Über alle Grenzen

Roman nach einer wahren Geschichte

Voller Begeisterung zieht die bayrische Familie Alexander in den späten 1950er-Jahren vom Chiemsee nach Thüringen, wo der Vater Direktor im Erfurter Zoo wird. Ein Paradies für die Kinder Lotte, Bruno und deren Schwestern. Doch dann wird die Mauer gebaut, und es gibt kein Zurück. Obwohl der musikalisch hochtalentierte Bruno gerade frisch verheiratet und Vater geworden ist, flieht er Hals über Kopf in den Westen. Er ist frei, hinterlässt aber eine geschockte Familie, deren Leben nun vollends aus den Fugen gerät. Besonders als Bruno den Vater anfleht, seiner Frau und dem Baby zur Flucht zu verhelfen ...

Leserstimmen

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  • Ein tolles Buch über eine unvergessliche Zeit

    Von: Eulenhummel Datum: 25. Januar 2021

    📖 𝐔̈𝐛𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧 📝 𝐇𝐞𝐫𝐚 𝐋𝐢𝐧𝐝 🔎 Inhalt : Voller Begeisterung zieht die bayrische Familie Alexander in den späten 1950er-Jahren vom Chiemsee nach Thüringen, wo der Vater Direktor im Erfurter Zoo wird. Ein Paradies für die Kinder Lotte, Bruno und deren Schwestern. Doch dann wird die Mauer gebaut, und es gibt kein Zurück. Obwohl der musikalisch hochtalentierte Bruno gerade frisch verheiratet und Vater geworden ist, flieht er Hals über Kopf in den Westen. Er ist frei, hinterlässt aber eine geschockte Familie, deren Leben nun vollends aus den Fugen gerät. Besonders als Bruno den Vater anfleht, seiner Frau und dem Baby zur Flucht zu verhelfen ...
    🖍 Fazit: Da ich selber aus Erfurt komme und hier auch noch 9 Jahre in der DDR gelebt hab, bevor die Grenzen geöffnet wurden, war mir sofort klar, dass Buch muß ich lesen! Und tatsächlich wohnte Familie Alexander damals in der selben Straße wie ich in meiner Kindheit 20 Jahre später 1980.... Dazu kommt, dass ich den im Roman erwähnten Elefanten 🐘 „Berta“ sogar noch „persönlich“ kenne. Mein Großvater war regelmäßig mit mir im Erfurter Zoopark! Ich fand es toll, einige erwähnte Orte aus dem Buch selbst so gut zu kennen, das ich beim Lesen oft real mittendrin war! Wie schon in ihrem vorgingen Tatsachenroman gefiel mir der Schreibstil von @hera.lind.autorin wieder richtig gut. Ein ergreifender Familienroman, der einem aufzeigt, was die Menschen in der DDR erleben und durchleben mussten. Mit welcher Gewalt und Grausamkeit Menschen getrennt, ausspioniert, bespitzelt und behandelt worden sind. Ich fand alle Protagonisten toll beschrieben, und das Buch absolut spannend und detailgetreu geschildert ! Auch wenn Hera Lind aus zwei einzelnen Geschichten in ihrem Buch eine machte, fand ich dieses Buch und die dadurch entstandene Geschichte richtig lesenswert. Und ich finde, •Über alle Grenzen• zählt zu einem der besten Bücher über diese so grausamen und prägende Zeit #gegendasvergessen ! 5⭐️ Danke an das @bloggerportal für das Rezensionsexemplar! #steffsbücherjahr2021 #steffsbücherliebe #dianaverlag

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  • Grenzenlos gut

    Von: HEIDIZ Datum: 28. Dezember 2020

    Dieses Buch kann man nicht aus der Hand legen. Ich habe es bestens unterhalten, informiert und mit großer Spannung gelesen und bin froh, dass es mir in die Hände fiel.

