HERA LIND

Leserstimmen

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Weitere Lesermeinungen

Die Frau, die frei sein wollte

Doro

18. Februar 2019

Tolles Buch

Mich hat das Buch am Anfang etwas gelangweilt, aber ab der Mitte war es Fesselnd.


Die Frau, die frei sein wollte

Geertje Graehn

11. Februar 2019

Eine inspirierende Geschichte

Hera Linds „Die Frau, die frei sein wollte“ erzählt die wahre Geschichte einer jungen Türkin in Deutschland, die erlebt hat, was wahrscheinlich viele erleben, die meisten jedoch totschweigen. Es geht um häusliche Gewalt und Freiheitsberaubung, um Zwangsehe und Ehre. Und besonders geht es um eine starke junge Frau, die es immer wieder geschafft hat, aufzustehen. Weil sie frei sein wollte.
Selmas Geschichte berührt. Ich konnte nicht umhin, sie zu bewundern. Trotz den vielen Dingen, die ihr passiert sind, und den Jahren der Gefangenschaft und Erniedrigung, gelang es ihr immer wieder, Kraft zu sammeln und die Hoffnung nicht aufzugeben.
Hera Lind schildert diese erschreckende Geschichte ohne den Leser in Watte zu packen. Trotz der vielen erschreckenden, grausamen Szenen, gibt es jedoch auch immer einen Ausgleich. Die Liebe Selmas zu ihrer Familie, ihrer Tochter Elif, ihren künftigen Partnern. Lind balanciert Furcht und Hoffnung, sodass man das Buch nicht lange aus der Hand legen möchte.
Am Anfang irritierte mich der sehr einfache Schreibstil, jedoch fand ich immer mehr, dass er zu der Geschichte passte, denn dadurch kommt diese Direktheit, die für den Roman so wichtig ist. Der einzige Kritikpunkt, der mir auffiel, waren die zum Teil unrealistisch erscheinenden Dialoge. Der Schluss ist beinahe übertrieben kitschig, würde man meinen, da es sich jedoch um eine wahre Geschichte handelt, freut man sich mit Selma über das endlich gefundene Glück.
Obwohl es in Deutschland einige türkischstämmige Familien gibt, wusste ich vor dieser Lektüre erstaunlich wenig über dessen Kultur. Das Buch schildert durch Selmas Geschichte wichtige Bräuche, Moral und Traditionen, wie Ehre und Familienzusammenhalt. Wie jedoch im Nachwort betont wird, ist dies kein rein türkisches Thema und es ist wichtig, davor nicht die Augen zu verschließen.
Das Buch regt zum Nachdenken an, gibt jedoch durch die starke Protagonistin und den positiven Schluss auch Hoffnung. Der Roman ist zugleich unterhaltsam und lehrreich, daher würde ich es weiterempfehlen. Jedem, der sich für türkische Kultur, Freiheitsberaubung oder einfach eine inspirierende Geschichte interessiert.


Die Frau, die frei sein wollte

Sabine M

10. Februar 2019

Dieses Buch macht Mut

Die 17jährige Selma ist glücklich mit ihrem Verlobten Ismet und freut sich auf die baldige Heirat. Doch eines Tages passiert etwas Schreckliches. Sie wird von Orhan entführt, verliert dadurch ihre Ehre und muss von nun an bei ihm bleiben. Aber Selma lässt sich nicht unterkriegen.


Hera Lind war mir bisher nur von ihren Unterhaltungsromanen bekannt. Dieses Buch unterscheidet sich sehr davon. Die Autorin hat ein sehr ernstes Thema aufgegriffen und erzählt uns die grausame und wahre Geschichte einer jungen Türkin. Schonungslos und schockierend. Einfach unvorstellbar!  


Das Buch liest sich zwar leicht, lässt den Leser aber nur als Beobachter an der Geschichte teilhaben. Die Autorin hält uns mit ihrem fast nüchternen Schreibstil auf Distanz und das ist gut so, denn mehr würde man wohl nicht ertragen. Der Gedanke daran, dass es sich um eine reale Begebenheit handelt, ist schon schlimm genug und kaum auszuhalten. Interessant sind vor allem die Ausführungen, was Religion und Gebräuche betrifft, denn obwohl Selma in einer eher modern denkenden Familie aufgewachsen ist, wird sich hier dann doch wieder auf "alte Traditionen" besonnen. Was für eine Scheinheiligkeit! Für Selma ist dies der Beginn eines jahrelangen Martyriums, bei dem sie kaum Hilfe aus der Familie bekommt. Sie wird ständig psychisch und physisch gebrochen und lebt in permanenter Angst. Umso erstaunlicher ist ihre Kraft und Willensstärke. Wieviel Mut muss eine Frau haben, dies auszuhalten? In all seiner Grausamkeit gibt uns die Geschichte aber auch ein wenig Hoffnung. Denn Selma hat sich befreit und ich hoffe, dass sie jetzt ein Leben ohne Angst führen kann.


Die Frau, die frei sein wollte

JSMD

27. Januar 2019

Fesselnd, ergreifend, berührend

Dieses Buch ist sooo berührend und schockierend. Was diese Frau durchgemacht hat ... unfassbar. Und das kann so auch nebenan passiert sein. Oder findet man es heute noch? Hoffentlich nicht. Ich gebe eine ganz klare Leseempfehlung.


