Der Prinz aus dem Paradies

Roman nach einer wahren Geschichte

Rosemarie bekommt eine Reise nach Sri Lanka geschenkt. Da die fast Fünfzigjährige nicht an Zufälle glaubt, überwindet sie ihre Ängste vor dem Ungewissen. Dort lernt sie ihre große Liebe kennen: Kasun, einen Singhalesen, sehr viel jünger, ganz anders als sie. Doch Rosemarie lässt nur ihr Herz sprechen und heiratet Kasun ein Jahr später in seinem exotischen Land, von buddhistischen Mönchen gesegnet. Sie nimmt ihren Ehemann mit nach Deutschland, sendet viel Geld an seine Familie, doch nach sechs Monaten verschwindet er unter geheimnisvollen Umständen. Wird sie je die Gründe erfahren?

Leserstimmen

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  • Liebhaber zockt Psychologin ab ...

    Von: Diane Jordan Datum: 23. November 2017

    Der Prinz aus dem Paradies

    Diane Jordan

    Wie verzweifelt, naiv und leichtgläubig muss man sein, um so eine Geschichte zu erleben? HILFE..... Ich könnte immer noch den Kopf schütteln, über die „wahre Geschichte“, die ich soeben zu Ende gelesen habe. Die Rede ist von meiner neusten Lektüre, „Der Prinz aus dem Paradies“, von Hera Lind. Das besonders ältere Frauen, die alleine und einsam sind, schnell Urlaubs-„Beute“ werden können, wenn sie umgarnt werden, hatte ich schon öfter gelesen. Aber so eine „Mr.Robinson und ihr Loverboy“- Affaire konnte ich mir bis jetzt nicht wirklich vorstellen. Dank der Autorin ist das nun anders. Der Blick hinter die Kulissen, macht traurig und zeigt auch menschliche Abgründe. Das Cover hingegen, mit dem langen Sandstrand, dem Meeressaum, den wiegenden Palmen im Wind und dem angedeuteten maskulinen Schatten wirkt verheißungsvoll und verlockend. Der Schreibstil von Frau Lind ist, wie gewohnt, leicht verständlich und mitreißend. Ruckzuck ist man als Leser mitten im Geschehen und fühlt sich stellenweise vor Ort, so gut wird skizziert und beschrieben. Die Protagonisten Rosemarie und Kasun sind, meines Erachtens, gut gewählt und beschrieben. Und als Leser bekommt man nach und nach Einblick, wie es zu so einer solchen Tragödie kommen kann. Tja, normalerweise müssten in so einer Situation die inneren Warnlampen hektisch blinken. Aber, ich kann mir tatsächlich vorstellen, das Menschen, die emotional vernachlässigt wurden, leicht zum Opfer oder Beute werden können. Vielleicht ist es auch ein wenig Selbstbetrug oder aber auch das Gefühl, endlich wichtig für Jemanden zu sein oder geliebt zu werden. Was ich aber nicht so ganz nachvollziehen kann, ist das Rosemarie Psychologin sein soll? Da achtet man doch berufsbedingt auf Feinheiten, Zwischentöne und Verhaltensweisen. Oder wird man selbst betriebsblind? Und sich finanziell abzocken lassen, wie Rosie, für ein paar liebe Worte oder Streicheleinheiten, geht gar nicht! Never ever! Und meiner Meinung nach muss man dann auch knallhart einen Schlussstrich ziehen! Also, passt auf euch auf – findet die wahre Liebe, aber lasst euch nicht ausnutzen und euer Bargeld rauben!

    Inhalt:
    Rosemarie bekommt eine Reise nach Sri Lanka geschenkt. Da die fast Fünfzigjährige nicht an Zufälle glaubt, überwindet sie ihre Ängste vor dem Ungewissen. Dort lernt sie ihre große Liebe kennen: Kasun, einen Singhalesen, sehr viel jünger, ganz anders als sie. Doch Rosemarie lässt nur ihr Herz sprechen und heiratet Kasun ein Jahr später in seinem exotischen Land, von buddhistischen Mönchen gesegnet. Sie nimmt ihren Ehemann mit nach Deutschland, sendet viel Geld an seine Familie, doch nach sechs Monaten verschwindet er unter geheimnisvollen Umständen. Wird sie je die Gründe erfahren?

    Die Autorin:
    Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von "Die Champagner-Diät" und "Verwechseljahre" bis "Eine Handvoll Heldinnen" sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen "Kuckucksnest", "Die Frau, die zu sehr liebte" und "Mein Mann, seine Frauen und ich" eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

    Fazit: 4****für diesen Irrsinn, der sich „Liebe“ nennt. Hoffentlich wird der eine oder andere Leser aufgerüttelt und vor so einem Schicksal bewahrt. „Der Prinz aus dem Paradies“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 Seiten und kostet 9,99 Euro.

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  • Liebe oder andere Intension?

