dass die gesamte Dorfgemeinschaft weiß und wusste, was bei ihr zu Hause passiert und dass niemand eingreift. Auch die Polizei macht nichts, sodass sich Sara letztendlich zu einem drastischen Schritt entscheidet, der sie vor Gericht bringt.
    Auch wenn ich kein Verfechter von Gewalt bin und es auch nicht gut finde auf Gewalt mit Gegengewalt zu reagieren, so kann ich Sara dennoch verstehen.
    Die Geschichte zeigt auf erschreckende Weise, dass unsere Justiz im Hinblick auf häusliche Gewalt, zu wenig Handlungsspielraum hat und so hart das klingt, oft auch versagt und die Opfer auf sich gestellt sind.
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    Die Autorin hat es sehr gut geschafft, die Erfahrungen von Sara in Worte zu packen und trotz des heftigen Inhalts dafür zu sorgen, dass man weiterlesen möchte.
    Was mir allerdings ganz eindeutig fehlt, ist eine Triggerwarnung, denn der Klappentext lässt nicht darauf schließen, dass hier so ins Detail gegangen wird.

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  • Hat mich fassungslos gemacht

    Von: buchwurm05 Datum: 16. März 2022

    Inhalt:
    Sara ist vom Leben gebeutelt. Als Kind war sie den brutalen Angriffen ihres Vaters ausgesetzt. Dann endlich scheint sich das Schicksal zu wenden. Mit ihrem Mann macht sie sich selbstständig und bald wird die Familie komplett sein. Sara ist zum zweiten Mal schwanger. Von einem auf den anderen Tag wird jedoch dieses Glück jäh zerstört. Ihr Mann kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Jetzt steht sie mit 2 kleinen Kindern alleine da und weiß nicht wie es weitergehen soll. Die Rettung ist die Erbschaft von ihrer Großmutter. Neben einem Mietshaus, von dessen Einnahmen sie zukünftig leben kann, wird ihr auch ein Einfamilienhaus vermacht. Im Grünen gelegen und perfekt für Kinder. Nur diese Idylle trügt. Denn nebenan wohnt ihr Vater und der hat sich nicht wirklich geändert....

    Leseeindruck:
    "Mit dem Rücken zur Wand" ist ein Tatsachenroman. Hier geht es um die real existierende Sara und um die brutalen Übergriffe ihres Vaters. Egal an wen Sara sich wendet, immer wieder bekommt sie zu hören: so ist er halt. Selbst als sie die Polizei, nach einer heftigen Attacke ihres Vaters, einschaltet, verläuft das Ganze ins Leere. Mich hat das fassungslos gemacht. Unvorstellbar, dass dies tatsächlich einer wahren Begebenheit entspricht. Schwierigkeiten hatte ich mit der Erzählform. Im Nachwort wird erklärt, warum dieses Mal das Ganze nicht wie üblich kompakter gehalten wurde. Ja, kann ich nachvollziehen. Hat aber bei mir gerade in der Mitte für einen Hänger gesorgt. Es wiederholt sich vieles. Zudem legt Sara viel Wert darauf, dass man ihre Beweggründe nachvollziehen kann, als sie sich endlich wehrt. Oft fällt der Satz: Sara, ich kann dich verstehen. Und genau damit habe ich mich schwer getan. Ich konnte es nur bedingt. Aber auf keinen Fall konnte ich ihre Kurzschlusshandlung gut heißen, bei der sie einem Fremden im weiteren Verlauf mehr oder weniger das Leben zerstört hat. Leider erfährt man dazu nicht mehr allzu viel am Ende. Aber wer bin ich schon, um darüber zu urteilen. Ich denke, dass können nur diejenigen, die selbst solche Erlebnisse mitmachen mussten.

    Fazit:
    Ich bin immer noch schockiert wie brutal häusliche Gewalt ist. Das dies tatsächlich existiert. Genauso wichtig finde ich aber auch, dies nicht zu verschweigen. Bei "Mit dem Rücken zur Wand" hätte ich mir jedoch einen kompakteren Schreibstil gewünscht. Einfach um mich intensiver in Saras Gefühlswelt hineinzuversetzen. So ist mir viel verborgen geblieben. Bis auf die Tatsache, dass manche "Freunde" einen eher noch tiefer in eine Abwärtsspirale ziehen, als man das eh schon ist. Wer sich nicht getriggert fühlt, sollte diesen Roman lesen. Denn es ist einfach unvorstellbar was mitten bei uns in Deutschland passiert. Jeder weiß es. Alle schauen weg.

