HERA LIND

Leserstimmen

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Weitere Lesermeinungen

Wenn nur dein Lächeln bleibt

Doris

14. Januar 2019

Danke

Ich danke Ihnen, Frau Hädicke, sehr für dieses Buch. Da ich ähnliche Erfahrungen mache oder gemacht habe wie Sie, hat mich diese Geschichte noch mehr gepackt als andere die diese Thematik nicht kennen.
Meine Tochter kann zwar laufen, reden und selbständig essen, doch in vielerlei Hinsicht sprechen Sie mir aus dem Herzen.
Ich wohne in der Schweiz und wir haben grade das Jahr 2019 angefangen. Ich bin froh dass sich diesbezüglich sehr vieles verändert hat, als noch damals in der DDR.
Und doch bleibt vieles einfach kompliziert und ich brauche oft viel Geduld.
Auch ich kämpfe immer wieder für meine Tochter und bin dazu noch Alleinerziehende. Menschen mit Beeinträchtigungen oder Handicap (mir gefällt das Wort "Behindert" überhaupt nicht) brauchen und kriegen zum Glück heute sehr gute Hilfe.
Vermutlich könnte auch ich solch ein Buch füllen. Glauben Sie mir, ich fühle mit Ihnen. Als Betroffene habe ich mitgelitten und x Mal den Kopf geschüttelt. Danke dass Sie Ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben! Es gab mir Mut, dass es sich lohnt für etwas einzustehen, dass für eine Mutter und dem Kind wichtig ist.


Die Frau, die frei sein wollte

Gerda Maria

11. Januar 2019

Traditionen hochhalten

Die Frau, die frei sein wollte, ist ein Roman der ein Gänsehausfeeling hervorruft. Selma wurde in gewisserweise nach türkischen Traditionen und dennnoch frei erzogen. Was ihr passiert ist, ist unglaublich und es ist bewundernswert wie sie sich ins Leben zurückkämpft. Hera Lind schreibt diese Geschichte in einer derartigen fesselnden Art, dass es schwerfällt das Buch aus den Händen zu legen. Trotz Integration möchte ich nicht wissen wie viele Frauen solch ein Schicksal wie Selma heute noch erleben müssen. Dieses Buch ist ein Muss zum Lesen.


Die Frau, die frei sein wollte

Janesway

11. Januar 2019

Sehr bewegend

Alte türkische Vorstellungen von Ehre und Verpflichtung bestimmen Selmas Leben. Glücklicher Weise kommt sie mit ihrer Familie bei der Wahl ihres zukünftigen Ehemannes überein. Doch dann steigt sie zu Orhan ins Auto. Ab diesem Moment gibt es kein Zurück. Denn Orhan wird sie nicht freigeben.

Wie eine einzige Entscheidung im Leben alles umwerfen und auf den kompletten weiteren Lebensweg Einfluss haben kann, dessen wird man hier auf äußerst erschreckende Weise gewahr. Selmas Los wünscht man wahrhaftig niemandem und ihre Verzweiflung in ihrer ausweglosen Lage ist so greifbar, dass ich manche mitfühlende Träne ließ.

Schon nach wenigen Seiten sind wir auf dem Stand, den uns der Buchrücken vorgibt und damit mit dem bereits zu erwartenden Handlungsverlauf am Ende. Was danach kommt, trifft ganz unvorbereitet, aber zielsicher. Es ist eine Erzählung von schrecklicher Ungerechtigkeit, Machtlosigkeit und körperlichem sowie seelischem Leid. Aber auch von dem Recht auf ein unbeschwertes Leben, dem Wunsch nach Selbstbestimmung und von dem Versuch einer Blume, sich trotz grauer Wolken Richtung Sonne zu strecken.

Selma macht charakterlich viele Entwicklungen durch: mal ist sie stolz, mal voller Trauer, mal sehnsüchtig, dann ängstlich…sie ist sehr facettenreich. Und sie zu begleiten, war mir ein echtes Erlebnis. Zeitsprünge in Selmas Kindheit brachten nochmal ganz andere Seiten von ihr zum Vorschein oder erklärten Hintergründe und Beweggründe, auch wenn ich am liebsten bei der Haupthandlung blieb.

Das Buch habe ich regelrecht verschlungen, wie es mir schon ewig nicht mehr passiert ist. Hera Linds schonungslose Beschreibungen verfehlen ihre Wirkung nicht. Mit dem Wissen darum, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, prägen sich die Ereignisse sehr ein.

Ich wünsche dir, „Selma“, weiterhin viel Stärke im Kampf gegen deine Dämonen aus der Vergangenheit. So viele Jahre, in der deine Geschichte verschlossen in dir ruhte…jetzt wird sie hinausgetragen in die Welt, auf dass das Leid und das Unrecht Gehör finden und dein Mut andere ansteckt, sich nicht in ihr vermeintliches Schicksal zu ergeben.

