Der Mann, der wirklich liebte

Roman nach einer wahren Geschichte

»In guten wie in schlechten Tagen« - Ein Mann glaubt nicht an das Todesurteil der Ärzte und holt seine Frau zurück ins Leben

„Du bist meine Hoffnung“

Als Michael Röhrdanz Angela kennenlernt, weiß er, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Acht Jahre nach der Traumhochzeit ist sie zum dritten Mal schwanger, und beide sind immer noch so glücklich wie am ersten Tag. Bis das Unfassbare passiert. Angela erleidet einen schweren Gehirnschlag. Fortan ist sie wie eingeschlossen in ihrem eigenen Körper. Doch Michael Röhrdanz will nicht wahrhaben, wovon die Ärzte überzeugt sind: Angela leidet an dem „Locked-in-Syndrom“ und wird sterben. Was nun folgt, ist die Geschichte eines Mannes, dessen aufrichtige Liebe Berge versetzt. Dank seines Einsatzes bringt Angela einen gesunden Sohn zur Welt. Und sie überlebt …

In ihrem neuen Roman erzählt Bestsellerautorin Hera Lind eine wahre Geschichte, die ans Herz und nie wieder aus dem Kopf geht.

Interview zu
»Der Mann, der wirklich liebte«

Frau Lind, Ihr Roman beruht auf einer wahren Geschichte. Wie haben Sie von dieser Geschichte gehört – und was hat Sie bewogen, diesen Stoff zu verarbeiten?

Michael Röhrdanz, der Mann von Angela Röhrdanz und Vater von insgesamt fünf Kindern, hat mich angeschrieben und mich gebeten, die Geschichte seiner Frau aufzuschreiben. Obwohl ich sehr viele solcher Zuschriften bekomme, hat diese eine mich doch von der ersten Sekunde an fasziniert: eine Frau, die im Locked-in-Syndrom ein gesundes Kind bekommt, ist wohl weltweit einzigartig. Und natürlich die unerschütterliche Liebe dieses Mannes ...

Frau Röhrdanz ist inzwischen verstorben, an den Folgen des Locked-in-Syndroms?

Nein, das ist ja gerade das Drama, von dem ich in diesem Buch erzähle. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, nur das: Angela Röhrdanz wird – langsam und mühevoll zwar – aber doch voll und ganz gesund. Erst Jahre später stirbt sie durch ein tragisches Ereignis …

In Ihren Unterhaltungsromanen, mit denen Sie die Bestsellerlisten und ein großes Publikum erobert haben, geht es überwiegend um die für das Lebensglück zentrale Frage im Leben einer Frau: Wie finde ich den richtigen Mann? Worauf Sie immer mit viel Humor eine Antwort wussten. Hier, bei diesem Schicksalsroman von dramatisch-tragischem Ausmaß, ist für Humor kein Raum. War dies eine große Umstellung für Sie?

Ja und nein! Nachdem ich Michael Röhrdanz getroffen hatte, war mir klar, dass er selbst ein humorvoller Mann ist und dass er die positiven und schönen Seiten dieser Geschichte mit viel Liebe und sogar mit einem Hang zum Komischen geschildert haben wollte.

Wie lange haben Sie recherchiert und geschrieben? Und was hat den Schreibprozess unterschieden vom dem einer rein fiktiven Romanhandlung?

Michael Röhrdanz hat hervorragende Vorarbeit geleistet. Ich glaube, es war ihm ein Bedürfnis, sich alles von der Seele zu schreiben. Auch wenn es oft nur stichwortartige Skizzen waren, die er mir täglich per E-Mail zukommen ließ, so waren sie doch eine fantastische Grundlage für meinen Roman, an dem ich inklusive Recherche mehr als acht Monate gearbeitet habe.

Wie stark ist der Held, Michael Röhrdanz, an sein Vorbild angelehnt?

Michael Röhrdanz ist sehr authentisch. Nachdem wir uns persönlich lange unterhalten hatten und er mir eine Zeitlang täglich schrieb, musste ich mir keinen Romanhelden mehr ausdenken. Ich habe nur die Szenen mit Dialogen und Bildern meiner Fantasie ausgeschmückt.

