Für immer deine Tochter

Roman nach einer wahren Geschichte

Paula findet in einer Küchenschublade das Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter. Nie hatte Anna von ihrer Flucht mit Baby Paula aus Pommern nach Kriegsende 1945 erzählt. Doch beim Lesen offenbart sich Paula eine Wahrheit, die sie vollkommen aus der Bahn wirft. Ergreifend berichtet Anna von ihrem monatelangen Verstecken mit dem Säugling auf einem Dachboden, von ihrer Verzweiflung, immer den Tod vor Augen, und von dem Deserteur Karl, der Anna und die kleine Tochter in letzter Sekunde rettet. Als Paula von ihrer wahren Identität erfährt, bricht für sie eine Welt zusammen, und sie macht sich auf, um ihre Spuren zu finden.

Leserstimmen

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  • WA(H)R ...

    Von: Diane Jordan Datum: 15. Mai 2022

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    WA(H)R …
    Für immer deine Tochter: Roman nach einer wahren Geschichte
    Diane Jordan
    Der neue Roman „Für immer deine Tochter“ von Bestsellerautorin Hera Lind hat es in sich und ist stellenweise recht dramatisch und sehr, sehr traurig. Das Cover ist passend gestaltet. Als Betrachter sieht man in Sepiatönen Teile einer Stadt, einen alten Korbkinderwagen sowie ein paar Trümmerfrauen. In der Mitte des Buchdeckels steht eine junge blonde Frau im blauen Kleid mit roter Jacke. Vor der Brust hält sie ein eingewickeltes Baby, in einer hellen Decke. Das Buch startet im Jahr 2004 in Bamberg und ist nach einer, eigentlich zwei wahren Geschichten, von ihr zur vorliegenden Erzählung zusammengeschrieben worden. Es gibt immer wieder Zeitsprünge, die meines Erachtens prima gewählt sind, um Spannung zu erzeugen, aber auch um die Geschehnisse zu erläutern. Nach und nach ergeben beim Lesen so die einzelnen Puzzlestücke einen Sinn. Die Handlung ist bedrückend und könnte, gerade im Hinblick auf den aktuellen Ukraine-Krieg, nicht beklemmender auf mich wirken. Die geschilderten Kriegsereignisse im Buch machen betroffen und Gänsehaut. Als Leser spürt man die immer gleiche und fiese Fratze des Krieges sowie den kalten Todeshauch. Das Leiden der Zivilbevölkerung, Zerstörung von Häusern und zivilen Einrichtungen wie Krankenhäuser und Kindergärten, um nur einige Beispiele zu nennen. Ohnmacht, die Angst in dunklen und nasskalten Räumen, fehlendes Essen und Trinken, Krankheiten, Verletzungen und Tod. Auswirkungen wie sie uns auch aktuell täglich vor Augen geführt werden. Der Plot rührt und ist nichts für Zartbesaitete. Ich empfehle daher dringend genügend Taschentücher bereit zu legen. Die Protagonisten Paula, ihre verstorbene Mutter Anna, Deserteur Karl sowie Rosa sind teils gut- und detailreich beschrieben. Allerdings fand ich, gerade bei diesem durchaus sensiblen Thema, manche Formulierungen nicht ganz so perfekt und treffend, wie man es sonst von Hera Lind gewohnt ist. Vielleicht ist das durch Erzählungen und Schilderungen meiner Großmutter und Mutter zur Flucht und Vertreibung aus Mecklenburg begründet, oder aber auch durch TV-Filme zur Flucht. Die Dialoge die die Romanfiguren im Buch führen, fand ich teils recht oberflächlich und nicht so zeitgemäß für das Jahr 1945. Auch die wahren Tatsachen, die mich sonst immer begeistern und schnell packen, waren diesmal für meinen Geschmack etwas zurechtgebogen. Das fand ich irgendwie schade. Allerdings ist es ja auch kein „einfaches“ Thema, was man mal eben so runterschreibt. Und das was mich persönlich stört ist eher ein Gefühl, als dass ich konkret Verbesserungsvorschläge dazu machen könnte. Die Trauer und den Schrecken, konnte Lind, wiederum so schildern und an mich weitertransportieren, dass ich das Buch flott durchgelesen hatte.