„Sobald der erste Schritt getan ist, kann es nur noch vorwärts gehen.“


Die Frau, die frei sein wollte

Raphaela_1

10. Januar 2019

Das Thema ist sehr interessant

aber die Art der Erzählung fand ich etwas fad und sehr vorhersehbar. Auch die Dramatik kam aus dem Erzählstil nicht so heraus, wie es das Thema verlangte. Man arbeitet viel mit Plattitüden und Vorurteilen und der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft verwirrt auch.


Die Frau, die frei sein wollte

Angel B

7. Januar 2019

Die Frau, die frei sein wollte

In diesem Buch wird die Situation eines türkischen Mädchens beschrieben, die einen Mann heiraten muss, den sie nicht liebt. Die Geschichte ist unfassbar ergreifend, dramatisch und für Menschen, die die türkische und kurdische Kultur nicht kennen, erschreckend. Man wird mit der Kultur vertraut gemacht, so dass viele Situationen erklärbar werden, aber nichts desto trotz unfassbar. Doch ohne diese Erklärungen kann der Mut der jungen Frau nicht erfasst werden und das macht dieses Buch so fesselnd.

Alle, die die uns doch ziemlich fremde Kultur der Türken und Kurden in unserem Land ergründen und verstehen lernen möchten, sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ich betrachte unsere muslimischen Mitbürger nach diesem Buch auf jeden Fall mit anderen Augen und diese Frauen mit sehr viel mehr Respekt.


Die Frau, die frei sein wollte

Katharina von Booksline

7. Januar 2019

Ein entsetzliches Schicksal

Inhalt:
Selma kommt Anfang der 1960 Jahre als Gastarbeiterkind mit ihren Eltern und Geschwistern aus der Türkei nach Köln. Sie schwebt im siebten Himmel, als sie sich mit siebzehn mit ihrer großen Liebe Ismet verloben darf. Doch ein zufälliges Zusammentreffen mit Orhan wird ihr zum Verhängnis. Arglos steigt Selma in das Auto des ihr fast unbekannten Mannes – was dann passiert, ist ein einziger Albtraum. Sie verliert ihre Ehre und ihre Freiheit, und das Glück mit Ismet zerplatzt für immer. Sie gehört nun Orhan. Aber Selma gibt nicht auf...

Meine Meinung:
Was für ein entsetzliches Schicksal! Die Geschichte geht unter die Haut, vorallem wenn man weiß, dass es genau so oder ähnlich tatsächlich passiert ist.
Man steigt mit Selma ins Auto und weiß, dass etwas Schlimmes geschehen wird und würde ihr am liebsten zurufen: Steig nicht ein!

Mit einem flüssigen Schreibstil gelingt es Hera Lind, die Geschichte von Selma einfühlsam zu erzählen. Nicht alles war für mich vollkommen nachvollziehbar und doch konnte ich nicht anders, als mitzufühlen.
Die Entwicklung von Selma zu sehen, wie sie zunächst alle Hoffnung verliert und dann immer stärker wird, hat mir unglaublich gut gefallen!

Die Handlung ist interessant erzählt und mit solch einem Ende hätte ich nicht gerechnet. Schade fand ich, dass trotzt allem eine Distanz vorherrscht und nicht völlig in die Geschichte Einlass gewährt wird. Vielleicht liegt dies auch an den vielen Zeitsprüngen, die bei mir immer wieder neu für Verwirrung gesorgt haben.

Fazit:
Trotz der Zeitsprünge hat mich die Geschichte von Selma berührt und bewegt! Ein grausames Schicksal und eine Frau, die zu einer unglaublichen Stärke findet!


Die Frau, die frei sein wollte

Holzdrache

6. Januar 2019

Bestürzendes Martyrium oberflächlich und altbacken erzählt

Wurde ich gut unterhalten?
Es ist bestürzend, welches Martyrium das junge Mädchen erleben muss. Ich wollte wissen, wie es weitergeht und habe das Buch zu Ende gelesen, obwohl mir der Schreibstil nicht gefiel.
Hat mir der Schreibstil gefallen?
Der Stil ist zuweilen kitschiger als ein Groschenroman mit Redenwendungen wie „stand er lichterloh in Flammen“ oder unsinnigen Ausdrücken wie „das Herz aus dem Mund fallen“. Eine Formulierungswiederholung in ein und demselben Handlungsstrang ist auffällig: „wie von Geisterhand“ (Seite 19/20).
Außerdem ist der gesamte an sich gute Geschichtenstoff altbacken, oberflächlich und teils sehr kühl erzählt, so dass trotz der erschütternden Erlebnisse der Selma nur wenig Mitleid oder Trauer erzeugt wird.
Ein Fehler fiel mir auf. Es heißt, dass in dem Kinderbuch „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner die Zwillinge vertauscht wurden. Das stimmt aber nicht, sie wurden nicht vertauscht. Sie haben selbst beschlossen, ihre „Leben zu tauschen“. Müsste eine Autorin das nicht wissen?
Gewundert habe ich mich auch darüber, dass die Anwältin „die ganze Nacht über das Handy erreichbar“ sein sollte – und das 1988?
Was ist für mich das Besondere an diesem Buch/Hörbuch?
Mir wurden Besonderheiten anderer Kulturkreise nahegebracht. Er ist unfassbar, wie machtlos die junge Frau ist und wie viel sie sich gefallen lassen muss. Und dennoch beweist sie später großen Mut. Wem könnte dieses Buch gefallen?
Der Roman beruht auf Tatsachen. Ich hoffe, dass es der Selma als Therapie hilft, dass sie ihre Geschichte erzählt hat und sie zu Papier gebracht wurde.
Die Autorin bittet ihre Leser/innen, ihr ihre persönlichen Geschichten zu schicken, um sie evt. in einem Roman zu verwenden. Ich würde mir wünschen, dass es der Autorin gelänge, in ihren Romanen einen verantwortungsvolleren Stil zu finden, der sowohl die Protagonisten als auch die Leser mehr „in den Arm nimmt“.