War es für Sie ungewohnt, aus der Perspektive eines handelnden Mannes zu schreiben?

Es war allerdings das erste Mal, dass ich aus männlicher Perspektive schrieb, aber wie gesagt, bei der authentischen Vorlage fiel es mir nicht schwer.

Inwieweit haben Sie sich in die medizinischen Details eingearbeitet? Können Sie beurteilen, welche Chancen Angela aus Sicht der Ärzte tatsächlich hatte, wieder ins Leben zu finden? Und wie sehen Sie die Verantwortung der Ärzte in solchen Fällen? Werden Menschenleben zu schnell aufgegeben? Oder auch: Vertrauen wir zu wenig auf die Kraft der Liebe?

Natürlich habe ich Ärzte aus meinem Freundeskreis gefragt und im Internet über das Locked-in-Syndrom recherchiert. Wie durch ein Wunder lief im Kino um die Ecke gerade Schmetterling und Taucherglocke, sodass ich mich in das Thema einfühlen konnte. Über die Verantwortung der Ärzte wage ich (als ehemalige Arztfrau und Arzttochter) nicht zu urteilen. Es gibt immer zwei Seiten. Auch steht es mir nicht zu, darüber nachzudenken, ob Röhrdanz seine Frau hätte gehen lassen sollen. Es gibt im Leben Entscheidungen, die man nur selbst treffen kann. Er hat diese Entscheidung für sich, für seine Frau und für seine Kinder getroffen und bis zur letzten Sekunde dazu gestanden. Davor kann ich nur meinen Hut ziehen.

Wie ist es Ihnen gelungen, sich in Angela einzufühlen? Der zur Passivität verurteilte Charakter ist ja viel schwerer zu fassen und trägt eine mindestens so schwere Bürde wie der, der leidet, aber etwas tun und helfen kann ... Kann man sich vorstellen, sich in dieser hilflosen Position von der Liebe eines Mannes restlos überfordert zu fühlen?

Es war sehr schwer, um nicht zu sagen unmöglich, mich in Angela hineinzufühlen. Oft musste ich mitten im Schreiben plötzlich loslaufen, viele Kilometer, um aus der inneren Ge- und Befangenheit wieder auszubrechen. Man kann sich das überhaupt nicht vorstellen, im eigenen Körper eingemauert zu sein. Jedes Gefängnis ist dagegen komfortabel! – Dass sie Röhrdanz allerdings genauso innig und unverbrüchlich geliebt hat wie er sie, ist mir beim Schreiben klar geworden. Sonst hätte sie sich aufgegeben.

Michael Röhrdanz ist ein starker, unbeirrbarer Charakter und ein unbeirrbar liebender Mann. Ein Held, wie wir ihn uns erträumen. Ein Held, wie aus dem Märchen? Wenn man sich die Wirklichkeit anschaut, bekommt man da nicht den Eindruck, als seien diese Qualitäten sehr rar geworden?

Deshalb bin ich so begeistert von dem Stoff der Geschichte, und deshalb habe ich auch auf diesen Titel bestanden! Ja, dieser Mann hat wirklich geliebt.

Mit der traditionellen Formel „in guten wie in schlechten Tagen“ versprechen sich Paare bei der Hochzeit auch heute noch, sich auf ewig zu lieben und füreinander da zu sein. Ist das noch zeitgemäß – in einer Welt, die von stetem Wandel, Flexibilität und grenzenlosen Wahlmöglichkeiten bestimmt wird?

Das ist sicher ein frommer Wunsch, den wir alle am Tag der rosaroten Brille äußern. Wie es in Wirklichkeit aussieht, zeigt uns ja die Trennungs- und Scheidungsrate. Wobei ich nie darauf beharren würde, wegen dieses Versprechens sein Leben mit dem oder der Falschen zu verbringen. Menschen entwickeln sich. Auch auseinander.

Glauben Sie selbst an die ewige Liebe?