    … Ein Tagebuch, das ein ganzes Leben infrage stellt …

    Inhalt:
    Paula findet in einer Küchenschublade das Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter. Nie hatte Anna von ihrer Flucht mit Baby Paula aus Pommern nach Kriegsende 1945 erzählt. Doch beim Lesen offenbart sich Paula eine Wahrheit, die sie vollkommen aus der Bahn wirft. Ergreifend berichtet Anna von ihrem monatelangen Verstecken mit dem Säugling auf einem Dachboden, von ihrer Verzweiflung, immer den Tod vor Augen, und von dem Deserteur Karl, der Anna und die kleine Tochter in letzter Sekunde rettet. Als Paula von ihrer wahren Identität erfährt, bricht für sie eine Welt zusammen, und sie macht sich auf, um ihre Spuren zu finden.

    Die Autorin:
    Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Seit einigen Jahren schreibt sie ausschließlich Tatsachenromane, ein Genre, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Mit diesen Romanen erobert sie immer wieder die SPIEGEL-Bestsellerliste.

    Weitere Bücher:
    Mit dem Rücken zur Wand, Die Frau zwischen den Welten, Grenzgängerin aus Liebe, Die Frau, die frei sein wollte, Himmel und Hölle, Tausendundein Tag, Hinter den Türen, Drachenkinder, Vergib uns unsere Schuld, Der Mann, der wirklich liebte, Die Sehnsuchtsfalle, Die Hölle war der Preis, Der Prinz aus dem Paradies, Mein Mann, seine Frauen und ich, uvm. ….

    Fazit: **** Der Roman „Für immer deine Tochter“ von Hera Lind ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 448 Seiten.

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  • Die Schrecken des Krieges

    Von: Maike P. Datum: 12. Mai 2022

    Schon seit einigen Jahren hat sich Bestsellerautorin Hera Lind auf Tatsachenromane verlegt, die in Romanform vom Leben echter Menschen erzählen. Im vorliegenden Roman erzählt sie von den Schrecken des Zweiten Weltkriegs, von dem Verlust von Menschen und vor allem von den Vertreibungen aus Pommern und den Schrecken, den Familien und vor allem Frauen damals erleben mussten. Auch Anna musste damals als junge Frau mit einem Baby vor den vorrückenden Russen flüchten und hat sich wochenlang auf einem Dachboden versteckt – in eisiger Kälte und mit viel zu wenig Nahrungsmitteln.

    Wenn man nicht aus dem Geschichtsunterricht wüsste, dass diese Erlebnisse auf Tatsachen beruhen, würde man nicht glauben, was die Menschen in dieser Zeit mitmachen mussten. Immer wieder lief es mir angesichts der grauenhaften Ereignisse eiskalt den Rücken hinunter. Es ist einfach unfassbar und unbeschreiblich, was Paula und ihre Familie auf der Flucht in den Westen mitgemacht haben. Immer mehr Opfer waren zu beklagen, viele Menschen starben oder verloren doch zumindest ihre Unschuld.

    Hera Lind nimmt einen mit auf diese Reise in die deutsche Vergangenheit und führt uns ihre Charaktere bildhaft vor Augen. In ihren realistischen Beschreibungen kann man sich vollkommen verlieren. Auch dieses Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit gelesen, weil es mich komplett in den Bann gezogen hat. Ich wollte unbedingt wissen, was Anna auf der Flucht erlebt hat und wie es ihr gelingen konnte, schlussendlich in Bamberg zu landen.

    Hera Lind kann unglaublich fesselnd erzählen und ihre Charaktere so beschreiben, dass man sie genau vor Augen hat, mit ihnen mitfühlt und so sehr hofft, dass sie auch die schrecklichsten Situationen meistern.