Die Frau, die frei sein wollte

Lea

6. Januar 2019

Emotionale Geschichte über das Schicksal einer jungen Türkin

In dem Buch geht es um die junge Türkin Selma, die sich mit 17 mit ihrer großen Liebe Ismet in Deutschland verlobt und dann nach einer Entführung von Orhan mit diesem zwangsverheiratet wird. Was ihr während dieser Ehe alles widerfährt, ist schockierend und hat mich zum Teil tief berührt.
Der Schreibstil gefällt mir gut und hat zum Weiterlesen animiert, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.


Die Frau, die frei sein wollte

Xaya*

6. Januar 2019

Die Frau, die frei sein wollte

Die Frau, die frei sein wollte ist eine herzergreifende und aufwühlende Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.

Kurz zum Inhalt des Buches:
Die in Deutschland lebende 17-jährige Türkin Selma wird gegen ihren Willen zu einer Zwangsheirat gezwungen und somit beginnt ein jahrelanger Kampf gegen Gewalt, um ihre Ehre und ihre Freiheit.

Ich finde diesen Tatsachenroman sehr spannend und unterhaltsam, daher hatte ich das Buch innerhalb von 2-3 Tagen durchgelesen. Meiner Meinung nach ist es ein heikles Thema, welches von der Autorin Hera Lind sehr gut umgesetzt wurde. Mit Ihrem Schreibstil hat die Autorin die Szenen sehr gut beschrieben, sodass man sich die verschiedenen Geschehnisse gut vorstellen konnte und einfach mitfühlen musste. Weiterhin hat die Autorin Rückblicke (Zwischen-Kapitel über Selmas Vergangenheit und wie sie aufgewachsen ist) eingebaut. Diese tragen sehr zum Verständnis der Protagonistin, ihres Verhaltens und ihres Lebens bei. Zudem wurde die Geschichte aus der Sicht der jungen Selma erzählt, wodurch man noch weiter in die Geschichte eingebunden wurde. Man versteht einfach, was sie fühlt und was gerade passiert.
Es war das erste Buch von Hera Lind, das ich gelesen habe, aber wahrscheinlich nicht das letzte.


Die Frau, die frei sein wollte

Anke K.

5. Januar 2019

Bewegende Lebensgeschichte

"Die Frau, die frei sein wollte" erzählt die Geschichte von Selma, Tochter von türkischen Gastarbeitern, die mit ihrer Familie in Köln lebt. Die Story beginnt, als Selma siebzehn Jahre alt ist. Sie schwebt im siebten Himmel, darf sie sich doch mit ihrer großen Liebe verloben. Doch vor der ersehnten Hochzeit mit Ismet verändert eine unerwartete Begegnung alles und zerstört Selmas großes Glück. Sie kennt Orhan kaum als sie in sein Auto steigt - doch danach steht sie plötzlich da ohne Ehre und Freiheit.
Als Leser begleitet man Selma mehrere Jahrzehnte durch ihr Leben, genauer gesagt von 1979 bis 2013. Hera Lind erzählt Selmas Lebensgeschichte auf bewegende und fesselnde Weise. Zusätzlich zu dem Wissen, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, wird es noch persönlicher dadurch, dass das gesamte Buch aus Selmas Sicht in der Ich-Form geschrieben ist. Man kann nur schwer begreifen, wie schnell ein Leben durch eine zufällige Begegnung komplett aus den Fugen gerät. Schwer fassbar, welches Mar­ty­ri­um Selma erleiden muss und umso faszinierender ist es, wie sie sich nach einer langen Zeit der Unterdrückung und des Leids von ihrem ungeliebten Mann befreit und sich zurück in ein selbständiges, freies Leben kämpft. Wirklich Hochachtung davor, dass sie sich nicht aufgegeben hat. Das Buch ließ sich gut und flüssig lesen und weil ich unbedingt erfahren wollte, wie Selmas Geschichte weitergeht, waren die 415 Seiten doch ziemlich schnell gelesen. Und auch zum Nachdenken wird man angeregt, denn es kommt einem während des Lesens doch der Gedanke daran, wie viele Frauen wohl auch in der heutigen Zeit noch ein solches Schicksal erleiden.
Einfach lesenswert.