Die Frau, die frei sein wollte

EuleHetty

27. Januar 2019

Schweres Schicksal einer jungen Türkin, oder schwere häusliche Gewalt

Zunächst einmal ist das mein erstes, aber bestimmt nicht letztes Hera Lind Buch. Die Autorin hat einen schönen flüssigen Schreibstil. :-)
Selma ein türkisches Gastarbeiterkind wächst unter strengen Erziehung auf. Lange Zeit bestimmen andere Menschen über ihr Leben und Schicksal, bevor sie endlich den Mut findet, es in die eigene Hand zu nehmen.
ACHTUNG SPOILER:
Unter tragischen Umständen, aufgrund ihrer jungen Naivität gerät sie an einen Ehemann, der sie jahrelang terrorisiert, körperlich und psychisch. Ihre Familie ahnt etwas, fragt aber nicht direkt nach und ist eher mit den eigenen Problemen beschäftigt. Selma erzählt ihre Leidensgeschichte ihrem 2. Lebensgefährten, der vieles nicht nachvollziehen konnte. Warum sie sich nicht schon eher befreit hat usw. So springt die Geschichte in verschiedene Zeiten ihrer Jugend, Kindheit, Gegenwart hin und her. Um zu erklären warum Selma so gehandelt hat.
Andererseits handelt die Geschichte von häuslicher Gewalt. Wo eine Frau endlich den Mut findet daraus herauszubrechen, um ein neues Leben zu beginnen.


Die Frau, die frei sein wollte

Marlene

23. Januar 2019

Fesselnd und erschütternd

Liebe Frau Lind,
ich lese Sie seit ihren ersten Veröffentlichungen und mag Ihren Schreibstil schon immer. Jetzt machte mich meine Mutter auf "Die Frau, die frei sein wollte" aufmerksam, da auch ich selbst einige Jahre in den Fängen meines Expartners, einem Psychopathen, gefangen war. Dieses Buch fällt mir dementsprechend schwer zu lesen, aber ich bewundere Selma für ihren Mut und ihre Kraft. Was Sie mit Ihrer schriftstellerischen Arbeit für die Opfer leisten, ist wirklich bemerkenswert und sehr hilfreich. Ich finde es toll, dass Sie solche Tatsachenromane verfassen, sicher ist das nicht immer einfach.
Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit!


Die Frau, die frei sein wollte

Dr. Elisabeth N. Neipp

20. Januar 2019

Fesselnde Lebensgeschichte einer Stehauffrau

Spannender und berührender Tatsachenroman über eine Frau, die unglaublich tapfer viele Jahre ein scheinbar auswegsloses grausames Schicksal erträgt, sich und ihre Tochter aber schließlich mühsam freikämpft. Am Ende schafft sie es aber nicht nur mit ihrer Tochter glücklich in Freiheit und Unabhängigkeit zu leben, sondern auch noch eine steile Karriere hinzulegen.
Hera Lind ist wieder ein Mal ein richtiger Mutmacherroman gelungen, den man schon nach den ersten Seiten nicht mehr aus den Händen legen möchte, bis man erleichtert am wunderbaren Ende angelangt ist.


Die Frau, die frei sein wollte

Miel

18. Januar 2019

Kampf um die Freiheit

Ein sehr spannendes und gleichzeitig erschütterndes Buch. Mitten in modernem freien Deutschland wird ein junges Mädchen entführt, missbraucht und zwangsverheiratet. Kaum vorstellbar für uns, für unsere Kultur. Absolut empfehlenswert.


Die Frau, die frei sein wollte

Buket

15. Januar 2019

Muss jede Frau mal gelesen haben

Perfekt geschrieben, ich wollte wirklich nicht dass dieses Buch zu Ende geht. Jetzt fühle ich mich irgendwie leer. Dieses Buch tat mir wirklich sehr gut. Man merkt dann wirklich was man eigentlich hat und wofür man dankbar sein sollte. LG an alle Selmas und vielen Dank an sie Frau Lind, dass wir durch sie diese wundervolle Frau kennenlernen konnten.


Wenn nur dein Lächeln bleibt

Doris

14. Januar 2019

Danke

Ich danke Ihnen, Frau Hädicke, sehr für dieses Buch. Da ich ähnliche Erfahrungen mache oder gemacht habe wie Sie, hat mich diese Geschichte noch mehr gepackt als andere die diese Thematik nicht kennen.
Meine Tochter kann zwar laufen, reden und selbständig essen, doch in vielerlei Hinsicht sprechen Sie mir aus dem Herzen.
Ich wohne in der Schweiz und wir haben grade das Jahr 2019 angefangen. Ich bin froh dass sich diesbezüglich sehr vieles verändert hat, als noch damals in der DDR.
Und doch bleibt vieles einfach kompliziert und ich brauche oft viel Geduld.
Auch ich kämpfe immer wieder für meine Tochter und bin dazu noch Alleinerziehende. Menschen mit Beeinträchtigungen oder Handicap (mir gefällt das Wort "Behindert" überhaupt nicht) brauchen und kriegen zum Glück heute sehr gute Hilfe.
Vermutlich könnte auch ich solch ein Buch füllen. Glauben Sie mir, ich fühle mit Ihnen. Als Betroffene habe ich mitgelitten und x Mal den Kopf geschüttelt. Danke dass Sie Ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben! Es gab mir Mut, dass es sich lohnt für etwas einzustehen, dass für eine Mutter und dem Kind wichtig ist.