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  • Spannender Tatsachenroman

    Von: buchundkaffee Datum: 14. März 2022

    „Ich fühlte mich wie ein Flipperautomat, bei dem alle Kugeln gleichzeitig losgeschleudert wurden: Angst, Selbstmitleid, Zorn, Wut, Rache, Gerechtigkeitsgefühl, Entschlossenheit, etwas zu ändern. Jetzt. Sofort. Für immer.“ (S. 156)

    Ich zäume mal das Pferd von hinten auf. Zunächst einmal sollte das Buch unbedingt mit einer Triggerwarnung versehen werden. Es geht hier um brutale häusliche Gewalt. Es war für mich kaum auszuhalten, und ich hatte anfänglich kurz überlegt, ob ich es abbrechen sollte. Andererseits war ich wiederum so neugierig, ob Sara es geschafft hat, dieser Hölle zu entkommen. Saras Geschichte hat mich sehr betroffen gemacht und tief berührt … Hinzu kommt, dass ich schon viele Tatsachenromane der Autorin gelesen habe. Sie schreibt die Geschichten der Protagonistinnen immer so fesselnd, dass ich trotz der oft schlimmen und grausamen Geschehnisse immer weiterlesen wollte, so auch hier.

    Sara ist alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern. Ihr Mann kam bei einem Autounfall ums Leben, als sie gerade mit ihrer Tochter Romy schwanger war, und der kleine Moritz war erst zwei Jahre alt. Sie hatte mit ihrem Mann ein Restaurant betrieben, welches allerdings komplett verschuldet war. Kurze Zeit später starb auch ihre Mutter und dann auch noch ihre Oma, die ihr ihr Haus vererbte, das allerdings direkt neben dem Haus ihrer Kindheit stand, in dem auch heute noch ihr Vater lebte, der gewalttätig war und ihr und ihrer Mutter das Leben zur Hölle gemacht hat.

    Sie zieht also mit beiden Kindern in das Haus und lernt Daniel kennen, der als Untermieter zu ihr zieht und mit dem sie bald darauf auch eine Liebesbeziehung beginnt. Die Kinder mögen ihn sehr, und alles könnte so schön sein … wenn da nicht ihr Vater wäre, der sich keinen Deut gebessert hat und wieder zu einer großen Gefahr für sie wird. Auf Daniel kann sie leider nicht zählen, sie merkt schnell, dass er ein absolutes Muttersöhnchen ist und lieber wieder zu seiner Mutter zieht, anstatt Sara beizustehen.

    Dann lernt Sara Marius kennen, und ein Plan beginnt in ihr zu reifen, der allerdings in einer Katastrophe endet … Ab diesem Punkt las sich das Buch dann spannend wie ein Krimi. Das ist natürlich auch Hera Linds fantastischem Schreibstil zu verdanken. Ich hätte noch so viel zu dem Inhalt des Buches zu sagen, möchte aber nicht weiter spoilern.

    Ich habe mich oft gefragt, warum sie sich das überhaupt antut und nicht „einfach“ mit ihren beiden Kindern wegzieht, um in Ruhe ihr Leben zu leben und auch ihre Kinder zu schützen. Aber so „einfach“ war es eben nicht für sie aufgrund der finanziellen Probleme. Auch die Beziehung zu Daniel habe ich ab einem gewissen Punkt nicht mehr nachvollziehen können. Aber Sara hat ihre Gefühlswelt sehr eindringlich und absolut authentisch beschrieben, und für sie gab es keinen anderen Ausweg.

    Ich könnte noch stundenlang über dieses Buch schreiben, obwohl es mich oft sprachlos gemacht hat. Es wird mir definitiv noch nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Von mir gibt es absolut verdiente 5 Sterne, allerdings mit einer eingeschränkten Leseempfehlung wegen der grausamen Thematik.

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  • Mit dem Rücken zur Wand

    Von: Ursula Bernotat Datum: 27. Februar 2022

    Liebe Hera Lind, dieses Buch mit dem Rücken zur Wand ist ergreifend, spannend oft nicht vorstellbar, daß es Situationen gibt im Leben welches Menschen fähig sind sie zu ertragen , heil und trotzdem gestärkt sich mit eigener Kraft herauszufinden um dann positiv in die Zukunft sehen.
    Jedes Ihrer Bücher fasziniert und hält mich bis zur letzten Seite in Spannung.
    Manchesmal auch in Aufregung weil ich mich oft auch darin wiederfinde
    In Erwartung auf Ihren nächsten Tatsachen Roman verbleibe ich mit lieben Grüßen Ursula Bernotat

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