Über alle Grenzen

Roman nach einer wahren Geschichte

Voller Begeisterung zieht die bayrische Familie Alexander in den späten 1950er-Jahren vom Chiemsee nach Thüringen, wo der Vater Direktor im Erfurter Zoo wird. Ein Paradies für die Kinder Lotte, Bruno und deren Schwestern. Doch dann wird die Mauer gebaut, und es gibt kein Zurück. Obwohl der musikalisch hochtalentierte Bruno gerade frisch verheiratet und Vater geworden ist, flieht er Hals über Kopf in den Westen. Er ist frei, hinterlässt aber eine geschockte Familie, deren Leben nun vollends aus den Fugen gerät. Besonders als Bruno den Vater anfleht, seiner Frau und dem Baby zur Flucht zu verhelfen ...

Leserstimmen

trenner
Haben Sie diesen Roman von Hera Lind gelesen? Wir sind sehr gespannt auf Ihre Meinung!

Ihre Meinung abgeben

Bei den mit * gekennzeichneten Feldern handelt es sich um Pflichtfelder.

Mit Absenden des Formulars erkläre ich mich mit der Veröffentlichung meiner Leserstimme durch die Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH einverstanden. Angegebene E-Mail-Adressen werden nicht für Werbezwecke verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

  • Von: Schramm Datum: 30. Mai 2019

    Ich habe mir dieses Buch gekauft und angefangen es zu lesen .Am Anfang war es nicht so interessant aber je mehr ich las könnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.Es ist wie alle Bücher die ich bis jetzt gelesen habe wieder sehr gelungen .Und am Ende auch wieder viel geweint über die Schicksale dieser Menschen.

    Lesen Sie weiter
  • zwei bewegende Geschichten: hinter der Mauer und hinter einem Pflegefall

    Von: Minangel Datum: 18. Mai 2019

    Inhalt: Voller Begeisterung zieht die bayrische Familie Alexander in den späten 1950er-Jahren vom Chiemsee nach Thüringen, wo der Vater Direktor im Erfurter Zoo wird. Ein Paradies für die Kinder Lotte, Bruno und deren Schwestern. Doch dann wird die Mauer gebaut, und es gibt kein Zurück. Obwohl der musikalisch hochtalentierte Bruno gerade frisch verheiratet und Vater geworden ist, flieht er Hals über Kopf in den Westen. Er ist frei, hinterlässt aber eine geschockte Familie, deren Leben nun vollends aus den Fugen gerät. Besonders als Bruno den Vater anfleht, seiner Frau und dem Baby zur Flucht zu verhelfen… (übernommen)

    Meine Meinung: Dieser Roman passiert auf wahren Begebenheiten und zeigt das Schicksal einer Familie im geteilten Deutschland auf. Burschi - hochtalentiert musikalisch - möchte einfach seine Träume leben und durch eine unüberlegte Handlung flieht er. Was diese Flucht an Wellen schlägt, ist authentisch schockierend im Buch dokumentiert. Sogar die Familie seiner Schwester muss noch für seine Handlung geradestehen und sehr bewegend wird ihr Alltag in der DDR geschildert.
    Der Roman erzählt in der Vergangenheit der DDR abwechselnd mit der Gegenwart, wo wir den Alltag als Pflegefall mit all seinen Hürden und Schwierigkeiten kennen lernen, aber auch der liebevollen schwesterlichen Betreuung begegnen. Durch die wechselnde Erzählperspektive der Vergangenheit und der Gegenwart wurde mir als Leser teilweise befürchtete Schrecken genommen bzw. auch bestätigt, was manchmal der entstehenden Spannung die Auflösung nahm (zB die Flucht, ob sie glückt).
    Sehr berührt hat mich auch das Nachwort, wo wir über die realen Personen des Romans und ihren authentischen Erlebnissen erfahren.

    Fazit: zwei emotionale Themen (Flucht aus der DDR und das Leben als Pflegefall) wurden zu einem authentischen Roman zusammengefasst. Mir persönlich hätte für die Geschichte auch ein Thema gereicht, um es vollends emotional auszuschöpfen. So war ich etwas hin und her gerissen, aber das Buch ist mir lesenswerte mauerniederreißende 4 Sterne wert.