    Als Lotte erzählt Autorin Hera Lind die Geschichte einer thüringer Familie. Die Alexanders zogen in den 1950er Jahren vom Chiemsee nach Thüringen. Er wird Direktor des Erfurter Zoos. Ein Zurück gibt es für die Familie nicht. Bruno allerdings - der Sohn - wagt die Flucht, allerdings denkt er in diesem Moment nicht an Frau und Kind, die er dann gern nachholen möchte ...

    Das geteilte Deutschland wird in diesem Tatsachenroman lebendig, man kann sich gut hineinversetzen, die Autorin schreibt lebendig und fesselnd, man nimmt ihr das Geschriebene ab, man ist tatsächlich dabei und leidet mit. Da ist auch noch Lotte, die Schwester von Bruno, verzeiht sie, was passierte .... ???? Dieser Familienroman geht ans Herz und reißt mit.

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  • Leidenswege der Familien von DDR-Flüchtlingen

    Von: mirabellaparadise Datum: 19. November 2020

    Der emotionale, tiefgründige Roman basiert auf zwei wahren Geschichten, die LIND geschickt in einen „Topf geworfen, umgerührt und mit einer Prise Erdichtung“ garniert hat.

    In diesem Roman stehen ausnahmsweise nicht die riskanten aber dennoch erfolgreichen Fluchten, sondern die Leidenswege der in der DDR-ZURÜCKGEBLIEBENEN FAMILIENMITGLIEDER im Vordergrund.

    Das Martyrium, welches sie mitmachen müssen, ist unfassbar: Erpressungen, Überwachungen, stundenlange Verhöre durch die STASI unter unmenschlichen Bedingungen bilden den Anfang. Im weiteren Verlauf verlieren die Angehörigen ihre Jobs, Wohnungen, Privilegien, Perspektiven und werden wegen Beihilfe zur Flucht zu Gefängnisaufenthalten verurteilt.

    Die Repressalien betreffen auch die jüngsten Angehörigen: Kindern wird die Teilnahme an Ausflügen, sportlichen Aktivitäten und Studienplätzen verwehrt. Lehrer rufen zum Mobbing auf: Kinder werden quasi als „Freiwild“ erklärt und VOR sowie VON der Klasse gedemütigt.

    Die Geschichte beginnt im Jahr 1959: Ein Veterinär quartiert seine Familie vom Chiemsee nach Erfurt um, da ihm ein Traumjob als Zoodirektor winkt. Er verspricht die Rückkehr in die Heimat, falls sie sich in Thüringen nicht wohl fühlen würden und vertraut unglückseligerweise auf die am 15.06.1961 internationalen Pressekonferenz getätigten Aussage Ulbrichs: „NIEMAND HAT DIE ABSICHT EINE MAUER ZU ERRICHTEN“.

    Ein sehr außergewöhnliches Buch mit einem interessanten, bisher viel zu wenig beachteten Thema.

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  • sehr spannend!

    Von: Nadine Datum: 14. Oktober 2020

    Frau Lind ist ein sehr spannendes Buch gelungen! Ich habe es innerhalb einer Woche gelesen. Es hat mich aber auch etwas aufgewühlt. Ich bin selbst in die DDR hineingeboren und kann mir schwer vorstellen, das gewisse Dinge wirklich wahr waren!

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  • Ja, so war es!

    Von: Christina Datum: 16. April 2020

    Ein unheimlich bewegendes Buch - selten war ich beim Lesen so gefesselt. Und ich habe mich an vielen Stellen in meine Jugend zurückversetzt gefühlt und konnte bestätigen, was fast schon vergessen ist und an vielen Stellen verblasst. Doch diese Erinnerungen und Erlebnisse sind wichtig und dürfen nicht vergessen werden - nicht zuletzt für die Opfer!
    Ich habe meiner Tochter (21) das Buch zum Lesen gegeben und sie ist auch sehr fasziniert und fragt oft - War das wirklich so? Ja, so war es!

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