Grenzgängerin aus Liebe

Roman nach einer wahren Geschichte

Die junge Sophie aus Weimar ist beeindruckt, als sie Hermann aus dem Westen kennenlernt. Soll sie Karsten, ihren verheirateten Liebhaber und einflussreichen DDR-Funktionär verlassen? Hermann schwärmt von Westdeutschland und verspricht Sophie das Paradies auf Erden. Doch als ihr Ausreiseantrag bewilligt wird, stehen nur seine Eltern am Bahnhof, Hermann selbst ist für Monate beruflich im Ausland. Das hält sie nicht aus, sehnt sich nach Karsten. Erneut überquert sie die Grenze, nicht ahnend, dass sie in eine Falle mit doppeltem Boden geraten ist …

Leserstimmen

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  • Ein absolut lesenswerter Roman

    Von: wordfulbooks Datum: 23. Juni 2021

    „Warum wollten sie ausreisen?“ - „Der Liebe wegen.“
    „Und warum wollen sie wieder einreise?“ - „Der Liebe wegen.“
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    Die junge Sophie aus Weimar ist glücklich in der DDR. Als sie Karsten kennenlernt, scheint ihr Glück perfekt. Doch Karsten ist verheiratet und es scheint, als sei Sophie auf ewig sein großes Geheimnis. Auf einer Bulgarienreise lernt sie Hermann aus dem Westen kennen und verliebt sich in ihn. Sie stellt einen Ausreiseantrag, doch der Westen ist so ganz anders als sie es erwartet hat und ihr fehlt Karsten schrecklich. Erneut überquert Sophie die Grenze und ahnt nicht, dass sie in eine Falle mit doppeltem Boden geraten ist…
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    Der Schreibstil von Hera Lind konnte mich erneut überzeugen. Die Geschichte ist so authentisch beschrieben, dass man sich direkt in die Story reinversetzt fühlt. Das gefällt mir immer sehr gut. Auch interessant fand ich die Sicht Sophies, der es in der DDR echt gut ging und gut gefallen hat und sich nur der Liebe wegen für den Westen entscheiden wollte. Durch ihre Ansichten konnte man irgendwie sogar nachvollziehen, wieso sie zurück in die DDR wollte. Auch wenn es natürlich sehr naiv war. Aber ich glaube, einige wollten und konnten es einfach nicht wahrhaben, was dort abging und das wurde durch Sophie nochmal sehr deutlich.
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    Ein toller Roman über Grenzen, Liebe und Zerrissenheit. Einen halben Punkt Abzug für die „Kopf-an-die-Wand“-Naivität Sophies und eine klare Leseempfehlung für alle, die Hera Linds Tatsachenromane lieben. 4,5 Sterne.

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  • Immer die DDR

    Von: Susanne Datum: 19. Juni 2021

    Natürlich ist das Buch gut. Aber immer die selben Themen die DDR. Ich möchte neue Geschichten aus dem Orient oder von Weltenbummlern. Das würde mich freuen. Die Hauptfigur ist jung und naiv und hat immer Glück. Das erscheint mir sehr fiktiv. Hoffentlich kommen bald wieder biographien , die weder in Deutschland und schon garnicht in der DDR spielen!

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  • wunderbare Geschichte

    Von: bookish.life.lines Datum: 13. Juni 2021

    Meine Meinung:
    Zunächst möchte ich mich bei dem Bloggerportal und dem Verlag danken, welche mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben, dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

    Nachdem ich vor ein paar Monaten „Die Frau zwischen den Welten“ gelesen habe, hat es mir Hera Lind mit ihren Tatsachenromanen angetan, so dass ich mich richtig gefreut habe, ein neues Werk der Autorin lesen zu dürfen. Ich kann an dieser Stelle vorweg nehmen, dass mich auch dieses Buch wieder in seinen Bann gezogen und absolut begeistert hat.

    Die Autorin schafft es mit ihrem flüssigen und leicht lesbaren Schreibstil eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie mich direkt gefangen genommen und nur so durch die Seiten hat fliegen lassen. Dabei stellt sie die Protagonisten absolut authentisch da und lässt den Leser auf der Reise durchs Sophies Leben tief in deren Leben blicken. ACHTUNG KLEINER SPOILER!: Dem Nachwort konnte man entnehmen, dass es sich bei der Geschichte von Sophie jedoch gar nicht um die Geschichte einer einzelnen Person handelt, sondern der Autorin zwei Tatsachenberichte zur Verfügung standen von zwei unterschiedlichen Frauen, welche sie ineinander verwoben hat. Dies lies mich erstaunen, denn der Geschichte selbst merkt man dies nicht an.