    Erschütternd

    Vor „Für immer deine Tochter“ habe ich sicherlich schon ein halbes Dutzend Tatsachenromane von Hera Lina verschlungen. Jedes einzelne hat mich tief berührt, mitgerissen und mich bewegt. Auch bei dem vorliegenden Buch ist das der Fall. Einmal begonnen, konnte ich es praktisch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich zusammen mit Paula die Geschichte ihrer Mutter ergründen wollte, und was sich in dem Tagebuch verbirgt, ist wirklich ein grauenhaftes Schicksal, das auch Paulas Leben komplett auf den Kopf stellt.

    Hera Lind wagt hier in diesem Buch auch noch einen besonderen Kniff, den ich aber nicht verraten möchte, da er sich erst im Nachwort erklärt. Ich war tief bewegt und denke, dass man auch in der heutigen Zeit von den Gräueltaten zum Ende des Zweiten Weltkriegs wissen sollte.

    Daher eine klare Leseempfehlung!

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  • historischer Roman aufgrund einer wahren Begebenheit

    Von: Meerglas Datum: 6. Mai 2022

    Paula räumt das Haus der verstorbenen Mutter und findet dabei das an sie abdressierte Tagebuch der Mutter Anna, verbunden mit dem Vermerk der, dass Tochter Paula die Wahrheit erfahren möge.
    Durch die Tagebucheinträge wird der Einmarsch der Russen im Jahr 1845 im heutigen Polen und der Flucht der Mutter und ihrer Verwandten geschildert. Im Laufe des Romans, der in der Gegenwart spielt und immer wieder Rückblenden durch die Tagebucheinträge einwirft, lernt Paula ihre wahre Identität und den Leidensweg der Mutter kennen.
    Trotz der schlimmen Thematik ist der Roman leicht und flüssig zu lesen. Während des Lesens hatte ich jedoch oft mit den Tränen zu kämpfen. Es ist unglaublich, welches Leid die Menschen während des zweiten Weltkrieges erfahren mussten und heutzutage leider wieder erfahren müssen. Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit und erhält eine volle Leseempfehlung von mir.

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  • Spannung ab der ersten Seite

    Von: bookish.life.lines Datum: 29. April 2022

    Seit ich vergangenes Jahr die Tatsachenromane von Hera Lind entdeckt habe, bin ich ein rießen Fan dieser Bücher. (Entdeckt hatte ich sie eigentlich vorher schon, nur eben bis dato nicht gelesen). Dies ist nun also schon das vierte oder fünfte Buch der Art, welches ich innerhalb von kurzer Zeit verschlungen habe.
    Auch bei diesem Buch passte für mich einfach wieder alles. Der Schreibstil der Autorin ist wie schon gewohnt leicht und man fliegt einfach geradezu durch die Seiten so sehr fesselte sie mich als Leserin an das Buch.
    Das Thema an sich, ist wie auch schon bei anderen ihrer Tatsachenromane keine „leichte Kost“, Hera Lind schafft es aber dennoch einen Rahmen zu schaffen, der dennoch sehr auf Harmonie aus ist und nicht nur die Gräueltaten der damaligen Zeit hervorhebt.
    Die Protagonisten sind sehr liebevoll und detailreich erschaffen und durch die transparente Erzählweise erfährt man auch sehr viel über die einzelnen Personen ihre Gefühle sowie ihre Handlungen. Hier finde ich es persönlich immer schwer zu sagen, welche Eigenschaften mir besonders gut oder eher negativ aufgefallen sind. Sind die Protagonisten zwar zum Teil auch fiktiv, so gab/gibt es die eigentliche Person dahinter ja schon (wäre ja sonst kein Tatsachenroman). Sich da in Anbetracht der erlebten Geschehnisse ein Urteil drüber erlauben zu dürfen, steht einem meiner Meinung nach nicht zu. Vor allem wie und warum sie so handeln wie sie handeln. Eine Sache ist Hera Lind dabei wieder hervorragend gelungen, kann man dem Nachwort entnehmen, dass dieses Buch doch tatsächlich auf den Geschichten zweier unterschiedlicher Personen beruht, ist dies der Geschichte selbst absolut nicht zu entnehmen. Hier zeigt sich einfach wie gut die Autorin ihr Handwerk versteht und der Geschichte so ihren ganz eigenen Atem einhaucht. Auch erwähnt sie, dass nicht alles detailgetreu den Tatsachen entnommen wurde sondern auch noch ihre eigene künstlerische Freiheit im Buch Anklang findet. Dies gefällt mir besonders gut, da sie es somit gut umgehen kann möglicher Trigger für betroffene der damaligen Zeit zu schaffen. Auch wenn die damalige Generation nun leider mittlerweile in einem Alter ist, in der sie eher zur Minderheit der Bevölkerung bzw der Leser gehören wird. Gerade aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass diese Tatsachenromane eine sehr wichtige Rolle in der Literatur einnehmen.
    Fazit:
    Wie schon bei ihren vergangenen Bücher ist Hera Lind hier ein wundervoller Tatsachenroman gelungen, der den Leser in den Bann zieht und zum Nachdenken anregt.