    Von: DerPandaliest Datum: 19. November 2017

    „Der Prinz aus dem Paradies“ ist der neue Tatsachenroman von Hera Lind, erschienen im DIANA Verlag.

    Wir lernen Rosemarie kennen, eine Frau die nach einer Scheidung, zwei erwachsenen Kindern, einem erfüllenden Job als Psychologin, mitten im Leben steht. Einsam, aber selbstständig.
    Nebenher kümmert sie sich auch noch um ihren Vater sowie den behinderten Bruder.
    Auf der Reise nach Sri Lanka verliebt sie sich Hals über Kopf in Kasun, ihren Prinzen aus dem Paradies.
    Schnell haben Kasun und seine „Rose“ eine innige Verbindung und sie setzt alles daran ihn nach Deutschland zu holen, damit er gutes Geld verdienen und seine Familie unterstützen kann, da er der Alleinversorger seiner Eltern, der Geschwister und deren Familien ist. Allerdings hat sie keine falschen Illusionen bezüglich einer Romanze, ihr geht es primär darum diesem jungen Mann zu helfen.

    Nach Kasuns Ankunft, macht er ihr schnell bewusst dass er sie wirklich liebt und sie verleben einen wundervollen Sommer.
    Ihre Familie nimmt Kasun liebevoll auf, allen voran ihr Vater, und der Singhalese kümmert sich herzlich um den alten Mann.
    Mit der Zeit gibt es aber immer wieder Stimmungsschwankungen innerhalb ihrer Beziehung, trotzdem hält sie an ihm fest, beteuert er ihr doch immer wieder seine Liebe nach den Streitereien, und beweist es indem er sie auf erotische Höhenflüge mitnimmt.
    Sie fühlt sich jung und begehrt in seiner Gegenwart und möchte ihn glücklich machen. Eine Sache die auch finanziell sehr schnell richtig in die Höhe schellt.
    Da sein Visum abzulaufen droht, heiratet sie ihn, nicht ohne ein vorheriges Drama.
    Die erwartete Traumhochzeit war doch anders als erwartet, dennoch freut sie sich auf das gemeinsame Leben mit ihrem schönen Mann.

    Während ihrer Beziehung erleben sie gute und schlechte Zeiten, auch ist es immer dringend notwendig das Kasun Zeit in Sri Lanka verbringt, um Erledigungen für die gemeinsame Zukunft zu machen, welche sie zwar gemeinsam planen aber in der Umsetzung immer kostspieliger werden, während sie mit dieser räumlichen Trennung nicht gut klar kommt.
    Auch der Einfluss seiner Eltern, denen Rosemarie im Wissen das diese sanfte und gläubige Buddhisten sind, nichts Böses nachsagen kann sondern nur Sorge für sie empfindet, spielt eine große Rolle.

    Hin und her gerissen zwischen der blinden Liebe zu Kasun, und Zweifeln bezüglich seiner Intension spitzt sich die Situation in unerwarteter Richtung zu…. Mehr kann ich nicht verraten, aber macht euch gefasst auf eine nervenaufreibende Geschichte zum Ende hin.

    Ich liebe Hera Linds Schreibstil, ich war völlig gefesselt und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Die Story einer Frau die zu viel liebte, kenne ich mittlerweile zur Genüge, und dennoch war ich aufgrund der flüssigen und bildlichen Schilderung mittendrin.
    Rosemaries Gefühlswelt, diese, ja man kann sagen Besessenheit von Kasun, der ihr einfach das Gefühl vermittelt die Eine zu sein und diese Zweifel ob man sie vielleicht doch nur ausnimmt wie eine Weihnachtsgans wurde sehr detailliert wiedergegeben.
    Aber, und das muss ich jetzt hier schreiben, habe ich teilweise richtige Aggressionen beim Lesen empfunden. Ich wollte „Rose“ schütteln und ihr die Augen öffnen. Mehrmals musste ich eine kurze Lesepause einlegen um mich selbst zu beruhigen.
    Kann man denn so gutgläubig durchs Leben gehen? Ja, sie ist ein positiver Mensch und ihr Leitsatz lautet: Vertrauen ist immer 100%, und ja, sie hat ein Helfersydrom… aber bitte sei doch nicht so naiv!!!

    „Ohne Vergebung gibt es keine Menschlichkeit“

    Mit dem Ende bin ich persönlich total unglücklich. Ich kann es nicht glauben. IHM nicht glauben.
    Ich hätte mehr erwartet für Rosemarie. Wirklich.

    „Vergebung geschieht nicht durch Worte, sondern durch gelebtes Vergeben.“

    Trotz ihrer fast jugendlichen Naivität hat sie ein wunderbar gutes Herz, welches belohnt werden sollte durch ihr persönliches Happy End. Sie hat verdient.
    Dieses Buch ist gut. Danke dem Diana Verlag für dieses Rezensionsexemplar, die Gefühlsachterbahn und die wundervollen Einblicke über Sri Lanka.

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