    Die Zeitspanne der Geschichte beginnt im Jahr 1974 und erstreckt sich bis ins Jahr 2020, auch wenn 46 Jahre eine sehr lange Zeit sind, hatte ich das Gefühl, die Zeit im Buch verfliegt einfach so. Die Entwicklung von Sophie hat mir sehr gut gefallen und ihre Ängste, Gedanken und Gefühle waren für mich sehr gut spürbar. Als Fan von deutscher Nachkriegsgeschichte, habe ich schon viele Bücher dieser Ost-/West-Thematik gelesen und doch habe ich bei jedem Buch das Gefühl, wieder etwas neues über die Zeit zu erfahren, die doch so gerne totgeschwiegen wird.

    Ich habe das Buch also wie bereits erwähnt sehr gerne gelesen und freue mich sehr auf all die anderen Tatsachenromane der Autorin, die noch auf mich warten.

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  • IM GRENZGEBIET DER EMOTIONEN

    Von: mirabellaparadise Datum: 4. Juni 2021

    Die auf wahren Schicksalen basierten Romane von HERA LIND, die rund um die deutsche Teilung gehen, haben ihren besonderen Reiz. Verknüpft mit dramatischer Zeitgeschichte bieten die Geschichten zweifelsohne ein besonderes Potential nicht nur für diejenigen, die in den 60er-90er Jahren in irgendeiner Form davon betroffen waren, sondern auch für jüngere Jahrgänge, die sich an das strenge Regime der DDR-Diktatur nicht mehr erinnern können oder dieses niemals kennengelernt haben.
    Nachdem ich bereits von der HÖLLE WAR DER PREIS und ÜBER ALLE GRENZEN fasziniert war, stand dieses Buch seit der Vorankündigung direkt auf meiner Wunschliste.
    In dieser Romanbiographie, geht es um die junge Weimarer Kosmetikerin Sophie, die dem Familienvater Karsten hoffnungslos verfallen ist, während dieser sie mit Versprechen auf eine gemeinsame Zukunft jahrelang zappeln lässt. Wie es bei heimlichen Geliebten üblich ist, verbringt sie Wochenenden, Weihnachten und Urlaube alleine.
    Dann lernt sie bei einem Bulgarien-Urlaub den westdeutschen Mann Hermann kennen, der sich auf den ersten Blick unsterblich in sie verliebt und ihr einen Heiratsantrag macht. Schnell nimmt die Handlung Kurs auf ein Liebesdrama unter denkbar ungünstigen Bedingungen.
    Berauscht von ersten romantischen Momenten und der Einsicht, dass ihre Beziehung mit Karsten keine Zukunft hat, stellt Sophie einen Ausreiseantrag, der nach einem langen, aufreibenden Prozedere kurzfristig genehmigt wird.
    In der Fremde angekommen, findet sich die Protagonistin nicht mit der neuen Situation zurecht, zumal sich ihr zukünftiger Bräutigam aus beruflichen Gründen im Ausland befindet. In der DDR drehte sich Sophies Lebensmittelpunkt um Glamour, Schönheit und Luxus. Nun muss sie im Landgasthof ihrer zukünftigen Schwiegereltern Arbeiten nachgehen, die sie nicht gewohnt ist.
    Als nun Liebesbriefe von Karsten eintrudeln, hat Amor leichtes Spiel. Infolge von Unsicherheit, Irritationen und Frustration über die Komplikationen fasst Sophie einen folgenschweren Entschluss: Sie kehrt in die DDR zurück.
    Zu ihrer Enttäuschung empfangen weder der skrupellose Karsten (der sie lediglich in eine Romeo-Falle gelockt hat) noch der Arbeiter-und-Bauern-Staat sie mit offenen Armen – sie landet im Stasi-Knast.

    Der flüssige, fesselnde Schreibstil von Hera Lind gefällt mir ausgesprochen gut. Dieses Buch habe ich innerhalb von 4 Stunden gelesen.

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  • Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

    Von: Eulenhummel Datum: 31. Mai 2021

    Mein Dritter Tatsachenroman von Hera Lind und wieder wurde ich nicht enttäuscht. Einmal das Buch angefangen, kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist einfach so fesselnd und mitfühlend, dass man immer weiter lesen muss um zu wissen, was passiert und ob es endlich einen Ausweg geben wird. Das Buch spielt z.T. in Weimar, ich komme aus Erfurt, also nur knapp 20km von Weimar entfernt. Wenn ich mir überlege, was für ein Drama sich dort abgespielt hat, dreht es mir das Herz um. Zu was Menschen fähig waren…. Und vor allem, was Menschen aushalten können, wieviel Kraft Sophie aufgebracht hat, Mut, Willensstärke und Überlebenswillen. Ihr ganzes Leben und ihre Existenz hinter sich zu lassen für einen Neustart… Viele Menschen wurden Monate - oder jahrelang in Gefangenschaft gequält und beinahe gefoltert, ihnen wurde Staatsverrat vorgeworfen, meist grundlos (siehe „Die Hölle war der Preis“). Was für Familien-Dramen sich in der DDR abspielten macht mich sprachlos. Ich war 8 Jahre alt als die Mauer fiel. Und bin froh, das wir heute Reisen können und in Freiheit leben ! 5⭐️. Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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