Zum jetzigen Zeitpunkt meines Lebens? Ja.

Welche Botschaft möchten Sie Ihren Leserinnen und Lesern in diesem Roman mitgeben?

Eigentlich maße ich mir nicht an, meinen Leserinnen Botschaften mitzugeben. Ich selbst war und bin fasziniert von dieser wahren Geschichte, und wenn es durch dieses Buch gelingt, viele Menschen ebenfalls zu faszinieren und zu fesseln, und wenn es darüber hinaus noch gelingt zu beweisen, dass es doch die große wahre Liebe gibt, dann bin ich, genau wie Michael Röhrdanz, schon sehr dankbar.

Leserstimmen

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  • "Glaube, Hoffnung, Liebe"

    Von: Janesway Datum: 29. Dezember 2018

    Frau Röhrdanz fällt durch einen Schlaganfall schwanger ins Wachkoma. Ihr Mann gibt sie und das ungeborene Kind nicht auf und begleitet seine Frau auf ihrem langen Weg zurück ins Leben, getragen von seiner unerschöpflichen Liebe zu ihr.

    Hera Linds Roman nach einer wahren Geschichte beschreibt die Verzweiflung und Selbstaufopferung des Herrn Röhrdanz, der sich dem Balanceakt zwischen Beruf, Kindererziehung und der Pflege seiner Frau stellen muss.

    Wie ich es auch schon von Linds Roman „Die Frau, die frei sein wollte“ kannte, steigt die Autorin ohne große Umschweife direkt beim Thema des Buchrückens ein. Der Schicksalsschlag und das Verhalten aller Beteiligten des Geschehens wirken absolut realistisch. Genau so mag es sich ereignet haben. Hier ist man hautnah dabei und kann sich gut in die Ängste und die Überforderung von Herrn Röhrdanz einfühlen.

    Ein langer Flashback führt zurück in die Zeit vor dem Schlaganfall und beschreibt, wie Herr und Frau Röhrdanz zueinander fanden sowie kleine gemeinsame Höhepunkte. Er riss mich unlieb aus dem aktuellen Handlungsstrang. Für die Geschichte an sich erscheint es mir unnötig, in die Vergangenheit zu springen. Es wäre auch schön gewesen, die Art und Weise, wie Herr Röhrdanz sich um seine Frau kümmerte, für sich sprechen zu lassen. Außerdem schafft es die Autorin nicht, den Funken überspringen zu lassen. Die Verliebtheit und Sehnsucht werden zu flach transportiert und kommen nicht an. Ich war froh, als der Abschnitt hinter mir lag.

    Raus gerissen durch den Flashback kam mir beim Rest der Geschichte ein Stück weit das Mitgefühl abhanden. Im Folgenden wirken viele Handlungen aber auch nicht mehr so realitätsnah wie noch zu Anfang. Oder es lag am Ausmaß der negativen Seiten, welche die intensive Begleitung seiner Frau für ihn und alle anderen mit sich brachte.

    Der Schreibstil ist so flüssig und lebendig durch viele Dialoge, dass der Roman überraschend schnell zu Ende gelesen war.

    Für mich persönlich stand immer fest, dass ich die Möglichkeit haben will, um mein Leben zu kämpfen anstatt die Geräte abschalten zu lassen. Wenn man sich aber besieht, was daraus auch für Kummer und Schaden für die Angehörigen erwachsen kann, lässt es mich verunsichert zurück. Mich machte der Roman sehr nachdenklich: „Der Mann, der wirklich liebte“. Oder: Der Mann, der zuviel liebte? Oder zu einseitig? Hatten manche Ärzte, die ihn egoistisch nannten, nicht vielleicht auch irgendwo recht damit? War es immer Liebe oder auch ein Stück weit sozialer Druck? Was, wenn es zu einer Stagnation gekommen wäre und seine Frau nicht genesen wäre oder ihr Sohn schwerstbehindert? Wie hätten sich die Kinder entwickelt, wenn er ihnen mehr seine Liebe geschenkt hätte als seiner Frau?