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  • Auf den Spuren einer Familiengeschichte

    Von: Rebecca K./ Meine Leseecke Datum: 27. April 2022

    In einer Küchenschublade findet Paula das Tagebuch ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Nie wurde Paula von der Flucht ihrer Mutter aus Pommern bei Kriegsende 1945 erzählt.
    Durch das Tagebuch erfährt Paula was ihre Mutter alles durchleben musste um sich und ihr Kind zu schützen, auch wie der Deserteur Karl in Annas Leben getreten ist.
    Aber das wichtigste auch über sich selbst erfährt sie etwas womit sie nicht gerechnet hat und dadurch bricht ihre Welt zusammen, Paula macht sich daraufhin auf die Suche nach ihren Spuren.

    Die Tatsachenromane von Hera Lind lese ich immer wieder gerne und so hatte ich mich schon seit Monaten auf diesen Roman gefreut.
    In diesem Roman hier geht es um eine junge Frau die 1945 vor der russischen Armee aus Pommern fliehen muss um das Leben von ihrem Kind und ihr Selbst zu gewähren. Man erlebt diese Flucht ins Ungewisse mit bis Anna dann an einem Ziel ankommt.
    Mir war von Anfang an klar, dass es kein einfacher Roman werden wird, auch weil ich die Erzählungen meines Opas noch im Ohr habe der ursprünglich aus Schlesien stammte.
    Mir ist der Einstieg ins Buch mehr als leicht gefallen und da mich die Geschichte von Anfang an in den Bann gezogen hat kam ich sehr gut voran.
    Der Roman war hauptsächlich auf die zwei Handlungsstränge von Anna in der Vergangenheit und von Paula in der Gegenwart aufgebaut. Da die Wechsel in den Perspektiven immer zu Beginn eines Kapitels angezeigt wurden hatte ich auch keinerlei Probleme alles richtig zuzuordnen.
    Ich weiß nicht wie es Frau Lind immer gelingt, aber sie erzählt wirklich schwierige Themen so als ob es leicht wäre und es wirklich keinen realen Hintergrund dazu geben würde.
    Dem Handlungsverlauf konnte ich wirklich sehr gut folgen und alle Entscheidungen die getroffen wurden waren für mich egal zu welcher Zeit immer nachvollziehbar und zu verstehen.
    Da die Spannungsbögen bis zum Schluss gespannt waren wurde es für mich nie langatmig oder langweilig im Gegenteil ich war neugierig wie alles ausgehen wird.
    Alle Figuren des Romans waren mit sehr viel Leibe zum Detail beschrieben, so konnte ich mir alle während des Lesens sehr gut vorstellen.
    Anna und auch Paula hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen gehabt und das ist auch am Ende vom Roman so geblieben.
    Obwohl ich noch nie in Polen war ist es mir sehr leicht gefallen mir alle Handlungsorte vor dem inneren Auge entstehen zu lassen.
    Mir persönlich haben diese zwei Lebensgeschichten die hier einen Roman bilden sehr gut gefallen und ich habe sehr schöne Lesestunden mit ihm verbracht.
    Sehr gerne vergebe ich alle fünf Sterne.

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