    Lesen Sie weiter
  • Ein deutsches Schicksal

    Von: Christine A. Datum: 16. Mai 2019

    Es ist ein verlockendes Angebot für den Tropenmediziner und Tierarzt Werner Alexander. Ende der 50iger Jahre wird ein Direktor für den Erfurter Zoo gesucht. Die ganze Familie übersiedelt von Bayern in den Osten. Da konnte noch niemand ahnen, dass nur wenige Jahre später diese Entscheidung in eine Katastrophe führte. Inzwischen wurde die Mauer gebaut und die Familie Alexander fühlt sich im Osten gefangen, die Direktorenstelle wurde längst mit einem linientreuen Parteigänger ersetzt. Später führt dann noch die versuchte Republikflucht des Sohnes Bruno zu ständigen Repressalien und Bruno ins Gefängnis.
    Die zweite Zeitebene des Romans spielt in der Gegenwart. Lotte hat nach vielen Jahren ihren verschollenen Bruno ausfindig gemacht. Nach den vielen Gefängnisjahren hat er keinen Platz in der Gesellschaft mehr gefunden, seine Familie zerbrach an seinem Alkoholmissbrauch und seinen Gewaltausbrüchen. Er vegetiert inzwischen krank und verwirrt in einem Pflegeheim vor sich hin. Lotte setzt alles daran, dem Bruder die letzte Lebenszeit besser zu machen und auch seine Kinder zu finden um sie zur Aussöhnung zu bewegen.
    Es sind also gleich zwei große Themenkreise, die Hera Lind in ihrem Buch zusammenfasst. Wobei wir im Nachwort von Protagonistinnen hören, auf deren Erlebnissen und Aufzeichnungen die Rahmenhandlung des Buches beruht. Lebendige, erlebte Geschichte – das hat mich neugierig gemacht und interessiert.
    Sehr anschaulich finde ich das eingeschränkte Leben in der DDR geschildert. Die Bespitzlungen und Eintragungen der Stasi sind für die Familie einschneidend, die Kinder bekommen keine Zeugnisse mehr, eine weiterführende Schule ist unmöglich, all das weiß man aus vielen Berichten. Fast unfreiwillig komisch präsentiert sich die Stasi, wenn später in den Überwachungsprotokollen eine nasebohrenden Tochter aufgeführt wird, die von der Schwester ein Taschentuch gereicht bekommt. Schikane und genaues deutsches Beamtentum ergeben zuweilen eine absurde Mischung.
    Allerdings hatte ich das Gefühl, dass Hera Lind sich nicht ganz exakt in den Sprachgebrauch der damaligen DDR einfühlen konnte. Zu viele Anglizismen und aktuellere Redewendungen sind ihr da in den Text gerutscht.
    Der zweite Themenkreis – das Wiederfinden des Bruders in einer Pflegeeinrichtung – zeigt das ganze Elend des Pflegenotstandes. Bruno, der kaum noch artikulieren kann und Sozialhilfeempfänger ist, wird eigentlich nur noch verwahrt. Lotte kämpft ganz entschieden gegen diese Missstände an und führt geradezu einen Kreuzzug gegen Heimleitung, überarbeitete Pfleger und Gleichgültigkeit.
    Ich kannte Hera Lind bisher nur von ihrem Erstlingswerk „Ein Mann für jede Tonart“ und auch ihren weiteren beruflichen Werdegang hatte ich nicht verfolgt, so dass dieses Buch tatsächlich eine positive Überraschung für mich war. Ich fand es emotional erzählt und auch durch die authentischen Bezüge besonders interessant.

    Lesen Sie weiter
  • Ein wirklich sehr berührender Roman

    Von: Rebecca K. Datum: 11. Mai 2019

    In den späten 1950er Jahren zieht Familie Alexander vom Chiemsee nach Erfurt wo der Vater den Posten des Zoodirektors übernimmt. Ein kleines Paradies für die fünf Geschwister der Alexanders, aber dann kommt der Mauerbau und nun gibt es wirklich kein Zurück mehr in die alte Heimat.
    Bruno der einzige Sohn der Familie kommt damit nicht so ganz klar, so dass er gerade frisch verheiratet die Flucht in den Westen wagt.
    Die Familie bleibt geschockt zurück, doch als Bruno seinen Vater anfleht seiner Frau und seinem Kind zur Flucht zu verhelfen setzt er die Existenz seiner Familie aufs Spiel.

    Die Romane die auf Tatsachen beruhen von der Autorin Hera Lind empfinde ich immer mit so viel Liebe und Hingabe erzählt, dass ich diese immer sehr gerne Lese.
    Hier bei diesem Roman hat mich auch die Ost-/Westgeschichte neugierig gemacht und so habe ich sehr gespannt mit dem Lesen begonnen.
    Der Einstieg ins Buch ist mir recht leicht gefallen und ich bin auch recht zügig durch den Roman durchgekommen was ich so nicht erwartet hätte.
    Die Zerrissenheit von Bruno aber auch vom Rest der Familie konnte man während des Lesens sehr gut fühlen, auch konnte ich die Gedanken und Gefühle verstehen und bin wirklich froh nicht in der DDR aufgewachsen zu sein.
    Ich fand es auch berührend wie Lotte sich um ihren Bruder kümmert und ja fast schon mütterlich umsorgt. Nur ganz ehrlich wie sie sich den Nachkommen von Bruno gegenüber verhalten hat, fand ich nicht gut man kann niemanden zwingen und das muss man respektieren.
    Dem Handlungsverlauf in beiden Handlungssträngen konnte man sehr gut folgen und es war auch wirklich alle so erzählt, dass man alle Entscheidungen nachvollziehen konnte.
    Auch fand ich während des Lesens gut, dass alles aus der Sicht von Lotte erzählt war und es so nicht verwirrend war zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu wechseln.
    Der Spannungsbogen war bis zum Schluss erhalten und so konnte man sich so seine Gedanken machen ob auch wirklich alles gut ausgehen wird.
    Die Handlungsorte empfand ich während des Lesens als so detailliert beschrieben, so dass man sich alles ohne Probleme vor dem inneren Auge entstehen lassen konnte.
    Auch die verschiedenen Figuren des Romans waren alle sehr liebevoll beschrieben und so konnte man sie sich sehr gut beim Lesen vorstellen.
    Alles in allem aht mich der Roman zum Lachen und Weinen gebracht, aber auch zum Hoffen und Bangen sowie auch zum Nachdenken und ja es war ein wirklich berührender Roman für den ich sehr gerne alle fünf Sterne vergebe.