    Herr Röhrdanz hatte Glück. Seine Frau fand wieder zurück. Sicher war seine hingebungsvolle Zuwendung hauptsächlich dafür verantwortlich, aber viele andere müssen sich damit abfinden, dass ihre Angehörigen nicht zurückkehren werden, egal ob sie noch für sie da sind oder nicht. Egal, ob sie wirklich lieben oder nicht. Man muss nur wirklich lieben und Glaube versetzt Berge ist zwar eine schöne Botschaft, aber auch gleichzeitig ein Affront denjenigen gegenüber, denen keine positive Wendung beschieden ist.
    Und wäre jemandem, der sich in solch einer Lage nicht dazu bereit sieht, sich aufopfernd um seine Frau zu kümmern, sondern um die Kinder, die wirkliche Liebe abzusprechen? Sehr schwieriger Titel.

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  • Der Mann, der wirklich liebte – Ein tolles Werk!

    Von: Georg Melzel Datum: 20. Mai 2016

    Das Buch halte ich für äußerst gelungen! Die wahren Begebenheiten werden hautnah herüber gebracht.
    Es hat in mir sehr viel bewegt und mich wie kein anderes Buch zuvor fasziniert!

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  • Der Mann,der wirklich liebte

    Von: Vanessa Schmalfuß Datum: 25. April 2016

    Sehr geehrte Frau Hera Lind,

    als ich von Ihnen das Buch "Der Mann, der wirklich liebte“ gelesen habe, war ich so von dieser Geschichte überwältigt und berührt, die der Mann in dem Buch erzählt, dass ich kurz vor dem Heulen war. Das muss eine einzigartige Liebe gewesen sein, die diesen Mann mit seiner Frau verbunden hat, dass es alles übertrifft, was es auf dieser Welt gibt. Ich glaube, durch ihn hatte sie das glücklichste Leben, was sie sich je hätte vorstellen können. Obwohl sie zum Schluss gestorben ist, ist sie mit einem Lächeln von ihm gegangen, weil sie so dankbar war, dass er so um ihr Leben gekämpft hat. Die Ärzte in den Krankenhäusern haben fast alle gesagt, der Fall ist hoffnungslos, sie wird nicht mehr lange leben, trotzdem hat er einen kühlen Kopf behalten und seiner Frau beigestanden bei diesem schweren Schicksalsschlag. Obwohl Angela Röhrdanz schwer krank war, hat sie ein gesundes Kind auf die Welt gebracht, was ihr die Kraft gegeben hat, um ihr Leben zu kämpfen. Das war das einzige Buch, was ich bisher gelesen habe, was so derartige Gefühle in mir ausgelöst hat, dass ich diese unglaubliche Geschichte nicht mehr aus dem Kopf kriege. Ich haben allen Respekt vor Michael Röhrdanz, dass er so um die Liebe seines Lebens gekämpft hat und auch vor Angela Röhrdanz, dass sie nie die Kraft verloren hat um ihr Leben zu kämpfen. Ich finde auch, es sollte mehr solche Ärzte geben wie Professor Leyen, der im wirklichen Leben wahrscheinlich anders heißt, der so um das Leben seiner Patientin gekämpft hat, obwohl er wusste, dass der Fall hoffnungslos ist, weil er vielleicht gedacht hat, da gibt es doch noch einen Funken Hoffnung. Sie sind eine super Autorin und ich hoffe, es erscheinen noch viel tolle und gute Bücher von Ihnen, die einem so nah gehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Vanessa Schmalfuß

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  • Sehr gut

    Von: Birgit Datum: 12. März 2016

    Ich fand das Buch einfach hinreißend gut geschrieben. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und am Ende wieder aufgetaucht. Einfach empfehlenswert.

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Pressestimmen

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  • "Dieses Buch geht direkt ins Herz!" MDR Riverboat über "Der Mann, der wirklich liebte"

  • "Hera Lind hat diese berührende Geschichte in Buchform gebracht, um anderen Menschen Mut zu machen und zu zeigen, dass Liebe Berge versetzen kann." ORF2 "Stöckl am Samstag"

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