    Lesen Sie weiter
  • Die Familie Alexander in der damaligen DDR

    Von: Leseratte Austria Datum: 10. Mai 2019

    „Über alle Grenzen – Roman nach einer wahren Geschichte“ von Hera Lind im Diana Verlag erschienen. Mit 383 Seiten. In der „Ich“ Form geschrieben von Lotte. Abwechselnd werden Geschichten von früher und jetzt erzählt!
    Der bayrische Familienvater Hr. Alexander bekommt im Jahr 1960 eine neue Arbeitsstelle als Direktor im Erfurter Zoo/DDR. Seine Frau und Kinder ziehen mit ihm um. Kurz darauf wird die Mauer gebaut zwischen der BRD und der DDR. Die Politische Situation verändert sich immer mehr. Da aber die Familie Alexander eher der BRD zugetan ist, beginnen langsam die Probleme. Wer sich gut mir der DDR stellte konnte Studieren, bekam tolle Job, Telefon, Auto usw..Da die Familie Alexander immer noch „Westkontakt“ pflegt wird ihnen so manches verwehrt bleiben. So wollte auch die Tochter Lotte studieren, durfte aber nur eine Ausbildung zur Sekretärin machen. Was sich bei den vielen Ansuchen schreiben, auszahlte. Sohn Bruno durfte sich Musikalisch Hocharbeiten und wurde ein berühmter Geiger.
    Jahr 2010. Lotte wohnt mit ihrem Mann Paul in Bayern und sucht schon seit langem ihren Bruder Bruno. Bis auf einmal sein Name in einem Pflegeheim in Norddeutschland auftaucht. Bald machen sich die beiden auf die Reise und besuchen Bruno. Lotte erschrickt, Bruno ist schwer krank. Er ist abgemagert, Alkoholiker, spricht kaum und Inkontinenz. Lotte bemüht sich Bruno in ihrer Nähe in ein Pflegeheim unterzubringen. Nach vielen Ansuchen bei Behörden, wurde die Verlegung genehmigt. Ab sofort kümmern sich Lotte und Paul um ihn.
    Lotte erzählt von ihrer Zeit in der DDR und versucht die vielen Jahre von Bruno nachzuvollziehen. Sie haben sich schon seit Jahren nicht mehr gesprochen oder gesehen.
    Wie konnte es nur soweit kommen, dass Bruno so krank wurde? Wie ging es mit der Familie Alexander in der DDR weiter? Konnte jemand nach Bayern zurück ziehen?
    Meine Meinung: In diesem Buch wurden zwei wahre Geschichten miteinander verflochten. Es entstand daher eine sehr spannende aber auch kritische Geschichte gegenüber der damaligen DDR. Ich hab mit der Familie mitgelitten und wollte einfach, dass es für alle besser wird!! Die Familie durfte so wenig über ihre eigene Zukunft entscheiden, das ist heutzutage undenkbar. Alleine zu lesen, dass die Bayrische Verwandtschaft „Westpakete“ schickte, um der Familie in der DDR etwas Gutes zu tun, ist so rührend. Wir können in ein Geschäft gehen und kaufen, essen, probieren und ansehen was wir wollen, damals in der DDR stand das nicht gerade an der Tagesordnung! Ich bin immer noch sehr aufgewühlt und hab das Buch verschlungen. Das Cover sieht super aus und macht auf die Geschichte darin neugierig. 5 von 5 Sternen

    Lesen Sie weiter
  • 1
  • ...
  • 4
  • ...
  • 6

Jetzt bestellen

trenner
Taschenbuch
€ 10,99 [D] inkl, MwSt, | € 11,30 [A] | CHF 16,90 * (* empf, VK-Preis)
Weitere Ausgabearten: Gebundenes Buch , E-Book ,
Sie möchten mehr Bücher von Hera Lind ansehen?
trenner
Zur Übersicht

Newsletter

trenner

Seien Sie gut informiert mit unserem Buchentdecker-Service zu aktuellen Buchtipps, Leseproben und Gewinnspielen.

Besuchen Sie mich auch auf

www.heralind.com ist die offizielle deutschsprachige Website der Autorin Hera Lind.
© Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH | Kontakt | Impressum & Haftungsausschluss | Datenschutz | Website: Bewegte Werbung

diana Verlag